VAE erwägt Einfrieren iranischer Milliarden: Finanzdruck im Nahost-Konflikt

VAE erwägt Einfrieren iranischer Milliarden: Finanzdruck im Nahost-Konflikt

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Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwägen, dem Iran den Zugang zu Milliarden von Dollar zu entziehen, die in dem Golfstaat gehalten werden. Dieser potenzielle Schritt, über den das Wall Street Journal am Donnerstag berichtete, könnte Teherans Zugang zu Devisen und globalen Handelsnetzwerken erheblich beeinträchtigen, insbesondere da die iranische Wirtschaft sich verschlechtert und der militärische Konflikt mit den USA und Israel zusätzlichen Druck erzeugt.

VAE erwägt Einfrieren iranischer Vermögenswerte

Emiratische Behörden haben iranische Beamte bereits vor einer solchen Maßnahme gewarnt, obwohl noch keine Entscheidung über das Ob oder Wann getroffen wurde. Die VAE haben lange versucht, ihre strategische Allianz mit den USA mit ihrer Nachbarschaftsbeziehung zum Iran in Einklang zu bringen. Jüngste Angriffe Teherans auf den Golfstaat scheinen jedoch ein Umdenken in der Politik zu bewirken.

Dubai als zentraler Finanzkorridor für Iran

Die Hauptstadt Dubai war lange Zeit ein entscheidender Finanzkorridor für iranische Unternehmen und Einzelpersonen, die westliche Sanktionen umgehen wollten. Laut dem US-amerikanischen Think Tank Atlantic Council wurde Dubai genutzt, um Öl im Ausland zu verkaufen und die Erlöse in Militärprogramme und regionale Stellvertreter zu leiten. Scheinfirmen, die in Dubais weitläufigen Freihandelszonen registriert sind, haben jahrelang die Herkunft von iranischem Öl und Rohstoffen verschleiert. Informelle Wechselstuben haben ebenfalls Gelder grenzüberschreitend außerhalb der Reichweite der konventionellen Bankenaufsicht bewegt.

US-Druck und mangelnde Durchsetzung

Die Vereinigten Staaten haben die VAE wiederholt gedrängt, diese Netzwerke zu zerschlagen. Das US-Finanzministerium hat in den letzten Jahren VAE-basierte Unternehmen sanktioniert, wobei US-Beamte immer wieder betonten, dass die Durchsetzung innerhalb der VAE hinter den erklärten Verpflichtungen des Landes zurückbleibt.

Eskalation des Konflikts und Auswirkungen auf die VAE

Als Vergeltung für den gemeinsamen Angriff der USA und Israels hat der Iran über 1.000 Drohnen und Raketen gegen Ziele in den VAE eingesetzt. Dabei wurden Infrastrukturen wie der Dubai International Airport und das beliebte Fairmont Hotel sowie Wohn- und Touristengebiete beschädigt. Diese iranischen Angriffe haben die Expatriate-Geschäftswelt und internationale Investoren, die Dubai über Jahrzehnte durch die Projektion von Stabilität in einer volatilen Region kultiviert hat, verunsichert. Anfang dieser Woche bekräftigten VAE-Beamte ihre Haltung, eine defensive Position beizubehalten und sich nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran zu beteiligen. Diese Entscheidung stehe im Einklang mit ihrer "langjährigen Politik der guten Nachbarschaft, der Deeskalation und ihrem festen Engagement für die Charta der Vereinten Nationen", so das Außenministerium in einer Erklärung.

Mögliche Gegenmaßnahmen der Emirate

Die emiratischen Behörden prüfen nun eine Reihe potenzieller Gegenmaßnahmen. Dazu gehören gezielte Vermögenssperren für in den VAE ansässige Scheinfirmen und ein umfassendes finanzielles Vorgehen gegen lokale Wechselstuben, die im Zentrum der iranischen Finanzinfrastruktur stehen, so das Wall Street Journal.