
US-Weihnachtsgeschäft: Rabatte locken Konsumenten trotz Vertrauensverlust
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US-Verbraucher zeigten sich im Weihnachtsgeschäft ausgabefreudig, allerdings nur, wenn attraktive Angebote lockten. Dies geschah trotz eines Rückgangs des Verbrauchervertrauens und anhaltender Sorgen über hohe Preise. Stephen Yalof, CEO von Tanger, hob hervor, dass Einzelhändler mit Rabatten auf die Konsumentenbedürfnisse reagierten und diese wiederum mit Einkäufen antworteten.
Rabatte treiben das Weihnachtsgeschäft an
Laut Stephen Yalof, CEO von Tanger, sind Rabatte der Schlüssel zum Erfolg im aktuellen Einzelhandelsumfeld. "Einzelhändler gewähren Rabatte, um den Verbrauchern entgegenzukommen, und die Verbraucher reagieren mit Einkäufen", erklärte Yalof gegenüber CNBC. Tanger selbst ist bestrebt, Zugang zu Premium-Marken zu Preisen zu bieten, die durchweg attraktiv erscheinen.
Die Einzelhändler im Outlet-Portfolio des Unternehmens setzten während der Feiertage stark auf Promotionen. Dies trug dazu bei, sowohl die Kundenfrequenz als auch die Umsätze aufrechtzuerhalten. Yalof beschrieb die Kundenfrequenz in den Tanger Outlet Centern als "stark", mit vollen Parkplätzen und stetiger Aktivität im November und Dezember. Er merkte an, dass Kunden Produkte zu einem Wertpreis kaufen möchten, selbst wenn der volle Preis über ihrem gewünschten Ausgabepunkt liegt.
Resiliente Konsumenten trotz Preisangst
Yalofs Kommentare, dass der Kunde "sehr widerstandsfähig" sei und "ausgeben möchte", stehen im Einklang mit neuen Daten, die zeigen, dass Konsumenten mehr ausgeben, als ihre Vertrauenswerte vermuten lassen. Laut vorläufigen Daten von Visa, die am Dienstag veröffentlicht wurden, stiegen die US-Einzelhandelsausgaben im Weihnachtsgeschäft (ab dem 1. November) im Jahresvergleich um 4,2 %, vor Inflationsbereinigung.
Der Bericht von Visa zeigte zudem, dass der stationäre Handel 73 % der Ausgaben ausmachte. Das Online-Geschäft trieb jedoch das Wachstum an und verzeichnete einen Anstieg von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltende Bedeutung beider Kanäle für den US-Einzelhandel.
Sinkendes Verbrauchervertrauen und die Rolle der Preise
Gleichzeitig bleibt die Stimmung der Verbraucher gedämpft. Das Verbrauchervertrauen schwächte sich im Dezember ab, da die Amerikaner zunehmend besorgt über anhaltend hohe Preise und die Auswirkungen der weitreichenden Zölle von Präsident Donald Trump waren. Der Consumer Confidence Index des Conference Board fiel am Dienstag um 3,8 Punkte auf 89,1, nach einem nach oben korrigierten Wert von 92,9 im November.
Dieser Wert nähert sich dem Niveau von 85,7, das im April erreicht wurde, als die Regierung umfassende Importzölle für US-Handelspartner einführte. Eine kürzlich veröffentlichte CNBC All-America Economic Survey ergab zudem, dass 41 % der Amerikaner planten, in dieser Weihnachtszeit weniger auszugeben. Dies ist ein Anstieg um 6 Punkte gegenüber dem Vorjahr, da höhere Preise weiterhin beeinflussen, wo und wie Verbraucher einkaufen.
Ausblick: Einzelhandel setzt auf stationäre Präsenz
Mit Blick auf das Jahr 2026 zeigte sich Yalof zuversichtlich hinsichtlich der Nachfrage. Er betonte, dass Einzelhändler weiterhin auf physische Geschäfte setzen. "Einzelhändler wollen Geschäfte. Sie lieben Bricks and Mortar", so Yalof.
Er fügte hinzu, dass Marken zunehmend bestrebt sind, ihre eigene physische Einzelhandelspräsenz zu kontrollieren. Dies sei eine Reaktion auf die fortschreitende Konsolidierung der Kaufhäuser, die den Markt prägt.