US verschärft Sanktionen: Ende der Öl-Ausnahmen für Iran und Russland

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Die USA haben Berichten zufolge ihre Ausnahmegenehmigungen für Sanktionen gegen iranisches und russisches Öl nicht verlängert, was eine Verschärfung der Gangart gegenüber beiden Ländern signalisiert. Gleichzeitig intensiviert das US-Finanzministerium seine Bemühungen, illegale Finanzflüsse an den Iran zu unterbinden, indem es Banken in mehreren Regionen ins Visier nimmt.

Ende der Ölsanktionsausnahmen für Iran und Russland

Die Vereinigten Staaten haben entschieden, die Ausnahmegenehmigungen für Sanktionen gegen iranisches und russisches Öl nicht zu erneuern. Eine 30-tägige Ausnahmeregelung für iranisches Öl, das sich derzeit auf See befindet und diese Woche auslaufen sollte, wird nicht verlängert, wie Reuters am Dienstag berichtete. Eine ähnliche Ausnahmegenehmigung für russische Ölsanktionen wurde zudem diskret über das Wochenende auslaufen lassen.

Diese Schritte sind Teil eines strengeren Ansatzes der USA. Die Trump-Regierung hatte bereits eine Politik des "maximalen Drucks" auf den Iran ausgeübt, begründet durch dessen Atomprogramm und die Unterstützung militanter Gruppen im Nahen Osten.

US-Finanzministerium verschärft Druck auf Banken wegen Iran-Finanzflüssen

Parallel zur Beendigung der Ölsanktionsausnahmen hat das US-Finanzministerium am Dienstag den Druck auf Regierungen erhöht, die Banken beherbergen, welche mutmaßlich Gelder an den Iran weiterleiten. Es wurden Schreiben an Behörden in China, Hongkong, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Oman gesandt, in denen Institutionen identifiziert wurden, die mit illegalen iranischen Finanzaktivitäten in Verbindung stehen.

Diese Maßnahmen folgen den Erkenntnissen des Finanzministeriums, wonach der Iran im Jahr 2024 mindestens 9 Milliarden US-Dollar über US-Korrespondenzkonten bewegt hat. Dies geschah unter Verwendung von Tarnfirmen, insbesondere in Hongkong, den VAE und anderen Jurisdiktionen. Das Weiße Haus reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von Benzinga zur Stellungnahme.

Hintergrund und Kritik an den Ausnahmen

Eine frühere Ausnahmegenehmigung des Finanzministeriums vom 20. März hatte es ermöglicht, etwa 140 Millionen Barrel Öl auf die globalen Märkte zu bringen. Dies trug laut Finanzminister Scott Bessent dazu bei, den Druck auf die Energieversorgung während des Iran-Konflikts zu mindern.

Gesetzgeber beider Parteien hatten die Sanktionsausnahmen kritisiert und argumentiert, dass sie den Volkswirtschaften des Iran und Russlands zugutekämen. Quellen teilten Reuters mit, dass die USA strengere Maßnahmen verhängen könnten, einschließlich Sekundärsanktionen gegen Institutionen, die illegale Geschäfte mit dem Iran tätigen.

Auswirkungen auf den Ölmarkt

Die jüngsten Entwicklungen könnten potenziell Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte haben. Brent Rohöl notierte am 4:15 Uhr ET 0,23 % niedriger bei 94,57 US-Dollar pro Barrel.

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