
US Small-Cap ETFs im Vergleich: SCHA und IJR unter der Lupe
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Der US-amerikanische Small-Cap-Markt bietet Anlegern vielfältige Möglichkeiten. Zwei prominente ETFs, der Schwab U.S. Small-Cap ETF (SCHA) und der iShares Core S&P Small-Cap ETF (IJR), ermöglichen den Zugang zu diesem Segment. Dieser Artikel beleuchtet die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden Fonds, um Anlegern eine fundierte Entscheidung zu erleichtern.
Kosten und Diversifikation im Überblick
Der Schwab U.S. Small-Cap ETF (SCHA) weist mit einer Kostenquote von 0,04 % eine geringfügig niedrigere Gebührenstruktur auf als der iShares Core S&P Small-Cap ETF (IJR), dessen Kostenquote bei 0,06 % liegt. Hinsichtlich der verwalteten Vermögenswerte (AUM) ist IJR mit 88,0 Milliarden US-Dollar deutlich größer als SCHA mit 19,3 Milliarden US-Dollar.
Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Diversifikation: SCHA bildet den Dow Jones U.S. Small-Cap Total Stock Market Index ab und hält 1.742 Aktien. IJR hingegen folgt dem S&P SmallCap 600 Index und investiert in eine konzentriertere Auswahl von 632 Unternehmen.
Performance und Risikoanalyse
Die Performance beider Small-Cap ETFs zeigt unterschiedliche Stärken. Im letzten Jahr (Stand: 12. Januar 2026) erzielte SCHA eine Gesamtrendite von 19,9 %, während IJR bei 13,5 % lag. Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat IJR mit einem Wachstum von 1.000 US-Dollar auf 1.373 US-Dollar SCHA (1.351 US-Dollar) leicht übertroffen.
Bei der Betrachtung des Risikos zeigte IJR mit einem maximalen Drawdown von (28,02 %) über fünf Jahre eine mildere Korrektur als SCHA mit (30,79 %). Zudem bot IJR im vergangenen Jahr eine leicht höhere Dividendenrendite von 1,44 % gegenüber 1,26 % bei SCHA.
Portfoliozusammensetzung und Strategie
Beide ETFs konzentrieren sich auf US-Small-Cap-Aktien, verfolgen jedoch unterschiedliche Indexstrategien. SCHA strebt eine breite Abdeckung des Small-Cap-Marktes an, was sich in der hohen Anzahl seiner Bestandteile widerspiegelt. Die größten Sektorgewichtungen bei SCHA sind Finanzdienstleistungen (18 %), Industrie (17 %) und Technologie (15 %).
IJR hingegen wählt eine selektivere Herangehensweise mit 632 Unternehmen. Die Sektorgewichtungen sind hier ebenfalls in Finanzdienstleistungen (18 %), Industrie (17 %) und Technologie (14 %) am höchsten. Beide Fonds verzichten auf komplexe Merkmale wie Leverage oder Währungsabsicherung.
- SCHA Top-Positionen: Sandisk, Lumentum, Rocket Companies (machen einen kleinen Bruchteil der Vermögenswerte aus, was die Diversifikation unterstützt).
- IJR Top-Positionen: Arrowhead Pharmaceuticals, LKQ, Armstrong World Industries (repräsentieren ebenfalls nur einen bescheidenen Anteil).
SCHA verfügt über eine 16-jährige Historie, und sein Kurs bewegte sich im letzten Jahr zwischen 20,04 US-Dollar und 30,20 US-Dollar.
Was Anleger wissen sollten
Sowohl SCHA als auch IJR gelten als ausgezeichnete Optionen für Anleger, die ein Engagement im US-Small-Cap-Segment suchen. Über ein, fünf und zehn Jahre hinweg haben beide ETFs sehr ähnliche Gesamtrenditen erzielt. Obwohl sie hinter dem breiteren S&P 500 zurückblieben, wird dies hauptsächlich auf den Boom der "Magnificent Seven"-Aktien im S&P 500 zurückgeführt.
Aktuell notieren beide Small-Cap-ETFs mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur dem 18-fachen der Gewinne, was im Vergleich zum S&P 500, der beim 28-fachen der Gewinne liegt, als Abschlag betrachtet werden kann. Die Quellen deuten darauf hin, dass dies ein potenziell günstiger Zeitpunkt sein könnte, um ein Investment in SCHA oder IJR in Betracht zu ziehen.