US-Wohnungsmarkt: Trumps Plan zur Behebung des 10-Millionen-Häuser-Mangels

US-Wohnungsmarkt: Trumps Plan zur Behebung des 10-Millionen-Häuser-Mangels

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Die Vereinigten Staaten stehen vor einer erheblichen Herausforderung im Immobilienmarkt: Ökonomen des Weißen Hauses schätzen in einem neuen Bericht, dass das Land einen Mangel von 10 Millionen Häusern aufweist. Um diesem entgegenzuwirken, schlägt die Regierung vor, regulatorische Hürden abzubauen, um den Wohnungsbau anzukurbeln, Preise zu stabilisieren, die Eigenheimquote zu erhöhen und ein schnelleres Wirtschaftswachstum zu fördern.

US-Wohnungsmarkt: Eine kritische Analyse

Der am Montag veröffentlichte Bericht, Teil des jährlichen "Economic Report of the President", beleuchtet nicht nur eine politische Chance, sondern auch ein Risiko für Präsident Donald Trump. Seine öffentliche Zustimmung ist aufgrund von Bedenken hinsichtlich seiner Zölle, des Iran-Krieges und unerfüllter Versprechen zur Inflationssenkung und Wachstumsförderung gesunken. Die Analyse bietet eine Blaupause, wie mehr Wohnungsbau der Mittelschicht und der Gesamtwirtschaft zugutekommen könnte.

Die Wurzeln des Mangels

Der Bericht, erstellt von Mitarbeitern des White House Council of Economic Advisers, stellt fest, dass 10 Millionen Häuser mehr im Land existieren würden, wenn der Wohnungsbau und das Wachstum des Einfamilienhausbestands nach der globalen Finanzkrise von 2008 nicht dramatisch eingebrochen wären. Diese Krise wurde maßgeblich durch eine Welle von Zahlungsausfällen im Immobilienmarkt verursacht, wo die Preise durch problematische Kreditvergabepraktiken befeuert worden waren. Seit dem Jahr 2000 sind die Hauspreise um 82 Prozent gestiegen, während die Einkommen lediglich um 12 Prozent zulegten. Dieses Missverhältnis wurde zeitweise durch historisch niedrige Hypothekenzinsen kaschiert. Als die Zinsen jedoch nach der Pandemie mit der Inflation anstiegen, erhöhten sich auch die monatlichen Hypothekenkosten für Käufer, wodurch die Erschwinglichkeit eines Eigenheims – ein Zeichen des Mittelstandsstatus – für Wähler unter 40 Jahren zu einem Hauptanliegen wurde.

Trumps Strategie: Deregulierung und politische Implikationen

Präsident Trump unterzeichnete im März zwei Durchführungsverordnungen, die Bundesbehörden anweisen, regulatorische Belastungen im Wohnungsbau zu reduzieren und es kleineren Banken zu erleichtern, Hypotheken zu vergeben. Das Weiße Haus betont, dass diese Maßnahmen, zusammen mit Plänen zum Kauf hypothekenbesicherter Wertpapiere, zeigen, dass der Präsident sich auf Wohnungsfragen konzentriert. Allerdings hat Trump auch argumentiert, die Hauspreise hoch zu halten, um die Werte für bestehende Eigentümer zu schützen. "Ich möchte die Hauspreise nicht senken", sagte Trump Anfang des Jahres seinem Kabinett. "Ich möchte die Hauspreise für Menschen, die ihre Häuser besitzen, in die Höhe treiben, und sie können sicher sein, dass dies geschehen wird."

Der Iran-Krieg hat derweil die Kosten für den Hauserwerb in die Höhe getrieben, wobei die durchschnittlichen Zinssätze für 30-jährige Hypotheken von knapp unter 6 Prozent auf 6,37 Prozent gestiegen sind. Die Regierung versucht seit Monaten, sich auf Wohnungs- und andere Erschwinglichkeitsfragen zu konzentrieren, um sich auf eine voraussichtlich herausfordernde Zwischenwahlperiode für die Republikaner vorzubereiten.

Der "Bürokraten-Steuer" und ihre Auswirkungen

Der Bericht bezeichnet verschiedene Vorschriften im Wohnungsbau als "Bürokraten-Steuer", die die Baukosten um mehr als 100.000 US-Dollar erhöhen. Diese Kosten umfassen Änderungen der Bauvorschriften im letzten Jahrzehnt, Compliance-Kosten und Genehmigungsgebühren für die Bebauungsplanung, unter anderem. Schätzungen des Berichts zufolge könnte eine Reduzierung dieser regulatorischen Kosten den Bau von bis zu 13,2 Millionen Häusern anregen. Dies könnte das jährliche Wirtschaftswachstum im nächsten Jahrzehnt um durchschnittlich 1,3 Prozentpunkte steigern und 2 Millionen Arbeitsplätze in der Fertigungs- und Bauindustrie unterstützen. Ein Regierungsbeamter, der anonym bleiben wollte, um den Bericht vor seiner Veröffentlichung zu besprechen, deutete an, dass Trump beschließen könnte, die Bundesfinanzierung für staatliche und lokale Regierungen an die Reduzierung einiger Vorschriften zu knüpfen.

Grüne Standards im Kreuzfeuer

Der Bericht kritisiert auch die während der Biden-Administration eingeführten grünen Energiestandards für den Wohnungsbau als Faktor für steigende Baukosten. Diese Maßnahmen bevorzugten effizientere Klimaanlagen und Warmwasserbereiter sowie höhere Standards für die zugehörigen Lüftungssysteme. Der Bericht stützt sich auf eine Analyse der National Association of Home Builders aus dem Jahr 2021, die besagt, dass diese Standards den Preis eines neuen Hauses um bis zu 31.000 US-Dollar erhöhen könnten. Es könnte bis zu 90 Jahre dauern, bis ein Hauskäufer "eine Amortisation der zusätzlichen Kosten des Hauses realisiert". Es ist jedoch unklar, wie viel Einsparungen durch die Rücknahme der Biden-Ära-Wohnungsstandards erzielt würden, da es bestehende rechtliche Anfechtungen bezüglich ihrer Durchsetzung und unterschiedliche Praktiken der Bundesstaaten gibt. Im März stimmte ein Bundesrichter in Texas 15 von Republikanern geführten Bundesstaaten zu, die die Standards für staatlich geförderte Wohnungen als rechtswidrig bezeichneten.

Wirtschaftliche Prognosen und offene Fragen

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, den US-Wohnungsmarkt zu stabilisieren, die Eigenheimquote zu erhöhen und das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen. Die Umsetzung dieser Pläne und ihre tatsächlichen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt und die breitere Wirtschaft bleiben jedoch abzuwarten, insbesondere angesichts der komplexen politischen und rechtlichen Landschaft.

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