
US-Wirtschaft: Powell, Taiwan-Deal und der Kampf um die globale Supermacht
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Die Diskussionen um die Position von Federal Reserve-Chef Jay Powell scheinen sich vorerst zu beruhigen, nachdem Präsident Trump in einem Interview erklärte, keine Pläne zu haben, Powell zu entlassen. Gleichzeitig rückt ein neuer Handelsdeal mit Taiwan in den Fokus, der die US-Wirtschaft erheblich ankurbeln könnte. Diese Entwicklungen finden vor dem Hintergrund einer breiteren Debatte über die globale Machtverschiebung statt, in der die USA ihren Supermachtstatus gegenüber China festigen sollen.
Die Zukunft der Federal Reserve und Jay Powell
Die Auseinandersetzungen zwischen Präsident Trump und Fed-Chef Jay Powell haben sich laut Larry Kudlow, einem Kommentator bei Fox Business, vorübergehend abgekühlt. Trump erwähnte in einem Interview, dass er keine Absicht habe, Powell zu entlassen, obwohl er die beiden Kevins, Warsh und Hassett, als potenzielle Nachfolger nannte. Kudlow wiederholt seine Ansicht, dass bisher keine Anklage gegen Powell erhoben wurde, obwohl er dessen Politik kritisiert.
Kudlow argumentiert, dass Jay Powell die Unabhängigkeit der Fed und die Wirtschaftspolitik in den letzten Jahren erheblich beschädigt habe. Er betont jedoch, dass dies Powell nicht zu einem Kriminellen mache. Aus Kudlows Sicht wäre es im Interesse des "Trump-Booms", Powell so schnell wie möglich abzulösen und einen der beiden Kevins an die Spitze der Zentralbank zu bringen, um ernsthafte Wirtschaftsreformen durchzuführen.
Ein neuer Handelsdeal mit Taiwan
Eine bemerkenswerte Nachricht ist der anscheinend abgeschlossene Handelsdeal mit Taiwan. Handelsminister Howard Lutnick schätzt, dass dieser Deal ein Potenzial von 500 Milliarden US-Dollar für neue Fabrikproduktionen in den USA birgt. Die Hälfte dieser Investitionen soll von der taiwanesischen Regierung kommen, die andere Hälfte von privaten Unternehmen.
Larry Kudlow bewertet diesen Abschluss als einen weiteren Erfolg für Präsident Trumps Handelspolitik. Er sieht darin eine Stärkung der US-Produktion und gleichzeitig einen Rückschlag für China. Trump habe eine Vorliebe für Fabriken, und dieser Deal passe perfekt in seine Strategie.
USA als alleinige Supermacht: Eine neue unipolare Welt?
Die jüngsten Entwicklungen im Handel und in der Wirtschaftspolitik werden von einigen Beobachtern als Zeichen einer globalen Machtverschiebung interpretiert. Arthur Herman argumentiert in einem Editorial des Wall Street Journal mit dem Titel "America is the Sole Super Power again", dass die USA unter Trump einen neuen unipolaren Moment erleben. Herman zufolge hätte China ein ernsthafter Konkurrent sein können, doch die Trump-Administration habe die USA wieder an die Spitze geführt.
Larry Kudlow stimmt dieser Einschätzung zu und hebt hervor, dass Trumps wirtschaftliche und militärische Stärke nun die Welt dominiere und eine neue Weltordnung gestalte. Als Beispiele nennt er:
- Bombardierung iranischer Nuklearanlagen
- Waffenstillstand in Gaza
- Verhaftung von Maduro in Venezuela
- 5% Wirtschaftswachstum in den USA
- Nahezu 14 Millionen Barrel Ölproduktion pro Tag
- Harte Zollpolitik
Kudlow ergänzt, dass auch technologische Fortschritte in Bereichen wie Chips, Künstliche Intelligenz (KI) und Quantencomputing entscheidend zum Supermachtstatus der USA beitragen. Während China einst nahe dran war, ziehe die USA nun davon. Diese Entwicklung wird als Bestätigung der These "Trump is indeed making America great again" gesehen.