
VEA vs. ACWX: Internationale ETFs im Kosten- und Marktvergleich
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Internationale Aktien haben im Jahr 2025 die US-Märkte übertroffen, was ETFs wie den Vanguard FTSE Developed Markets ETF (VEA) und den iShares MSCI ACWI ex US ETF (ACWX) zu attraktiven Optionen für Anleger macht. Beide Fonds ermöglichen den Zugang zu Aktien außerhalb Amerikas, unterscheiden sich jedoch erheblich in ihren Kostenstrukturen und ihrer Portfoliozusammensetzung.
VEA und ACWX im Überblick: Zugang zu internationalen Märkten
Sowohl VEA als auch ACWX zielen darauf ab, Anlegern einen einfachen Zugang zu Nicht-US-Aktien zu ermöglichen. Sie unterscheiden sich jedoch in Bezug auf die Breite der Abdeckung, die Portfoliozusammensetzung und die Kosten. Diese Unterschiede können für die Portfoliokonstruktion relevant sein.
VEA konzentriert sich strikt auf entwickelte Märkte in Europa, dem Pazifikraum und Kanada. Im Gegensatz dazu bildet ACWX große und mittelgroße Unternehmen aus entwickelten Märkten und Schwellenländern außerhalb der USA ab.
Kosten und Größe: Ein deutlicher Unterschied
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden ETFs liegt in ihren Kosten und ihrer Größe. VEA ist mit einer Kostenquote von 0,03 % deutlich günstiger als ACWX, dessen Kostenquote bei 0,32 % liegt.
Auch bei der Vermögensverwaltung gibt es erhebliche Unterschiede: VEA verwaltet ein Vermögen von 268,9 Milliarden US-Dollar, während ACWX ein deutlich kleineres Volumen von 7,87 Milliarden US-Dollar aufweist. VEA bietet zudem eine leicht höhere Dividendenrendite von 3,1 % gegenüber 2,7 % bei ACWX.
Portfoliozusammensetzung und Marktfokus
Die Portfolios der beiden ETFs zeigen unterschiedliche Schwerpunkte. VEA hält über 3.800 Aktien und konzentriert sich auf entwickelte Märkte. Die Top-Sektoren sind Finanzdienstleistungen (24 %), Industriewerte (19 %) und Technologie (12 %). Zu den größten Positionen gehören ASML, Samsung Electronics und AstraZeneca, was die Ausrichtung auf entwickelte Märkte und eine breite Diversifikation unterstreicht.
ACWX hingegen umfasst rund 1.751 Positionen und bildet sowohl entwickelte Märkte als auch Schwellenländer außerhalb der USA ab. Die führenden Sektoren sind Finanzdienstleistungen (25 %), Technologie (15 %) und Industriewerte (15 %). Größte Positionen wie Taiwan Semiconductor Manufacturing, Tencent und ASML deuten auf eine signifikante Präsenz in Asien und den Schwellenländern hin, trotz der Bezeichnung "ex US". ACWX verfügt über eine 17,8-jährige Historie.
Performance und Risiko im Vergleich
Beide Fonds lieferten über ein Jahr ähnliche starke Renditen, wobei VEA über fünf Jahre etwas mehr Aufwärtspotenzial einfangen konnte. Zum 9. Januar 2026 betrug die 1-Jahres-Gesamtrendite für VEA 35,8 % und für ACWX 34,2 %.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren wuchs eine Investition von 1.000 US-Dollar bei VEA auf 1.331 US-Dollar, während sie bei ACWX 1.267 US-Dollar erreichte. Die maximalen Drawdowns über fünf Jahre waren mit -29,70 % für VEA und -30,06 % für ACWX vergleichbar. Der Beta-Wert, der die Preisvolatilität im Verhältnis zum S&P 500 misst, liegt bei VEA bei 1,05 und bei ACWX bei 0,75. Dies deutet darauf hin, dass VEA im Vergleich zum S&P 500 eine höhere Volatilität aufweist.
Fazit für Anleger
Für Anleger, die ein Engagement in internationalen Aktien außerhalb der USA suchen, bieten sowohl VEA als auch ACWX attraktive Möglichkeiten. VEA sticht durch seine deutlich niedrigere Kostenquote und eine breitere Diversifikation innerhalb der entwickelten Märkte hervor. ACWX hingegen bietet den zusätzlichen Vorteil der Einbeziehung von Schwellenländern und eine leicht andere Sektorgewichtung, was für bestimmte Anlagestrategien interessant sein kann. Die Wahl zwischen den beiden hängt letztlich von den individuellen Präferenzen hinsichtlich Kosten, Marktfokus und Risikobereitschaft ab.