Waffenruhe USA-Iran: Märkte atmen auf, Ölpreise fallen nach Hormus-Deal

Waffenruhe USA-Iran: Märkte atmen auf, Ölpreise fallen nach Hormus-Deal

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Die globalen Finanzmärkte reagierten erleichtert auf die jüngste Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump gab am Dienstagabend eine vorläufige Einigung bekannt, die eine Eskalation im Konflikt um die Straße von Hormus abwendet und die Ölpreise deutlich fallen ließ.

Waffenruhe im Nahen Osten: Eine Atempause für die Märkte

US-Präsident Donald Trump verkündete am Dienstagabend eine elfte Stunde vereinbarte Waffenruhe, die eine Frist für den Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus verhinderte. Andernfalls hätten Angriffe auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Trump postete auf Truth Social: „Ich stimme zu, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen.“

Die Einigung basiere auf einem 10-Punkte-Vorschlag des Iran, den Trump als „brauchbare Grundlage für Verhandlungen“ bezeichnete. Die „doppelseitige“ Waffenruhe sei an die Bedingung geknüpft, dass der Iran der Öffnung der Straße von Hormus zustimme. Ein iranischer Beamter bestätigte, dass Teheran die Waffenruhe einhalten und die sichere Passage durch die Straße von Hormus, eine Schlüsselader für globale Ölströme, ermöglichen werde.

Trumps Drohungen und die Verhandlungen

Die Waffenruhe kam zustande, nachdem Präsident Trump seine Drohungen zuvor massiv verschärft hatte. Er warnte, dass „eine ganze Zivilisation sterben“ und der Iran in die „Steinzeit“ zurückfallen würde, falls seine Forderungen nicht erfüllt würden. Diese Äußerungen, die auch massive Angriffe auf zivile Infrastruktur in Aussicht stellten, zogen Verurteilungen von US-Gesetzgebern beider Parteien nach sich.

Trump hatte zuvor betont, dass der Iran einem „für mich akzeptablen Deal“ zustimmen müsse, um die Frist abzuwenden. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Deals sei der Wunsch nach „freiem Verkehr von Öl und allem anderen“. Verhandlungen zwischen den USA, dem Iran und regionalen Vermittlern im Nahen Osten hatten zuvor längere Waffenstillstandsvorschläge, Berichten zufolge bis zu 45 Tage, zum Inhalt. Ein Beamter des Weißen Hauses teilte CNBC jedoch mit, dass Trump diesen Plan nicht unterstützte und der Iran explizit temporäre Waffenstillstände zugunsten eines dauerhaften Endes der Feindseligkeiten abgelehnt hatte.

Die Rolle Pakistans und Irans Reaktion

Pakistan spielte eine vermittelnde Rolle bei der Aushandlung des Deals und hatte eine zweiwöchige Konfliktpause angestrebt, so Präsident Trump. Die iranischen Staatsmedien stellten die Waffenruhe als ein Einlenken Trumps und eine Akzeptanz des 10-Punkte-Plans Teherans dar. Der iranische Außenminister erklärte im Namen des Obersten Nationalen Sicherheitsrates, dass Teheran seine defensiven Operationen einstellen werde, wenn die Angriffe gegen das Land aufhören.

Die sichere Passage durch die Straße von Hormus werde unter Koordination mit den Streitkräften und unter „Berücksichtigung technischer Einschränkungen“ ermöglicht. Diese Entwicklung bietet eine vorübergehende Entspannung in einer Region, die für die globalen Energiemärkte von entscheidender Bedeutung ist.

Auswirkungen auf Ölpreise und Lieferketten

Die Märkte reagierten umgehend auf die Nachricht der Waffenruhe. US-Aktienfutures stiegen deutlich an, während die Ölpreise stark fielen. Rohölpreise, die zuvor am Dienstag relativ stabil geblieben waren, stürzten um über 14 % ab und fielen unter 100 Dollar pro Barrel.

Diese Entspannung könnte eine Erleichterung für die globalen Märkte und Lieferketten darstellen, die durch Störungen der Ölströme infolge des Konflikts belastet waren. Die Auswirkungen der Ölunterbrechungen hatten sich bereits ausgebreitet: Die US-Flugzeugtreibstoffpreise hatten sich seit Kriegsbeginn nahezu verdoppelt, was einige Fluggesellschaften dazu veranlasste, Flugstreichungen, insbesondere auf internationalen Routen, in Betracht zu ziehen.

Eskalation vor der Einigung

Die Pause im Konflikt erfolgte kurz nachdem US-Streitkräfte militärische Ziele auf der Insel Kharg, Irans wichtigstem Ölexportterminal, angegriffen hatten, wie ein Beamter des Weißen Hauses CNBC mitteilte. Zuvor hatten die Märkte bereits vorsichtigen Optimismus gezeigt, wobei die wichtigsten US-Indizes am Dienstag leichte Gewinne verzeichneten.

Am Dienstag hatten Berichten zufolge Raketenangriffe aus dem Iran ein Feuer im saudischen Jubail-Komplex ausgelöst. Jubail ist das größte Industriezentrum des Landes und beherbergt wichtige Raffinerie-, Petrochemie- und Kohlenstoffabscheidungsanlagen. Der Iran erklärte Berichten zufolge, der Angriff sei eine Reaktion auf Angriffe auf einige seiner petrochemischen Anlagen, die mit seinem riesigen South Pars Gasfeld verbunden sind.

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