USPS erhöht Porto: 8% Treibstoffzuschlag ab April wegen hoher Kosten

USPS erhöht Porto: 8% Treibstoffzuschlag ab April wegen hoher Kosten

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Der U.S. Postal Service (USPS) plant, ab dem 26. April einen temporären Treibstoffzuschlag von 8 % auf ausgewählte Versanddienste einzuführen. Diese Maßnahme soll die stark gestiegenen Transportkosten, insbesondere durch höhere Kraftstoffpreise, abfedern und die finanzielle Flexibilität der selbstfinanzierten Bundesbehörde sichern. Der Zuschlag betrifft unter anderem Priority Mail und USPS Ground Advantage, jedoch keine First-Class-Briefmarken.

USPS führt temporären Treibstoffzuschlag ein

Der U.S. Postal Service (USPS) hat angekündigt, einen temporären Treibstoffzuschlag von 8 % auf bestimmte Postdienstleistungen zu erheben. Diese Preisanpassung, die von den Governors des Postal Service am 24. März genehmigt wurde, soll am 26. April in Kraft treten, vorbehaltlich der Zustimmung der Postal Regulatory Commission (PRC). Der Zuschlag ist bis zum 17. Januar 2027 befristet, danach will die USPS ihre Kosten neu bewerten.

Betroffen von der 8-prozentigen Preiserhöhung sind die Basisportopreise für folgende inländische Wettbewerbsprodukte:

  • Priority Mail Express
  • Priority Mail
  • USPS Ground Advantage
  • Parcel Select

Die Preise für First-Class-Briefmarken oder andere Produkte und Dienstleistungen bleiben von diesem temporären Zuschlag unberührt. Die USPS betonte, dass diese Anpassung die notwendige Flexibilität schaffen soll, um die tatsächlichen Geschäftskosten zu decken, wie es vom Kongress gefordert wird.

Hintergrund: Steigende Transportkosten und Kraftstoffpreise

Die Einführung des Treibstoffzuschlags ist eine direkte Reaktion auf die stark gestiegenen Transportkosten und explodierenden Kraftstoffpreise. Die USPS verwies auf die "zunehmenden Transportkosten" als Katalysator für den potenziellen Zuschlag. Einige Quellen nennen den Iran-Krieg als Ursache für die steigenden Kraftstoffpreise.

Die durchschnittlichen Benzinpreise in den USA nähern sich laut AAA 4 US-Dollar pro Gallone und sind damit in einem Monat um mehr als 1 US-Dollar gestiegen. Die Dieselkosten sind noch stärker angestiegen und liegen nun bei durchschnittlich 5,37 US-Dollar pro Gallone, verglichen mit 3,75 US-Dollar vor einem Monat. Die USPS erklärte, sie habe Treibstoffzuschläge "standhaft vermieden" und dieser Zuschlag sei "weniger als ein Drittel dessen, was unsere Wettbewerber allein für Treibstoff verlangen". Trotz dieser Änderung biete der Postal Service weiterhin "ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis im Versand mit einigen der niedrigsten Tarife in der industrialisierten Welt".

Finanzielle Herausforderungen der USPS

Als selbstfinanzierte Bundesbehörde erhält die USPS typischerweise keine Steuergelder für ihre Betriebsausgaben. Sie finanziert ihre Operationen durch den Verkauf von Porto, Produkten und Dienstleistungen. Die Behörde kämpft jedoch seit langem mit hohen Kosten und einem sinkenden Postvolumen, was zu einem prognostizierten Verlust von 9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 führt.

Postmaster General David Steiner äußerte sich Anfang des Monats in einer Anhörung vor dem Kongress besorgt über die finanzielle Lage. Er erklärte, die USPS laufe Gefahr, innerhalb von 12 Monaten die liquiden Mittel zu verlieren. Steiner betonte, dass die Behörde ohne Änderungen des Status quo "in weniger als einem Jahr nicht mehr in der Lage sein wird, die Post zuzustellen". Er schlug zudem vor, die Preise für First-Class-Briefmarken von derzeit 78 Cent auf 90 bis 95 Cent anzuheben. Obwohl die USPS einen 10-Jahres-Plan zur Kostensenkung und Wiederherstellung der Rentabilität hat, steht sie weiterhin vor erheblichen finanziellen Herausforderungen.

Politische Reaktionen auf die Preisanpassung

Die geplante Preisanpassung hat auch politische Reaktionen hervorgerufen. So äußerte der Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, in einem Social-Media-Beitrag seine Besorgnis: "Lebensmittel. Benzin. Jetzt Pakete. Gibt es etwas, das Donald Trump nicht teurer gemacht hat? Nennen Sie es, was es ist: die Trump-Poststeuer." Auch US-Senator Raphael Warnock kommentierte: "Trump hat die Erschwinglichkeit so sehr durcheinandergebracht, dass er es sogar geschafft hat, die Post teurer zu machen." Diese Kommentare spiegeln die politische Debatte über die Auswirkungen der Inflation und der Wirtschaftspolitik wider.