US-Streitkräfte intensivieren Kontrolle über Venezuelas Ölversorgung

US-Streitkräfte intensivieren Kontrolle über Venezuelas Ölversorgung

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US-Streitkräfte haben im Karibischen Meer einen fünften Öltanker beschlagnahmt, der mit Venezuela in Verbindung gebracht wird. Diese Operation ist Teil einer umfassenderen Anstrengung der US-Regierung, die globale Verteilung venezolanischer Ölprodukte zu kontrollieren, insbesondere nach der Absetzung von Präsident Nicolás Maduro. Die Maßnahmen zielen darauf ab, illegale Aktivitäten zu unterbinden und die Sicherheit in der westlichen Hemisphäre wiederherzustellen.

Die jüngste Beschlagnahmung: Die "Olina"

Am Freitag, dem 9. Januar 2026, bestätigte das U.S. Southern Command die Beschlagnahmung des Öltankers "Olina" durch US-Streitkräfte in der Karibik. Zwei US-Beamte bestätigten gegenüber CBS News, dass die Küstenwache, unterstützt von der Marine, den Tanker in einer Operation vor Tagesanbruch sicherstellte.

Marines und Matrosen, die vom Flugzeugträger USS Gerald R. Ford aus starteten, unterstützten das Department of Homeland Security bei dieser Mission. Das Southern Command veröffentlichte unklassifiziertes Filmmaterial in sozialen Medien, das die Landung eines US-Hubschraubers auf dem Schiff und die Durchsuchung des Decks durch US-Personal zeigte. "Wieder einmal haben unsere gemeinsamen behördenübergreifenden Kräfte heute Morgen eine klare Botschaft gesendet: 'Es gibt keinen sicheren Hafen für Kriminelle'", erklärte das U.S. Southern Command in einer Stellungnahme auf X.

Heimatschutzministerin Kristi Noem, die ein längeres Video der Beschlagnahmung teilte, bezeichnete die "Olina" als einen "Geisterflotten"-Tanker, der Venezuela verlassen hatte und "versuchte, den US-Streitkräften zu entgehen". Noem betonte: "Die Geisterflotten werden der Gerechtigkeit nicht entkommen. Sie werden sich nicht unter falschen Nationalitätsansprüchen verstecken. Die Küstenwache wird sanktionierte Öltanker beschlagnahmen, US-amerikanisches und internationales Recht durchsetzen und diese Finanzierungsströme für illegale Aktivitäten, einschließlich des Narko-Terrorismus, eliminieren."

Eine Serie von Tanker-Seizures

Die "Olina" ist der fünfte Tanker, der von US-Streitkräften im Rahmen dieser umfassenden Bemühungen beschlagnahmt wurde. Bereits am Mittwoch wurden zwei weitere Tanker abgefangen: einer im Nordatlantik und einer im Karibischen Meer.

Das U.S. European Command bestätigte die Beschlagnahmung der "Marinera", eines mit Venezuela verbundenen Öltankers, der zuvor als "Bella-1" bekannt war. Die "Marinera" wurde im Nordatlantik nach einer Verfolgung von der Küste Südamerikas aus sichergestellt. Sie wurde wegen Verstößen gegen US-Sanktionen und aufgrund eines Haftbefehls eines US-Bundesgerichts beschlagnahmt, nachdem sie von der USCGC Munro verfolgt worden war. Navy SEALs übernahmen den Tanker, unterstützt von Mitgliedern des 160th Special Operations Aviation Regiment, bekannt als "Night Stalkers". Die "Marinera" segelte unter russischer Flagge, war zuvor in Panama registriert und wurde von den USA wegen ihrer früheren Beteiligung am iranischen Ölhandel sanktioniert. Russland hatte ein U-Boot und andere Marineschiffe zur Eskorte des Tankers eingesetzt.

Das U.S. Southern Command gab bekannt, dass das andere abgefangene Schiff, die M/T "Sophia", im Karibischen Meer "illegale Aktivitäten" in internationalen Gewässern durchführte. Die "Sophia" führte eine kamerunische Flagge und verließ Venezuela mit Öl an Bord. Die USA stuften das Schiff als Verstoß gegen ihr Embargo gegen Venezuela ein. Die Küstenwache eskortierte das Schiff zur "endgültigen Verfügung" in die USA.

Zwei weitere Öltanker, die "Skipper" und die "Centuries", wurden bereits im Vormonat von US-Streitkräften beschlagnahmt. Heimatschutzministerin Kristin Noem beschrieb die Operationen als "aufeinanderfolgend" und "minutiös koordiniert", wobei die Schiffe entweder zuletzt in Venezuela angedockt oder auf dem Weg dorthin gewesen seien.

Die "Schattenflotte" und US-Sanktionen

Schiffe wie die "Marinera" sind Teil einer sogenannten "Schattenflotte" von Schiffen, die illegal Öl aus sanktionierten Nationen wie Russland, Iran und Venezuela transportieren. Die US-Regierung sieht in diesen Flotten eine Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der westlichen Hemisphäre.

Die "Marinera" hatte wochenlang versucht, der Küstenwache zu entgehen, indem sie sogar ihre Flagge wechselte und einen neuen Namen auf den Rumpf malte, um der Justiz zu entkommen. Die "Bella-1" wurde 2024 von den USA sanktioniert, weil sie angeblich Fracht für ein Unternehmen schmuggelte, das mit der libanesischen militanten Gruppe Hisbollah in Verbindung steht.

Die Strategie der US-Regierung

Die Beschlagnahmungen der Tanker spiegeln die Entschlossenheit der Trump-Regierung wider, ein bestehendes Ölembargo gegen Venezuela durchzusetzen. Präsident Trump hatte zugesagt, die USA würden das Land "führen". Nach der Absetzung von Präsident Nicolás Maduro beabsichtigt die Regierung, die Verteilung der venezolanischen Ölprodukte weltweit zu kontrollieren.

Das Energieministerium erklärte, dass "nur Öl, das in und aus Venezuela transportiert wird", über genehmigte Kanäle erfolgen werde, die mit US-Recht und nationalen Sicherheitsinteressen im Einklang stehen. Diese Kontrolle über die weltweit größten nachgewiesenen Rohölreserven könnte der Trump-Regierung einen erheblichen Einfluss auf die globalen Ölpreise ermöglichen.

Außenminister Marco Rubio schlug vor, dass das von den USA beschlagnahmte Öl als Teil eines Deals verkauft werden könnte, bei dem Venezuela bis zu 50 Millionen Barrel Öl an die USA liefern würde. Verteidigungsminister Pete Hegseth äußerte auf sozialen Medien, dass der illegale Transport von venezolanischem Öl einem "Diebstahl am venezolanischen Volk" gleichkomme und deutete an, dass die Beschlagnahmungen gegen alle Exporte fortgesetzt würden, die nicht von den Vereinigten Staaten genehmigt sind.

Internationale Reaktionen und venezolanische Vorwürfe

Präsident Maduro hat die US-Vorwürfe bezüglich der Nutzung der Schiffe zurückgewiesen und beschuldigt die USA, venezolanische Ressourcen unter dem Deckmantel der Strafverfolgung zu plündern.

Russland reagierte ebenfalls auf die Beschlagnahmung der "Marinera". Das russische Verkehrsministerium erklärte auf Telegram, dass es die "anomale Situation, die sich um den russischen Öltanker Marinera entwickelt hat, mit Besorgnis verfolgt". Das Ministerium fügte hinzu, dass "seit mehreren Tagen ein Schiff der US-Küstenwache die Marinera verfolgt, obwohl unser Schiff etwa 4.000 km von der amerikanischen Küste entfernt ist." Moskau verurteilte die Beschlagnahmung und betonte, dass "kein Staat das Recht hat, Gewalt gegen Schiffe anzuwenden, die ordnungsgemäß in den Jurisdiktionen anderer Staaten registriert sind."

Finanzielle Implikationen und Kontrolle des Ölmarktes

Die Kontrolle über Venezuelas Ölversorgung birgt potenziell enorme finanzielle Gewinne. Die US-Regierung hat erklärt, dass alle finanziellen Erträge, die durch die Kontrolle des Wiederaufbaus der venezolanischen Ölindustrie erzielt werden, "zum Nutzen des amerikanischen Volkes und des venezolanischen Volkes nach Ermessen der Regierung der Vereinigten Staaten" verwendet werden.

Mark Montgomery, ein pensionierter Konteradmiral der Marine und Senior Fellow bei der Foundation for Defense of Democracies, kommentierte die Situation mit den Worten: "Präsident Trump, zumindest in Bezug auf die Ölverteilung, führt Venezuela." Die aggressive behördenübergreifende Anstrengung zur Beschlagnahmung von Schiffen, die die US-Blockade umgehen wollen, wird durch eine signifikante Präsenz von Kriegsschiffen in der Karibik untermauert.

Erwähnte Persönlichkeiten