US-Studienkredite: Tausende warten auf Schuldenerlass, SAVE-Plan vor dem Aus

US-Studienkredite: Tausende warten auf Schuldenerlass, SAVE-Plan vor dem Aus

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Tausende von US-Studienkreditnehmern sehen sich mit erheblichen Unsicherheiten konfrontiert. Während über 800.000 Anträge auf einkommensbasierte Rückzahlungspläne (IDR) noch auf Genehmigung warten, stehen ab 2026 weitreichende Änderungen bei den Rückzahlungsbedingungen und steuerlichen Regelungen bevor. Auch der beliebte SAVE-Plan und die Bearbeitung von "Borrower Defense"-Anträgen sind von aktuellen Gerichtsentscheidungen und Verhandlungen betroffen.

Tausende warten auf Schuldenerlass

Das US-Bildungsministerium (DoE) hat in einer Gerichtsakte vom 30. November bekannt gegeben, dass noch 802.730 Anträge für einkommensbasierte Rückzahlungspläne (IDR) ausstehen. Diese Verzögerungen sind Teil eines Rechtsstreits mit der American Federation of Teachers (AFT), die dem Ministerium vorwarf, die Bearbeitung zu verzögern und Kreditnehmern die zustehende Entlastung vorzuenthalten.

Im November wurden die Darlehen von 170 Kreditnehmern, die sich in IDR-Plänen befanden, sowie 280 Darlehen für Personen, die ihre Zahlungen im Rahmen des Public Service Loan Forgiveness (PSLF)-Programms abgeschlossen hatten, erlassen. Trotz dieser Fortschritte bleibt unklar, wie schnell das Ministerium die verbleibenden Anträge bearbeiten und den Schuldenerlass für qualifizierte Kreditnehmer gewähren wird.

Wichtige Änderungen ab 2026

Ab Juli 2026 treten bedeutende Änderungen bei der Rückzahlung von Studienkrediten in Kraft, die durch die von Präsident Donald Trump unterzeichnete Gesetzgebung eingeführt wurden. Diese umfassen einen neuen Rückzahlungsplan, Kreditlimits für Graduierten-, Berufs- und Elterndarlehen sowie Anpassungen der PSLF-Berechtigung.

Zudem laufen steuerliche Änderungen aus: Eine Bestimmung des American Rescue Plan von 2021, die den Schuldenerlass steuerfrei machte, endet im Januar 2026. Dies bedeutet, dass Kreditnehmer, die 2026 die erforderliche Anzahl von Zahlungen für einen Schuldenerlass erreichen, möglicherweise Tausende von Dollar an Steuern zahlen müssen. Das DoE hat jedoch bestätigt, dass Kreditnehmer, die ihre Zahlungsschwelle vor 2026 erreicht, aber ihren Erlass noch nicht genehmigt bekommen haben, keine Steuern zahlen müssen. Jennifer Oakes, eine 41-jährige Kreditnehmerin, äußerte sich besorgt: "Mein allgemeines Gefühl ist Angst und Nervosität, weil wir wirklich nicht wissen, was passieren wird."

Steuerfreie Schuldenerlasse sichern

Für Kreditnehmer, die sich 2025 für einen Schuldenerlass qualifiziert haben, besteht weiterhin die Möglichkeit, diesen steuerfrei zu erhalten, auch wenn die Bearbeitung erst 2026 erfolgt. Das DoE hat die Bearbeitung steuerfreier Schuldenerlasse für die meisten einkommensbasierten Rückzahlungspläne wieder aufgenommen.

Um die Steuerfreiheit zu gewährleisten, sollten Kreditnehmer folgende Schritte unternehmen:

  • Rückzahlungsplan überprüfen: Das DoE bearbeitet steuerfreie Schuldenerlasse für Income-Based Repayment (IBR), Pay As You Earn (PAYE) und Income-Contingent Repayment (ICR).
  • SAVE-Plan-Kreditnehmer: Der Saving for a Valuable Education (SAVE)-Plan ist aufgrund laufender Klagen blockiert, und Zahlungen zählen derzeit nicht für den Schuldenerlass. Kreditnehmer, die vor Beginn der Stundungsperiode die Zahlungsschwelle erreicht haben, können bis zum 31. Dezember 2025 einen Wechsel zu IBR, ICR oder PAYE beantragen, um einen steuerfreien Erlass zu erhalten.
  • Zahlungsanzahl verifizieren: Kreditnehmer sollten ihren Kreditgeber kontaktieren, um zu überprüfen, ob sie die erforderlichen 240 oder 300 Monatszahlungen bis 2025 geleistet haben, die für einen steuerfreien Schuldenerlass qualifizieren.

Unsicherheit um den SAVE-Plan

Der 2023 eingeführte SAVE-Plan, der als die günstigste Rückzahlungsoption galt, ist durch eine Klage des Bundesstaates Missouri vorübergehend blockiert. Am 9. Dezember 2025 gab das Bildungsministerium bekannt, dass es einer Einigung zugestimmt hat, die vorsieht, die SAVE-Regeln weitgehend aufzuheben.

Die vorgeschlagene Einigung, die noch der gerichtlichen Genehmigung bedarf, beinhaltet folgende Punkte:

  • Das DoE wird keine neuen Anmeldungen für den SAVE-Plan (oder den Vorgänger REPAYE) zulassen und ausstehende Anträge ablehnen.
  • Bestehende SAVE-Kreditnehmer sollen in andere Rückzahlungspläne überführt werden.
  • Es wird kein Schuldenerlass über den SAVE-Plan oder REPAYE gewährt.
  • Die meisten Bestimmungen der 2023 erlassenen Rückzahlungsregeln, die den SAVE-Plan schufen, werden aufgehoben. Eine Ausnahme bildet eine Bestimmung, die bestimmte Stundungen und Nachsichten als qualifizierende Zeit für den Schuldenerlass in einkommensbasierten Rückzahlungsplänen anrechnet.
  • Das DoE wird in den nächsten zehn Jahren Missouri benachrichtigen, wenn es plant, mehr als 10 Milliarden US-Dollar an Bundesschuldendarlehen innerhalb eines Monats zu erlassen.

Das DoE hat bereits im Frühjahr 2025 die Anmeldung für den SAVE-Plan eingestellt. Die endgültige Umsetzung der Einigung hängt von der gerichtlichen Genehmigung ab.

Fortschritte bei "Borrower Defense"-Anträgen

Ein Bundesrichter hat kürzlich den Antrag des US-Bildungsministeriums auf eine 18-monatige Verlängerung der Frist für Entscheidungen über "Borrower Defense"-Anträge abgelehnt. Diese Entscheidungen waren ursprünglich bis Ende Januar fällig. Die betroffenen Kreditnehmer gehören zur letzten von drei Gruppen, die unter einem wegweisenden Vergleich von 2022 fallen. Dieser Vergleich sollte eine Sammelklage beilegen, die dem Ministerium vorwarf, die Bearbeitung von "Borrower Defense"-Anträgen zu verzögern.

US-Bezirksrichter William Alsup lehnte eine Verlängerung für Kreditnehmer ab, die eine von 151 Institutionen besucht hatten, bei denen das DoE "erhebliche Fehlverhaltensanzeichen" festgestellt hatte. Für andere Kreditnehmer verlängerte Alsup die Frist für das DoE bis zum 15. April. Die Klage Sweet v. McMahon, die 2019 eingereicht wurde, zielte darauf ab, Kreditnehmern, die von ihren Hochschulen betrogen wurden, Schuldenerlass zu ermöglichen. Etwa 80 % der "Borrower Defense"-Anträge der letzten Gruppe betreffen die 151 genannten Institutionen.

Erwähnte Persönlichkeiten