Vom Konzernjob zum Pizza-Imperium: Die Erfolgsgeschichte von Timber Pizza Co.

Vom Konzernjob zum Pizza-Imperium: Die Erfolgsgeschichte von Timber Pizza Co.

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Chris Brady, Gründer und Präsident von Timber Pizza Co., verließ im Alter von 25 Jahren seinen Konzernjob im Tech-Vertrieb, um mit seinem Kollegen Andrew Dana ein eigenes Unternehmen zu starten. Was mit 20.000 Dollar und einem mobilen Holzofen-Pizza-Konzept begann, hat sich zu einem erfolgreichen Pizza-Imperium mit neun Standorten und fünf mobilen Einheiten entwickelt. Diese Entwicklung ist ein Beispiel für unternehmerischen Mut und strategische Expansion.

Vom Tech-Vertrieb zur Holzofenpizza: Eine Gründungsidee

Bereits in seinen frühen Zwanzigern verspürte Chris Brady keine Lust mehr auf die Konzernwelt und suchte nach einer Möglichkeit, sich selbstständig zu machen. Sein Kollege Andrew Dana teilte diese Ambition, und so brainstormten die beiden während ihrer Mittagspausen verschiedene Geschäftsideen. Der entscheidende Geistesblitz kam Brady, als er im Rahmen seiner Tätigkeit für Catering- und Hochzeitswerbung mit dem Besitzer eines mobilen Holzofen-Pizza-Geschäfts sprach. Sofort rief er Andrew an, der die Idee als vielversprechend einstufte.

Der bescheidene Start: 20.000 Dollar und ein alter Chevy

Mit 25 Jahren verließ Brady seinen Job und gründete Timber Pizza Co. Das Startkapital betrug 20.000 Dollar, wovon 15.000 Dollar ein Darlehen von Bradys Vater waren und 5.000 Dollar aus seinen eigenen Ersparnissen stammten. Brady betonte, dass der Vorteil eines mobilen Geschäfts darin lag, dass man nicht viel Kapital benötigte und auf Einfallsreichtum setzen konnte. Er reflektierte: „Ohne den Stress, ein stationäres Geschäft zu führen, wusste ich, dass wir experimentieren konnten, ohne ein großes Risiko einzugehen. Das Schlimmste, was hätte passieren können, wäre gewesen, dass ich zu meinen Eltern hätte zurückziehen und einen weiteren Vertriebsjob hätte annehmen müssen, wenn es nicht funktioniert hätte.“

Obwohl weder Brady noch Dana viel Erfahrung in der Restaurantbranche hatten, teilten sie eine Leidenschaft für Pizza. Sie besuchten ein Pizza-Camp in Colorado, um ihren ersten Ofen zu kaufen und die Grundlagen der Pizzaherstellung zu erlernen. Nach viel Ausprobieren entwickelten sie ihr eigenes Rezept. Mit ihrem 1967er babyblauen Chevy Pickup Truck, an den ihr Ofen angehängt war, fuhren sie durch Washington, D.C. Ihr Ziel war es, Pizza zu machen, die die Leute liebten, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und dabei eine gute Zeit zu haben, was sie mit Hip-Hop-Musik und Basketballshorts definitiv von der Konkurrenz abhob.

Vom Food Truck zum preisgekrönten Restaurant

Nach nur einem Jahr des mobilen Betriebs eröffneten Brady und Dana 2016 ihren ersten stationären Standort im Petworth-Viertel von Washington, D.C. Der ursprüngliche Chevy Pickup, liebevoll "Baby Blue" genannt, dient heute eher als Ausstellungsstück denn als Arbeitstier. Das Geschäft entwickelte sich hervorragend und erhielt 2017 eine bedeutende Anerkennung, als Bon Appétit Timber Pizza Co. als "Pizzeria des Jahres" auszeichnete. 2019 folgte die erste Bib Gourmand-Auszeichnung vom Michelin Guide, was den Erfolg des Unternehmens weiter unterstrich.

Pandemie, Partnerschaften und der Sprung ins Franchising

Gerade als das Unternehmen seinen Höhepunkt erreichte, traf die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 die Gastronomie hart. Um die Stabilität des Geschäfts zu gewährleisten, entschieden sich Brady und Dana 2021, neue Partner und Kapital ins Unternehmen zu holen. Dies markierte auch den Beginn ihrer Franchising-Reise. Brady beschrieb diese Phase als eine Art Neuanfang: „Ich musste mein Gehirn wirklich neu verdrahten, um von der Art und Weise, wie wir das Geschäft in den ersten sieben Jahren geführt hatten, zu der Art und Weise überzugehen, wie wir expandieren würden.“

Ambitionierte Wachstumspläne für Timber Pizza Co.

Seit 2021 ist Timber Pizza Co. auf neun Standorte im Süden der USA angewachsen und betreibt weiterhin fünf mobile Pizza-Einheiten. Das Ziel ist es, in den nächsten drei bis fünf Jahren jährlich zwischen fünf und acht neue Standorte zu eröffnen und danach weiter zu skalieren. Potenzielle Märkte umfassen Atlanta, Savannah, Greenville (South Carolina) und Wilmington (North Carolina). Chris Brady blickt auf die Anfänge zurück und sagt: „Es gab in den ersten Jahren viele Tage mit niederschmetternden Momenten und schwierigen Zeiten, besonders wenn wir auf unser Bankkonto schauten, aber ich bin wirklich froh, dass wir durchgehalten haben.“ Die Geschichte von Timber Pizza Co. ist ein Beleg für die Belohnung von Ausdauer und strategischer Anpassung im Unternehmertum.

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