US-Studentenkredite: SAVE-Plan endet, Millionen müssen Zahlungen wieder aufnehmen

US-Studentenkredite: SAVE-Plan endet, Millionen müssen Zahlungen wieder aufnehmen

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Millionen von US-Studentenkreditnehmern, die im SAVE-Rückzahlungsplan eingeschrieben waren, müssen sich auf grundlegende Änderungen einstellen. Das Bildungsministerium hat angekündigt, dass diese Kreditnehmer neue Rückzahlungspläne wählen und ihre Zahlungen wieder aufnehmen müssen, nachdem der SAVE-Plan gerichtlich aufgehoben wurde. Dies markiert eine signifikante Wende in der US-Studentenfinanzierungspolitik unter der Trump-Administration.

Ende des SAVE-Plans und Zahlungsbeginn

Das US-Bildungsministerium hat bekannt gegeben, dass rund 7 Millionen Kreditnehmer, die im SAVE-Plan (Saving on a Valuable Education) eingeschrieben sind, aufgefordert werden, neue Rückzahlungspläne zu wählen und ihre Zahlungen wieder aufzunehmen. Ab dem 1. Juli werden die Kreditdienstleister die betroffenen Kreditnehmer benachrichtigen und ihnen eine Frist von 90 Tagen einräumen, um einen neuen Plan auszuwählen. Wer keine Wahl trifft, wird automatisch in einen Standard-Rückzahlungsplan überführt.

Das Ministerium betont, dass die 90-Tage-Frist den Kreditnehmern ausreichend Zeit gibt, "Rückzahlungsoptionen zu prüfen, die ihren Bedürfnissen am besten entsprechen und entsprechend zu planen." Kreditnehmer können sich jederzeit an ihren Dienstleister wenden, um in einen rechtmäßigen Rückzahlungsplan zu wechseln, auch vor Ablauf der individuellen Frist.

Hintergrund des SAVE-Plans

Der SAVE-Plan wurde von der ehemaligen Regierung unter Präsident Joe Biden eingeführt, um Kreditnehmern günstigere monatliche Zahlungen und einen kürzeren Weg zur Darlehensvergebung zu ermöglichen. Er bot großzügigere Konditionen als bestehende Pläne, reduzierte monatliche Zahlungen auf bis zu 5 % des diskretionären Einkommens und sah eine Vergebung für Kreditnehmer vor, die mindestens 10 Jahre lang Zahlungen leisteten und ursprünglich 12.000 US-Dollar oder weniger geliehen hatten.

Seit dem Sommer 2024 war der Plan aufgrund von Rechtsstreitigkeiten blockiert, und die betroffenen Kreditnehmer waren nicht verpflichtet, monatliche Zahlungen zu leisten. Allerdings begannen die Schuldsalden nach einer Gerichtsentscheidung im letzten Sommer, die die Umsetzung des SAVE-Plans blockierte, Zinsen anzusammeln.

Die Rolle der Trump-Administration

Ein Bundesrichter hat kürzlich einem Vergleich zwischen Präsident Donald Trump und dem Bundesstaat Missouri, einem der Kläger in den Rechtsstreitigkeiten, zugestimmt, der die vollständige Abschaffung des SAVE-Plans ermöglicht. Zuvor hatte das US-Berufungsgericht für den 8. Bezirk den SAVE-Plan bereits in diesem Monat für ungültig erklärt. Dieser Vergleich erlaubte es der Administration, den SAVE-Plan vorzeitig zu beenden und Kreditnehmer in neue Pläne zu überführen.

Nicholas Kent, der Unterstaatssekretär für Bildung, erklärte in einer Stellungnahme, dass die Kreditnehmer in der kommenden Woche weitere Anweisungen erhalten werden. Kent kommentierte die Politik der Trump-Administration mit den Worten: "Seit Jahren sind Kreditnehmer in einem verwirrenden Kreislauf der Unsicherheit gefangen, aber die Politik der Trump-Administration ist einfach: Wer einen Kredit aufnimmt, muss ihn zurückzahlen." Er fügte hinzu: "Die Tage der unrechtmäßigen Darlehensvergebung sind hinter uns."

Neue Rückzahlungsoptionen und Fristen

Kreditnehmer, die zuvor im SAVE-Plan waren, haben die Möglichkeit, sich für den neuen Repayment Assistance Plan anzumelden. Dieser Plan wird jedoch als "weniger großzügig als bestehende Pläne" beschrieben und sieht eine Entlastung erst nach 30 Jahren vor. Experten gehen davon aus, dass die meisten Kreditnehmer nach dem Ende des SAVE-Plans mit höheren monatlichen Zahlungen rechnen müssen. Dies liegt unter anderem daran, dass andere einkommensbasierte Rückzahlungspläne weniger großzügige Formeln zur Einkommensberechnung verwenden.

Darüber hinaus werden die Zahlungen höher ausfallen, wenn das Einkommen der Kreditnehmer seit der ursprünglichen Einschreibung gestiegen ist, selbst wenn dies nur der Inflation geschuldet ist. Die Kreditdienstleister werden die Kreditnehmer gestaffelt kontaktieren, wobei alle zwei Wochen eine neue Gruppe benachrichtigt wird. Diejenigen, die am längsten im SAVE-Plan eingeschrieben waren, erhalten die ersten Mitteilungen.

Änderungen bei Studienkrediten ab 2026

Die "One Big Beautiful Bill Act" (OBBBA), die auch als Trumps "big beautiful" Ausgabengesetzgebung bekannt ist, bringt ab dem 1. Juli 2026 weitreichende Änderungen für Studienkredite und Rückzahlungsoptionen mit sich. Diese Änderungen betreffen sowohl neue Kredite als auch bereits aufgenommene Darlehen.

Wichtige Neuerungen umfassen:

  • Grundständige Studiengänge: Die jährlichen Darlehensbeträge können sich ändern und werden proportional zum Einschreibungsstatus (z.B. halbtags) berechnet. Hochschulen können zudem eigene programmspezifische Kreditlimits festlegen.
  • Parent PLUS Loans: Für neue Parent PLUS Loan-Kreditnehmer gelten neue Obergrenzen von 20.000 US-Dollar pro Jahr pro abhängigem Studenten und ein lebenslanges Gesamtlimit von 65.000 US-Dollar pro Student. Aktuell können Eltern bis zur vollen Höhe der Studienkosten leihen. Eine Übergangsregelung erlaubt es Eltern, die bereits vor dem 1. Juli 2026 einen Parent PLUS Loan aufgenommen haben, weiterhin nach den alten Regeln zu leihen.
  • Grad PLUS Loans: Diese werden für Studenten, die sich nach dem 1. Juli 2026 in Graduiertenprogrammen einschreiben, abgeschafft. Eine Übergangsregelung gilt für aktuelle Graduiertenstudenten, die vor diesem Datum einen Federal Direct Loan aufgenommen haben.
  • Direct Unsubsidized Loans: Neue Definitionen für "graduate students" und "professional students" werden eingeführt. Graduiertenstudenten können bis zu 20.500 US-Dollar jährlich (maximal 100.000 US-Dollar lebenslang) leihen, während professionelle Studenten bis zu 50.000 US-Dollar jährlich (maximal 200.000 US-Dollar lebenslang) leihen können. Zu den professionellen Studiengängen gehören unter anderem Pharmazie, Zahnmedizin, Rechtswissenschaften und Medizin.

Empfehlungen für betroffene Kreditnehmer

Angesichts der bevorstehenden Änderungen raten Experten den betroffenen Kreditnehmern, proaktiv zu handeln. Kate Wood, eine Kreditspezialistin von NerdWallet, empfiehlt als ersten Schritt, sich auf den Websites studentaid.gov und des jeweiligen Kreditdienstleisters anzumelden. Dort sollten Kreditnehmer den Status ihres Darlehens überprüfen und sicherstellen, dass alle Kontaktinformationen aktuell sind.

Es ist entscheidend, dass die Kommunikationswege offen sind, da das Bildungsministerium und die Dienstleister ihre Aufgabe als erledigt betrachten, sobald Informationen versendet wurden, unabhängig davon, ob diese den Kreditnehmer erreichen. Auf der Regierungswebsite können Kreditnehmer zudem den Darlehenssimulator nutzen, um verschiedene Rückzahlungsoptionen zu vergleichen und die für sie beste Wahl zu treffen.

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