
US-Zölle auf Möbel und Küchen: Trump-Regierung verzögert Erhöhung um ein Jahr
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Die Trump-Regierung hat am Mittwoch eine geplante Erhöhung der Importzölle auf Polstermöbel, Küchenschränke und Waschtische um ein Jahr verschoben. Dieser Aufschub erfolgt inmitten laufender Verhandlungen mit Handelspartnern und soll die Belastung für Verbraucher und die Wirtschaft mindern.
Aufschub für Möbel- und Küchenschrankzölle
Die US-Regierung unter Präsident Trump hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie die Erhöhung der Zölle auf importierte Polstermöbel, Küchenschränke und Waschtische um ein Jahr verschiebt. Diese Maßnahme wurde mit den fortgesetzten Verhandlungen mit Handelspartnern begründet. Ohne diese Verzögerung hätten sich die Zollsätze auf diese Produkte ab dem 1. Januar 2026 erhöht.
Details der Zollanpassung
Ursprünglich war geplant, den Zollsatz auf Küchenschränke und Waschtische, die außerhalb der USA hergestellt werden, ab dem 1. Januar auf 50 % zu verdoppeln. Für Polstermöbel, darunter Sofas und Sessel, sollte der Einfuhrzoll am ersten Tag des Jahres 2026 von 25 % auf 30 % steigen. Laut einer Mitteilung des Weißen Hauses vom 31. Dezember bleiben die Zollsätze für Polstermöbel, Küchenschränke und Waschtische nun bei 25 %.
Das Weiße Haus erklärte: "Die Vereinigten Staaten führen weiterhin produktive Verhandlungen mit Handelspartnern, um Handelsreziprozität und nationale Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Importe von Holzprodukten anzugehen." Es fügte hinzu: "Die Vereinigten Staaten werden daher die Erhöhung der Zollsätze für Polstermöbel, Küchenschränke und Waschtische, die am 1. Januar 2026 gemäß der Proklamation vom 29. September 2025 stattfinden sollte, um ein weiteres Jahr verschieben."
Hintergrund: Wirtschaftliche Bedenken und frühere Anpassungen
Die Verschiebung der Zollerhöhungen folgt einer bereits im November erfolgten Rücknahme von Zöllen auf importierte Lebensmittel wie Rindfleisch, Kaffee und Bananen durch die Trump-Regierung. Diese Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit Bedenken hinsichtlich der Erschwinglichkeit, die die Verbraucherstimmung bezüglich der US-Wirtschaft belasten. Möbelpreise haben die allgemeine Inflation übertroffen. Im November stiegen die Preise für Wohn-, Küchen- und Esszimmermöbel im Jahresvergleich um 4,6 %, während der gesamte Verbraucherpreisindex (CPI) einen jährlichen Anstieg von 2,7 % verzeichnete.
Trumps Ziele und die US-Möbelindustrie
Als Präsident Trump die Möbelzölle im September ankündigte, schrieb er in den sozialen Medien, sein Ziel sei es, die US-Möbelherstellung in North Carolina wiederzubeleben. Eine Studie der Federal Reserve Bank of Richmond aus dem Jahr 2020 zeigte, dass die Möbelindustrie in North Carolina zwischen 1999 und 2009 aufgrund erhöhter Konkurrenz aus Asien die Hälfte ihrer Arbeitsplätze verloren hatte. Die aktuelle Verzögerung der Zollerhöhungen erfolgt somit im Kontext der genannten wirtschaftlichen Bedenken und laufenden Verhandlungen, während das langfristige Ziel der Stärkung der heimischen Industrie, wie von Trump formuliert, weiterhin relevant bleibt.