VBR vs. IWN: Small-Cap Value ETFs im Vergleich – Kosten, Diversifikation, Rendite

VBR vs. IWN: Small-Cap Value ETFs im Vergleich – Kosten, Diversifikation, Rendite

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Der Vanguard Small-Cap Value ETF (NYSEMKT:VBR) und der iShares Russell 2000 Value ETF (NYSEMKT:IWN) bieten Anlegern Zugang zu US-Small-Cap-Value-Aktien, verfolgen jedoch unterschiedliche Ansätze. Während VBR durch niedrigere Kosten und eine höhere Dividendenrendite überzeugt, punktet IWN mit breiterer Diversifikation und einer stärkeren jüngsten Performance.

Einleitung: Zwei Wege zu Small-Cap Value

Der Vanguard Small-Cap Value ETF (VBR) und der iShares Russell 2000 Value ETF (IWN) sind beliebte Optionen für Anleger, die ein Engagement in US-Small-Cap-Value-Aktien suchen. Obwohl beide ETFs auf denselben Marktsektor abzielen, unterscheiden sie sich in ihren zugrunde liegenden Indizes und ihrer sektoralen Gewichtung. Diese Analyse beleuchtet Kosten, Rendite, Performance, Portfoliozusammensetzung und Risikoprofil, um Anlegern eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.

Kosten und Größe im Vergleich

VBR erweist sich für langfristige Anleger als kostengünstiger, mit einer jährlichen Gesamtkostenquote (Expense Ratio) von 0,07 % im Vergleich zu IWN, das 0,24 % berechnet. Auch bei der Dividendenrendite liegt VBR mit 2,0 % leicht über IWN, das 1,6 % bietet.

Hinsichtlich des verwalteten Vermögens (AUM) ist VBR mit 59,6 Milliarden US-Dollar deutlich größer als IWN mit 11,8 Milliarden US-Dollar. Die Einjahresrendite (Stand: 23. Dez. 2025) zeigt jedoch IWN mit 12,77 % vor VBR mit 8,22 %.

Portfoliozusammensetzung und Diversifikation

IWN bildet einen Index von US-Small-Cap-Aktien mit Value-Merkmalen ab und umfasst 1.423 Positionen, was eine breitere Diversifikation als viele vergleichbare Fonds darstellt. Die Finanzdienstleistungsbranche dominiert das Portfolio mit 26 %, gefolgt von Industriewerten mit 13 % und dem Gesundheitswesen mit 11 %. Die größten Positionen – Echostar Corp Class A (NASDAQ:SATS), Hecla Mining (NYSE:HL) und UMB Financial (NASDAQ:UMBF) – machen jeweils weniger als 1,1 % des Vermögens aus, wodurch keine einzelne Aktie die Rendite stark beeinflusst. Der Fonds verfügt über eine lange Historie von über 25 Jahren seit seiner Auflegung.

VBR verfolgt ebenfalls ein Small-Cap-Value-Engagement, jedoch mit einem leicht anderen Ansatz. Hier sind Industriewerte mit 22 %, Finanzdienstleistungen mit 20 % und zyklische Konsumgüter mit 14 % die Top-Sektoren. Die größten Positionen – NRG Energy (NYSE:NRG), Sandisk (NASDAQ:SNDK) und Emcor (NYSE:EME) – machen jeweils weniger als 1 % des Vermögens aus. VBR hält 840 Aktien und ist damit etwas weniger diversifiziert als IWN, streut das Risiko aber dennoch breit über das Small-Value-Universum.

Performance und Risikoprofil

Beide ETFs zeigen ähnliche Risikoprofile. Der Beta-Wert misst die Kursvolatilität im Verhältnis zum S&P 500 und wird aus fünfjährigen wöchentlichen Renditen berechnet.

Ein Blick auf die Performance über fünf Jahre zeigt:

  • Maximaler Drawdown (5 Jahre): VBR -24,19 %
  • Maximaler Drawdown (5 Jahre): IWN -26,71 %
  • Wachstum von 1.000 US-Dollar über 5 Jahre: VBR 1.502 US-Dollar
  • Wachstum von 1.000 US-Dollar über 5 Jahre: IWN 1.396 US-Dollar

VBR erzielte über fünf Jahre ein höheres Wachstum und einen geringeren maximalen Drawdown als IWN.

Was dies für Anleger bedeutet

Die Wahl zwischen VBR und IWN hängt von den Prioritäten des Anlegers ab. VBR bietet einen klaren Kostenvorteil mit einer deutlich niedrigeren Gesamtkostenquote und einer höheren Dividendenrendite. Es dominiert auch in Bezug auf die Größe des verwalteten Vermögens.

IWN hingegen punktet mit einer signifikant breiteren Diversifikation durch eine größere Anzahl von gehaltenen Aktien und zeigte eine stärkere Einjahresrendite zum Stichtag 23. Dezember 2025. Beide Fonds streuen das Risiko breit über das Small-Value-Universum, jedoch mit unterschiedlichen sektoralen Schwerpunkten.