US verstärkt Militär im Nahen Osten, Trump signalisiert "Abbau" – Ölpreise steigen

US verstärkt Militär im Nahen Osten, Trump signalisiert "Abbau" – Ölpreise steigen

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Die Vereinigten Staaten entsenden weitere Kriegsschiffe und rund 2.500 zusätzliche Marines in den Nahen Osten, während Präsident Donald Trump auf sozialen Medien einen möglichen "Abbau" der Militäroperationen in der Region in Betracht zieht. Diese gemischten Botschaften folgen auf einen erneuten Anstieg der Ölpreise, der den US-Aktienmarkt belastete, und inmitten anhaltender militärischer Auseinandersetzungen.

Militärische Eskalation im Nahen Osten

Die USA verstärken ihre militärische Präsenz im Nahen Osten erheblich. Drei weitere amphibische Angriffsschiffe – darunter die USS Boxer – sowie etwa 2.500 zusätzliche Marines der 11. Marine Expeditionary Unit werden in die Region entsandt. Diese Schiffe sind von ihrem Heimathafen San Diego aus unterwegs. Bereits Tage zuvor wurde eine weitere Gruppe amphibischer Angriffsschiffe, darunter die USS Tripoli und die USS New Orleans, mit 2.500 Marines aus dem Pazifik in den Nahen Osten umgeleitet. Die neuen Kräfte schließen sich den über 50.000 US-Truppen an, die bereits in der Region stationiert sind. Das Pentagon hat zudem eine Anfrage für weitere 200 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung des Krieges an den Kongress gerichtet.

Widersprüchliche Signale aus Washington

Präsident Donald Trump äußerte sich auf sozialen Medien zu den militärischen Bemühungen der USA. Er schrieb: „Wir sind sehr nahe daran, unsere Ziele zu erreichen, während wir einen Abbau unserer großen militärischen Anstrengungen im Nahen Osten in Betracht ziehen.“ Diese Aussage steht im Widerspruch zur angekündigten Verstärkung der Militärpräsenz und der Forderung nach zusätzlichen Kriegsgeldern. Trump hat zwar erklärt, keine Bodentruppen in den Iran entsenden zu wollen, behält sich jedoch alle Optionen vor.

Irans Vergeltung und globale Drohungen

Der Krieg im Nahen Osten zeigt keine Anzeichen eines Abklingens. Israel berichtete von anhaltendem Raketenbeschuss durch den Iran, während Saudi-Arabien in seiner östlichen Region, wo sich wichtige Ölanlagen befinden, 20 Drohnen innerhalb weniger Stunden abfing. Diese Angriffe erfolgten einen Tag nach israelischen Luftangriffen auf Teheran, während die Iraner das persische Neujahrsfest Nowruz feierten.

Der Iran hat seine Angriffe auf seine Golfnachbarn verstärkt, seit Israel sein riesiges Offshore-Erdgasfeld South Pars bombardierte. Gleichzeitig hält der Iran die Schifffahrt in der Straße von Hormus, einer strategischen Wasserstraße, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, unter Kontrolle. General Abolfazl Shekarchi, der oberste Militärsprecher des Iran, warnte, dass „Parks, Erholungsgebiete und Touristenziele“ weltweit für die Feinde des Landes nicht sicher sein würden, was Bedenken hinsichtlich militanter Angriffe außerhalb des Nahen Ostens aufkommen lässt. Der Oberste Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei lobte die Standhaftigkeit der Iraner. Khamenei wurde nicht öffentlich gesehen, seit er nach israelischen Angriffen, die seinen Vater, Ayatollah Ali Khamenei, töteten und ihn Berichten zufolge verwundeten, Oberster Führer wurde.

Wirtschaftliche Auswirkungen und Ölpreise

Die Eskalation des Konflikts hat erhebliche wirtschaftliche Folgen. Der Preis für Brent-Rohöl, der internationale Standard, ist während der Kämpfe auf rund 108 US-Dollar pro Barrel gestiegen, verglichen mit etwa 70 US-Dollar vor Kriegsbeginn. Die USA haben angekündigt, Sanktionen gegen iranisches Öl, das ab Freitag auf Schiffe verladen wird, vorübergehend aufzuheben. Diese Maßnahme, die bis zum 19. April befristet ist, soll die steigenden Kraftstoffpreise eindämmen. Die Lizenz beinhaltet jedoch Einschränkungen, wie ein Verbot von Verkäufen an Nordkorea oder Kuba. US-Finanzminister Scott Bessent hatte dies zuvor vorgeschlagen, um zu verhindern, dass China der alleinige Nutznießer iranischen Öls wird. Es wird jedoch erwartet, dass diese Maßnahme den Produktionsfluss nicht erhöht, was ein zentraler Faktor für die hohen Preise ist, da der Iran US-Sanktionen seit Jahren umgeht und ein Großteil seiner Exporte bereits Käufer erreicht.

Humanitäre Lage und Opferzahlen

Die militärischen Auseinandersetzungen haben tragische Folgen für die Zivilbevölkerung. Nach Angaben der libanesischen Regierung wurden mehr als 1 Million Menschen durch israelische Angriffe auf Hisbollah-Milizen im Libanon vertrieben, wobei über 1.000 Menschen getötet wurden. Im Iran sind während des Krieges mehr als 1.300 Menschen ums Leben gekommen. In Israel wurden 15 Menschen durch iranische Raketen getötet, und vier weitere starben im besetzten Westjordanland. Zudem wurden mindestens 13 US-Militärangehörige getötet.

Erwähnte Persönlichkeiten