Wall Street: Analysten-Upgrades für BIP und LNG, Downgrades für SMCI und Software-Aktien

Wall Street: Analysten-Upgrades für BIP und LNG, Downgrades für SMCI und Software-Aktien

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Die Finanzmärkte sind ständig in Bewegung, und die Einschätzungen führender Wall-Street-Analysten spielen eine entscheidende Rolle für die Anlegerstimmung. Aktuelle Research-Calls zeigen eine Reihe von Neubewertungen, die Investoren genau beobachten sollten.

Analysten-Upgrades im Überblick

Mehrere Unternehmen erhielten positive Bewertungen von Analystenhäusern, was auf ein gestiegenes Vertrauen in ihre Wachstumsaussichten oder eine attraktive Bewertung hindeutet:

  • Brookfield Infrastructure Partners (BIP) wurde von Morgan Stanley von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft. Das Kursziel von 45 US-Dollar blieb unverändert. Die Analysten begründen dies damit, dass der Aktienkurs das beschleunigte Wachstumsprofil des Unternehmens nicht widerspiegele.
  • Cheniere Energy (LNG) erhielt ebenfalls ein Upgrade von Morgan Stanley, von "Equal Weight" auf "Overweight". Das Kursziel wurde von 236 US-Dollar auf 313 US-Dollar angehoben. Die Hochstufung erfolgte nach Schäden an Katars Flüssigerdgas-Anlage in Ras Laffan.
  • AeroVironment (AVAV) wurde von Raymond James von "Underperform" auf "Market Perform" hochgestuft, ohne ein spezifisches Kursziel zu nennen. Die Neubewertung erfolgte aufgrund der Bewertung, nachdem die Aktie seit dem 2. März um 35 % gefallen war.
  • Valvoline (VVV) wurde von Stifel von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, mit einem Kursziel von 42 US-Dollar, zuvor 40 US-Dollar. Der jüngste Kursrückgang biete einen "attraktiven Einstiegspunkt", so die Analysten.
  • MongoDB (MDB) wurde von Mizuho von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft. Das Kursziel wurde von 290 US-Dollar auf 325 US-Dollar erhöht. Die Analysten sehen eine "attraktive" Aktienkonstellation nach dem Bericht des Unternehmens für das vierte Quartal des Geschäftsjahres.

Super Micro Computer (SMCI) im Fokus der Downgrades

Besondere Aufmerksamkeit erregte Super Micro Computer (SMCI), das von mehreren Analysten herabgestuft wurde und mit neuen Vorwürfen konfrontiert ist.

Northland stufte SMCI von "Outperform" auf "Market Perform" herab und setzte ein Kursziel von 22 US-Dollar. Die Analysten sehen die Trennung der Rollen von Chief Compliance Officer und CFO zwar positiv, halten diese Maßnahme jedoch für "reaktionär statt proaktiv". Sie glauben, dass SMCI mit einem stagnierenden Umsatz- und Gewinnwachstum zu kämpfen haben wird, bis Maßnahmen zur Trennung der Rollen von Chairman und CEO ergriffen werden.

Die Aktie von SMCI erreichte am Freitag ein neues 52-Wochen-Tief und notierte zuletzt bei 22,6450 US-Dollar, nachdem sie zuvor bei 30,79 US-Dollar geschlossen hatte. Am Freitag verlor die Aktie über ein Drittel ihres Wertes und weitere 5 % im Übernachtshandel am Sonntag.

Vorwürfe und frühere Unregelmäßigkeiten

Der jüngste Druck auf SMCI resultiert aus der Anklage gegen Mitarbeiter des Unternehmens, darunter Mitbegründer Yih-Shyan „Wally“ Liaw, einen Vertriebsleiter und einen Auftragnehmer. Ihnen wird vorgeworfen, an einem Schema beteiligt gewesen zu sein, das die Schmuggelei von Nvidia-Chips im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar nach China unter Verstoß gegen US-Exportbestimmungen ermöglichte. Super Micro Computer selbst wurde in der Anklageschrift nicht genannt und beteuert, die Exportregeln einzuhalten. Das Unternehmen gab an, mit den Behörden zu kooperieren, die betroffenen Mitarbeiter beurlaubt und einen Auftragnehmer entlassen zu haben.

Die Vorwürfe wecken Erinnerungen an frühere Fehltritte von SMCI:

  • Yih-Shyan „Wally“ Liaw, Mitbegründer von Super Micro im Jahr 1993, trat bereits 2018 im Zuge eines Bilanzskandals zurück. Er kehrte 2021 als Berater, 2022 als Senior Vice President und Ende 2023 als Vorstandsmitglied zu SMCI zurück.
  • Im Jahr 2020 stimmte Super Micro einer Zahlung von 17,5 Millionen US-Dollar zu, um Vorwürfe der Securities and Exchange Commission (SEC) wegen weitreichender Bilanzverstöße beizulegen.
  • Die Wirtschaftsprüfer Ernst & Young traten vor zwei Jahren abrupt zurück und erklärten, sich nicht mehr auf die Zusicherungen des Managements oder des Prüfungsausschusses von Super Micro verlassen zu können.

Angesichts dieser Entwicklungen stufte Argus Super Micro von "Buy" auf "Hold" herab und erklärte, dass die Anklagen "Echos" früherer Fehltritte bei Umsatzlieferungen, Margenengpässen und einer drohenden Nasdaq-Delisting wieder aufleben ließen. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die SMCI-Aktie mittelfristig nicht auf Fundamentaldaten gehandelt werden wird. CJS Securities hatte die Aktie zuvor von "Outperform" auf "Underperform" doppelt herabgestuft. Bernstein äußerte, die Anschuldigungen gegen die Mitarbeiter "werfen ernsthafte Glaubwürdigkeitsprobleme auf, die das Geschäft beeinträchtigen könnten". Raymond James wies auf ein höheres regulatorisches Risiko hin und bezeichnete den Vorfall als "schlechtes Bild", das zu erhöhter regulatorischer Kontrolle führen könnte, behielt aber sein "Outperform"-Rating bei.

Trotz der negativen Nachrichtenlage blieb die Stimmung auf Stocktwits "extrem optimistisch", wobei viele Händler glauben, dass sich die Aktie erholen wird, da SMCI nicht direkt der Vergehen beschuldigt wird. Laut MarketBeat.com liegt das Konsensrating für Super Micro Computer bei "Hold" mit einem Konsens-Kursziel von 43,43 US-Dollar.

Weitere Downgrades in verschiedenen Sektoren

Neben Super Micro Computer wurden auch andere Unternehmen von Analysten herabgestuft:

  • Dropbox (DBX) wurde von William Blair von "Market Perform" auf "Underperform" herabgestuft. Das Analysehaus stufte zudem GitLab (GTLB), N-able (NABL) und Backblaze (BLZE) auf "Underperform" herab. Box (BOX), Varonis (VRNS), Commvault (CVLT), AvePoint (AVPT) und Nutanix (NTNX) wurden auf "Market Perform" gesenkt. Als Begründung nannte William Blair die "erhöhte Unsicherheit, die KI in den Softwaresektor injiziert hat".
  • Zimmer Biomet (ZBH) wurde von BTIG von "Buy" auf "Neutral" herabgestuft. Die Analysten gehen davon aus, dass die Aktien in den kommenden Quartalen trotz der Bemühungen von Zimmer, Wachstum und Rentabilität zu verbessern, voraussichtlich keine großen Renditen erzielen werden.
  • **XPeng (XPEV)** wurde von Macquarie von "Outperform" auf "Neutral" herabgestuft. Das Kursziel wurde von 24 US-Dollar auf 19 US-Dollar gesenkt. Obwohl das Analysehaus die "physische KI-Optionalität" von XPeng schätzt, sei das Volumenwachstum des Unternehmens "in diesem Jahr keine Garantie".