US-Wahl 2028: Vance, Newsom & Rubio – Prädiktionsmärkte zeigen Favoriten

US-Wahl 2028: Vance, Newsom & Rubio – Prädiktionsmärkte zeigen Favoriten

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Die US-Präsidentschaftswahlen 2028 liegen noch in der Ferne, doch Prädiktionsmärkte geben bereits einen frühen Einblick in die Favoriten. Vizepräsident J.D. Vance führt das Feld der möglichen Kandidaten an, während Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom bei den Demokraten die höchste Wahrscheinlichkeit aufweist. Diese frühen Prognosen basieren auf Wettdaten von Plattformen wie Kalshi und Polymarket.

Vance führt das Feld an

Laut Daten von Kalshi, einer staatlich autorisierten Wettplattform, wurden bereits über 8,5 Millionen US-Dollar auf den Vertrag "Nächster US-Präsidentschaftswahlgewinner?" gesetzt. J.D. Vance, der aktuelle Vizepräsident, führt das Rennen mit einer Wahrscheinlichkeit von 28 % an, die Präsidentschaftswahlen 2028 zu gewinnen. Eine andere Quelle von Kalshi gibt seine Wahrscheinlichkeit mit 27 % an, während Polymarket ihn bei 30 % sieht.

Vance hat seine Position als Spitzenreiter seit der Eröffnung des Marktes kurz nach der Wahl 2024 gehalten und seine Chancen in den letzten Wochen sogar leicht erhöht. Für den republikanischen Nominierungsprozess 2028 wird Vance mit einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 48 % als klarer Favorit gehandelt. Dies signalisiert, dass der Markt ihn als den "Erben" der MAGA-Bewegung betrachtet.

Newsom als Top-Demokrat

Gouverneur Gavin Newsom aus Kalifornien liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 % (Kalshi) bzw. 19 % (andere Kalshi-Quelle) dicht hinter Vance. Er ist damit der führende Kandidat auf demokratischer Seite. Newsom hat in den letzten Monaten einen deutlichen Aufstieg in den Prädiktionsmärkten erlebt, wobei seine impliziten Wettquoten von +1400 auf +426 gestiegen sind. Polymarket listet ihn bei 18 %.

Der ehemalige Mitarbeiter der Trump-Administration, Anthony Scaramucci, hat angedeutet, Gavin Newsom für die Präsidentschaftswahl 2028 unterstützen zu können, obwohl er selbst republikanische Wurzeln hat und Trump offen kritisiert. Auf demokratischer Seite werden auch Alexandria Ocasio-Cortez (6 % bei Kalshi, 8 % bei Polymarket) und Pete Buttigieg (4 % bei Kalshi) als mögliche Kandidaten genannt.

Rubio steigt nach Venezuela-Einsatz

US-Außenminister Marco Rubio liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 % (Kalshi) bzw. 11 % (andere Kalshi-Quelle) an dritter Stelle im Gesamtranking. Seine Aussichten haben sich nach den dramatischen Ereignissen in Venezuela, bei denen das US-Militär Diktator Nicolas Maduro stürzte, mehr als verdoppelt. Rubios Wahrscheinlichkeit stieg laut Polymarket von 4 % im Vormonat auf 9 % am Montagmorgen.

Rubio spielte eine zentrale Rolle bei der Operation, die von Präsident Donald Trump genehmigt wurde. Bei einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago, bei der Trump von Rubio und anderen hochrangigen Beamten flankiert wurde, warnte Rubio: "Spielen Sie keine Spielchen mit diesem Präsidenten im Amt, denn es wird nicht gut ausgehen." Rubio, der in Miamis antikommunistischer kubanischer Expatriate-Gemeinschaft aufwuchs, hat sich lange für einen Regimewechsel in Venezuela und Kuba eingesetzt.

Das republikanische Erbe und die Trump-Ära

Donald Trump befindet sich fast ein Jahr im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit. Die Aufmerksamkeit richtet sich langsam auf die Präsidentschaftswahl 2028. J.D. Vance wird als "no-brainer favorite" (klarer Favorit) angesehen, nicht nur wegen seiner Position als Vizepräsident, sondern auch, weil er als ideologischer Nachfolger der MAGA-Bewegung gilt. Trump hat die Republikanische Partei übernommen, und es wird erwartet, dass viele die "Trumpism"-Ideologie nach seinem Abgang aus der Politik festigen wollen.

Das Wall Street Journal berichtete im letzten Sommer, dass Trump Vance und Rubio gegeneinander ausgespielt hat, indem er sie fragte: "Wer von euch wird an der Spitze des Tickets stehen? Ich dachte früher, es wäre Vance-Rubio, aber vielleicht wird es Rubio-Vance." Marco Rubio wird als "Sicherheitsventil" des Establishments betrachtet, falls Vance straucheln sollte.

Kalifornische Politik: Newsom und die Milliardärssteuer

Während Gouverneur Gavin Newsom seine Präsidentschaftsambitionen verfolgt, ist er in Kalifornien in eine hitzige Debatte um eine vorgeschlagene Milliardärssteuer verwickelt. Diese Maßnahme würde Kalifornier und Trusts mit über 1 Milliarde US-Dollar Vermögen betreffen und könnte im November zur Abstimmung stehen. Newsom hat den Vorschlag öffentlich verurteilt, während der progressive Senator Bernie Sanders ihn befürwortet.

Die Befürworter argumentieren, dass die Einnahmen benötigt werden, um massive Kürzungen der Bundesmittel für das Gesundheitswesen auszugleichen, die Präsident Trump im Sommer unterzeichnete. Gegner warnen, dass die Steuer Innovationen ersticken und einen Exodus wohlhabender Unternehmer aus dem Staat auslösen könnte. Thad Kousser, Professor für Politikwissenschaft an der UC San Diego, merkt an, dass der Impuls, extrem Reiche zum Teilen ihres Reichtums zu zwingen, natürlich sei, aber oft mit der Realität der Anti-Steuer-Traditionen und Bedenken hinsichtlich der Unterdrückung des Unternehmertums kollidiert.

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