
VYM vs. FDVV: Welcher Dividenden-ETF bietet mehr für Anleger?
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Der Vanguard High Dividend Yield ETF (VYM) und der Fidelity High Dividend ETF (FDVV) verfolgen beide das Ziel, überdurchschnittliche Erträge durch Investitionen in Unternehmen mit starken Dividendenprofilen zu erzielen. Während VYM einen breiten, passiv verwalteten Index von Hochdividendenaktien abbildet, setzt FDVV auf Sektorgewichtungen zur Ertragssteigerung. Dies führt zu signifikanten Unterschieden bei Kosten, Diversifikation und Sektorexposition, die für Anleger relevant sind.
Zwei Ansätze für Dividendenerträge
Beide ETFs richten sich an Anleger, die auf der Suche nach regelmäßigen Ausschüttungen sind. VYM verfolgt einen Full-Replication-Ansatz, um seinen zugrunde liegenden Hochdividendenindex abzubilden, was eine breite Streuung ermöglicht. FDVV hingegen nimmt gezielte Sektorgewichtungen vor, um die Dividendenrendite zu optimieren, was zu einer konzentrierteren Portfoliozusammensetzung führt.
Kosten und Kennzahlen im Überblick
Ein genauer Blick auf die Kosten und weitere Kennzahlen offenbart deutliche Unterschiede zwischen den beiden Fonds:
- Emittent: FDVV von Fidelity, VYM von Vanguard.
- **Kostenquote (Expense Ratio):** FDVV 0,15 %, VYM 0,06 %. VYM ist somit deutlich günstiger in der Haltung.
- 1-Jahres-Rendite (Stand: 20. Dez. 2025): FDVV 13,43 %, VYM 13,14 %. Die 1-Jahres-Rendite repräsentiert die Gesamtrendite über die letzten zwölf Monate.
- Dividendenrendite: FDVV 3,02 %, VYM 2,42 %. FDVV bietet eine höhere Ausschüttung, was für einkommensorientierte Anleger attraktiv sein kann.
- **Beta (5-Jahres-Monatsbasis):** FDVV 0,82, VYM 0,74. Beta misst die Preisvolatilität relativ zum S&P 500. Ein höheres Beta deutet auf eine höhere Volatilität hin.
- **Verwaltetes Vermögen (AUM):** FDVV 7,7 Milliarden US-Dollar, VYM 84,6 Milliarden US-Dollar. VYM ist ein wesentlich größerer Fonds.
Performance und Risiko im Vergleich
Die Betrachtung der historischen Performance und des Risikos zeigt weitere Facetten der beiden Dividenden-ETFs:
- Maximaler Drawdown (5 Jahre): FDVV -20,17 %, VYM -15,87 %. VYM verzeichnete in den letzten fünf Jahren einen geringeren maximalen Rückgang.
- Wachstum von 1.000 US-Dollar über 5 Jahre: FDVV 1.772 US-Dollar, VYM 1.565 US-Dollar. FDVV zeigte über diesen Zeitraum ein höheres Wachstum.
Diversifikation und Sektorgewichtung
Die Portfoliostruktur ist ein entscheidender Faktor für Diversifikation und Risiko:
- VYM hält 566 Aktien und verfolgt einen Full-Replication-Ansatz. Die größten Sektorexpositionen sind Finanzdienstleistungen (21 % der Gesamtaktiva), Technologie (18 %) und Gesundheitswesen (13 %). Zu den Top-Positionen gehören Broadcom, JPMorgan Chase und Exxon Mobil. Die breite Ausrichtung und der Index-Tracking-Ansatz des Fonds sorgen für eine umfassende Diversifikation.
- FDVV investiert hingegen in nur 107 Positionen und ist stärker im Technologiesektor gewichtet (26 %), gefolgt von Finanzdienstleistungen (19 %) und Basiskonsumgütern (12 %). Zu den Top-Aktien zählen Nvidia, Apple und Microsoft. Diese ausgeprägte Technologie-Neigung könnte sowohl die Rendite- als auch die Risikomerkmale im Vergleich zur breiteren Mischung von VYM beeinflussen.
Fazit für Anleger
Sowohl VYM als auch FDVV zielen darauf ab, überdurchschnittliche Dividendenzahlungen zu liefern. FDVV bietet zwar die höhere Dividendenrendite, jedoch wird diese durch eine höhere Kostenquote teilweise wieder aufgezehrt, was Anleger berücksichtigen sollten. Der primäre Unterschied zwischen diesen beiden Fonds liegt in der Diversifikation. VYM ist der breiter diversifizierte Fonds mit Hunderten von Aktien mehr als FDVV und ist zudem weniger stark auf den Technologiesektor ausgerichtet. FDVV's stärkere Neigung zu Technologieaktien kann zu höherer Volatilität führen, bietet aber auch Potenzial für höheres Wachstum, wie die 5-Jahres-Performance zeigt. Die Wahl zwischen VYM und FDVV hängt letztlich von der individuellen Präferenz des Anlegers bezüglich Kosten, Diversifikation, Sektorexposition und Risikobereitschaft ab.