US-Wirtschaft: BIP-Wachstum auf 0,7% revidiert, Kerninflation steigt auf 3,1%

US-Wirtschaft: BIP-Wachstum auf 0,7% revidiert, Kerninflation steigt auf 3,1%

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Die US-Wirtschaft zeigte im vierten Quartal 2025 ein deutlich schwächeres Wachstum als prognostiziert, während die Kerninflation zu Jahresbeginn 2026 anstieg. Das US-Handelsministerium meldete am Freitag, den 13. März 2026, eine Revision des Bruttoinlandsprodukts auf lediglich 0,7% und eine Kern-PCE-Inflation von 3,1% im Januar. Diese Entwicklungen geben wichtige Einblicke in den Zustand der amerikanischen Ökonomie.

Wirtschaftswachstum enttäuscht im vierten Quartal

Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP), ein zentrales Maß für die Wirtschaftsleistung, stieg im vierten Quartal 2025 lediglich um saison- und inflationsbereinigte 0,7% auf Jahresbasis. Diese Zahl, veröffentlicht vom Bureau of Economic Analysis (BEA) des Handelsministeriums, stellt eine deutliche Abwärtskorrektur dar. Die erste Revision des BIP-Wachstums lag deutlich unter der vorherigen Schätzung von 1,4% und verfehlte die Dow Jones Konsensprognose von 1,5% erheblich.

Dies markiert auch eine spürbare Verlangsamung gegenüber dem Wachstum von 4,4% im dritten Quartal 2025. Für das Gesamtjahr 2025 verzeichnete das BIP einen Anstieg von 2,1%, was einem Zehntelprozentpunkt unter der vorherigen Lesung liegt. Im Vergleich dazu wuchs die Wirtschaft im Jahr 2024 noch um 2,8%.

Die Abwärtskorrektur ist laut BEA auf Anpassungen bei den Konsum- und Staatsausgaben sowie den Exporten zurückzuführen. Auch der Rückgang der Importe, die technisch vom BIP abgezogen werden, war geringer als zuvor geschätzt.

Inflationsdruck zu Jahresbeginn

Auf der Inflationsseite zeigten die Daten für Januar 2026 weitgehend erwartungsgemäße Werte, die jedoch deutlich über dem Zielbereich der Federal Reserve liegen. Der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, verzeichnete einen saisonbereinigten monatlichen Anstieg von 0,3%, was einer Jahresrate von 2,8% entspricht.

Ohne die volatilen Kosten für Nahrungsmittel und Energie stieg die Kern-PCE-Inflation im Januar um 0,4% monatlich und um 3,1% auf 12-Monats-Basis. Dieser Kernwert, auf den die Fed zur Beurteilung längerfristiger Trends genauer achtet, lag 0,1 Prozentpunkte höher als im Dezember. Die höheren Kern-Dienstleistungspreise im Januar wurden durch gestiegene Kosten für Arztdienstleistungen und Portfolioverwaltungsgebühren gestützt. Obwohl die Kern-Warenpreise insgesamt weicher waren, gab es eine Stärke bei Computersoftware und Zubehör, angetrieben durch die Nachfrage nach KI-Produkten.

Obwohl diese Zahlen vor dem Urteil des Obersten Gerichtshofs liegen, das viele der unter dem International Emergency Economic Powers Act von Präsident Donald Trump verhängten Zölle für nichtig erklärte, geben sie einen Einblick in den Inflationsdruck. Ökonomen gingen davon aus, dass Zölle die Inflation um etwa einen halben Prozentpunkt oder mehr erhöht hatten. Der Bericht datiert auch vor den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Anfang März, die den Brent-Rohölpreis auf 100 Dollar pro Barrel trieben.

Blick auf die Geldpolitik und zukünftige Entwicklungen

Trotz des Anstiegs der Kerninflation wird der verspätete BEA-Bericht für Januar voraussichtlich keine unmittelbare Änderung der Geldpolitik der Federal Reserve bewirken. Angesichts der Tatsache, dass die Zinsen nahe einem neutralen Niveau liegen und sich der Arbeitsmarkt stabilisiert, wird erwartet, dass die Fed ihre Leitzinsen bis Juni unverändert lässt.

Die aktuellen Daten bieten eine Momentaufnahme der wirtschaftlichen Lage, die durch geopolitische Ereignisse und frühere politische Entscheidungen beeinflusst wird. Die weitere Entwicklung der Inflation und des Wirtschaftswachstums wird entscheidend sein für die zukünftigen Entscheidungen der Zentralbank.