Vistra: Wachstumstreiber KI und Kernenergie im Fokus der Investoren

Vistra: Wachstumstreiber KI und Kernenergie im Fokus der Investoren

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Investoren, die im Energiesektor nach Wachstumswerten suchen, richten ihren Blick zunehmend auf Unternehmen, die von der steigenden Stromnachfrage durch Rechenzentren und dem verstärkten Einsatz von Kernenergie in den USA profitieren. Vistra (NYSE: VST) und Constellation Energy (NASDAQ: CEG) sind zwei Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen und deren Aktien für das nächste Jahrzehnt interessant sein könnten.

Vistra: Wachstum durch Rechenzentren und Kernenergie

Vistra ist der größte unregulierte Stromerzeuger in den USA und arbeitet mit großen Technologieunternehmen wie Amazon (NASDAQ: AMZN) und Meta Platforms (NASDAQ: META) zusammen, um deren Energiebedarf zu decken. Das in Texas ansässige Unternehmen erzeugt 44.000 Megawatt (MW) Energie aus Kernkraft-, Erdgas-, Kohle- und Batteriespeicheranlagen. Während die Aktien von Vistra im Jahr 2026 bisher leicht um etwas mehr als 1 % gefallen sind, verzeichneten sie im vergangenen Jahr einen Anstieg von über 46 %.

Finanzielle Entwicklung und strategische Akquisitionen

Im Jahr 2025 stieg der Umsatz von Vistra um 2,9 % auf 17,7 Milliarden US-Dollar, was auf einen KI-getriebenen Anstieg der Stromnachfrage von Rechenzentren zurückzuführen ist. Das Nettoergebnis sank jedoch um 52,5 % auf 233 Millionen US-Dollar, bedingt durch höhere Zinsaufwendungen und Kosten im Zusammenhang mit jüngsten Akquisitionen.

Das Unternehmen plant, die Übernahme von Cogentrix Energy im Wert von 4 Milliarden US-Dollar noch in diesem Jahr abzuschließen, wodurch die Erdgas-Erzeugungskapazität um etwa 5.500 MW erweitert wird. Im November schloss Vistra bereits eine Akquisition von 2.600 MW von Lotus Infrastructure Partners für 1,9 Milliarden US-Dollar ab.

Positive Prognosen und langfristige Verträge

Für 2026 prognostiziert das Management ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) zwischen 6,8 Milliarden und 7,6 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 22 % in der Mitte der Spanne entspräche. Analysten prognostizieren derzeit eine Wachstumsrate des Gewinns pro Aktie (EPS) von über 230 % für das nächste Jahr, da die neueren Kernenergieabkommen und Erdgasexpansionen im Permian Basin in Betrieb genommen werden.

Vistra hat eine 20-jährige Vereinbarung, Amazon Web Services mit bis zu 1.200 MW Strom aus seinem Kernkraftwerk Comanche Peak zu versorgen. Eine ähnliche Vereinbarung sieht vor, Meta mit 2.600 MW aus drei Kernkraftwerken zu beliefern.

Dividendenpolitik und Zukunftsaussichten

Ein weiterer Aspekt, der Vistra für Investoren attraktiv macht, ist seine Dividendenpolitik. Obwohl die Dividendenrendite aufgrund des Kursanstiegs von ehemals 2,2 % bis 3,5 % auf aktuell rund 0,6 % gesunken ist, hat das Unternehmen seine Ausschüttungen in 17 aufeinanderfolgenden Quartalen erhöht, wenn auch in kleinen Schritten. Trotz dieser Erhöhungen liegt die Ausschüttungsquote bei nur 41,2 %, was Raum für weitere Dividendenerhöhungen lässt.