US-Strategie in Venezuela: Finanzielle Kontrolle über Öleinnahmen

US-Strategie in Venezuela: Finanzielle Kontrolle über Öleinnahmen

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Die Trump-Administration hat nach der Absetzung des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro eine umfassende Strategie für Venezuela vorgestellt, die sich maßgeblich auf die Kontrolle der Öleinnahmen stützt. US-Außenminister Marco Rubio betonte die "enorme Hebelwirkung", die Washington durch die Sanktionen auf venezolanisches Öl besitzt, um die zukünftige Entwicklung des südamerikanischen Landes zu steuern.

US-Hebelwirkung durch Öl-Sanktionen

US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Mittwoch, dass die Trump-Administration eine "enorme Hebelwirkung" über Venezuela habe. Dies resultiere aus der "Quarantäne" des sanktionierten Öls durch die USA. Rubio betonte, dass die Vereinigten Staaten kontrollieren werden, wie die Einnahmen aus dem Verkauf venezolanischen Öls ausgezahlt werden. Ziel sei es, dass diese Gelder dem venezolanischen Volk zugutekommen und nicht Korruption oder dem ehemaligen Regime.

Rubio äußerte sich nach einer Unterrichtung von Senatoren über das Engagement der Administration in Venezuela. Er hob hervor, dass die US-Sanktionen gegen venezolanisches Öl den "stärksten Hebel" darstellen. Die Interimsführer des südamerikanischen Landes könnten kein Öl bewegen, es sei denn, die Trump-Administration erlaube es.

Dreistufiger Plan für Venezuela

Die US-Regierung verfolgt laut Rubio einen dreistufigen Prozess für Venezuela. Dieser umfasst die Stabilisierung des Landes, den Wiederaufbau und den Übergang nach der Absetzung des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro. Rubio betonte, man wolle nicht, dass das Land ins Chaos abgleite.

Die zweite Phase, der Wiederaufbau, sieht vor, amerikanischen, westlichen und anderen Unternehmen einen fairen Zugang zum venezolanischen Markt zu ermöglichen. Zudem sind nationale Versöhnung und Amnestie für Oppositionskräfte geplant. Details zur dritten Phase, dem Übergang, wurden von Rubio nicht näher erläutert.

Kontrolle der Öleinnahmen und Marktstrategie

Die Trump-Administration plant, zunächst zwischen 30 Millionen und 50 Millionen Barrel Öl zu übernehmen und diese "zu Marktpreisen" zu verkaufen. Die Rohölpreise lagen in den letzten Tagen bei rund 60 US-Dollar pro Barrel. Weißes Haus Pressesprecherin Karoline Leavitt bestätigte, dass die Barrel "sehr bald" in den USA eintreffen werden.

Die US-Regierung hat bereits begonnen, venezolanisches Rohöl auf dem globalen Markt zu vermarkten. Dazu wurden führende Rohstoffhändler und Schlüsselbanken für die finanzielle Unterstützung dieser Verkäufe engagiert. Präsident Trump kündigte den Deal für die 30 bis 50 Millionen Barrel sanktionierten Öls am Dienstagabend an und erklärte, er werde persönlich die Kontrolle darüber ausüben, um sicherzustellen, dass es den Menschen in Venezuela und den Vereinigten Staaten zugutekommt. Energieminister Chris Wright ergänzte, die USA würden die venezolanischen Ölverkäufe "auf unbestimmte Zeit" kontrollieren.

Politische Entwicklungen und US-Rolle

Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores wurden nach einer nächtlichen Operation am frühen Samstag in die USA gebracht, wo sie sich wegen Drogenhandels und Waffenvergehen verantworten müssen. Sie plädierten am Montag auf nicht schuldig. Delcy Rodriguez, die unter Maduro Vizepräsidentin war, wurde diese Woche als Interimspräsidentin Venezuelas vereidigt.

Rubio präzisierte am Sonntag Trumps frühere Aussage, die USA würden Venezuela "führen". Er erklärte, die USA würden versuchen, die politischen Entscheidungen in Caracas zu beeinflussen, anstatt die Verwaltung Venezuelas zu übernehmen. Die USA wollen, dass Venezuela sich in eine bestimmte Richtung entwickelt, die sowohl für die venezolanische Bevölkerung als auch für die nationalen Interessen der USA vorteilhaft sei. Obwohl Rubio betonte, die USA bräuchten Venezuelas Öl nicht, da sie über ausreichend eigene Reserven verfügen, werde man nicht zulassen, dass die venezolanische Ölindustrie von "Gegnern der Vereinigten Staaten" kontrolliert werde.

Langfristige Perspektiven für Venezuelas Ölsektor

Am Mittwoch führten die USA Operationen zur Beschlagnahmung von zwei weiteren Öltankern durch, die mit Venezuela in Verbindung stehen – einer im Nordatlantik und der zweite in der Karibik. Damit haben die USA insgesamt vier Tanker festgesetzt, die dem Land zugeordnet sind.

Obwohl Präsident Trump angekündigt hat, dass US-Energieunternehmen eine zentrale Rolle bei der Wiederbelebung der venezolanischen Ölindustrie spielen würden, schätzen Experten gegenüber CBS News, dass es Jahre dauern würde, bis ausländische Ölunternehmen ihre Operationen dort aufbauen könnten. Rubio sieht in der aktuellen Situation eine lang erwartete Chance, Lateinamerika zugunsten Washingtons zu gestalten.

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