Warner Bros. Discovery: David Zaslavs 887 Mio. $ Payout im Paramount-Deal

Warner Bros. Discovery: David Zaslavs 887 Mio. $ Payout im Paramount-Deal

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Warner Bros. Discovery (WBD) CEO David Zaslav steht im Falle der Übernahme des Medienkonzerns durch Paramount Skydance eine Kompensation von bis zu 887 Millionen US-Dollar in Aussicht. Diese beträchtliche Summe, bekannt als "Golden Parachute", ist an den erfolgreichen Abschluss des rund 110 Milliarden US-Dollar schweren Deals geknüpft und wurde in jüngsten regulatorischen Einreichungen offengelegt. Die Fusion verspricht, die globale Medienlandschaft maßgeblich zu beeinflussen.

Megadeal in der Medienbranche: Paramount Skydance übernimmt Warner Bros. Discovery

Paramount Skydance hat sich Ende Februar auf eine vollständige Übernahme von Warner Bros. Discovery geeinigt. Der Deal bewertet WBD mit etwa 31 US-Dollar pro Aktie und einem Gesamtvolumen von rund 110 bis 111 Milliarden US-Dollar. Im Rahmen dieser Transaktion wird Paramount Skydance die Studios, Streaming-Dienste und linearen TV-Sparten von Warner Bros. Discovery vollständig erwerben.

David Zaslav, der vor seiner Zeit bei WBD CEO von Discovery war und die Fusion mit WarnerMedia leitete, spielte eine zentrale Rolle als Dealmaker in diesem Prozess. Er äußerte sich erfreut über das Ergebnis: "Unser Leitprinzip während dieses Prozesses war es, eine Transaktion zu sichern, die den Wert unserer ikonischen Vermögenswerte und unseres jahrhundertealten Studios maximiert und unseren Investoren so viel Sicherheit wie möglich bietet." Auch David Ellison, CEO von Paramount, betonte die Vision, ein Medien- und Unterhaltungsunternehmen der nächsten Generation aufzubauen.

David Zaslavs "Golden Parachute": Eine detaillierte Aufschlüsselung

Die potenzielle Kompensation für David Zaslav beläuft sich auf bis zu 886,8 Millionen US-Dollar, sollte der Deal erfolgreich abgeschlossen werden. Diese Summe setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:

  • 517,2 Millionen US-Dollar in Aktien des fusionierten Unternehmens.
  • 34,2 Millionen US-Dollar in Barabfindungen, davon 6 Millionen US-Dollar Gehaltsabfindung und 28,2 Millionen US-Dollar Bonusabfindung.
  • 44,2 Millionen US-Dollar an Leistungen, die an den Wert der Krankenversicherungsrückerstattung gebunden sind.
  • 335,4 Millionen US-Dollar an Steuerrückerstattungen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Steuerrückerstattung eine Schätzung darstellt und sich gemäß den IRS-Regeln mit der Zeit erheblich verringern würde. Sollte der Deal beispielsweise erst 2027 abgeschlossen werden, würde keine Steuerrückerstattung an Zaslav erwartet. Die genannten Beträge sind Schätzungen, die auf mehreren Annahmen basieren und von den tatsächlichen Zahlungen abweichen können. Zaslav, 66 Jahre alt, wird voraussichtlich nicht bei WBD bleiben, sobald der Deal abgeschlossen ist. Zuvor hatte er bereits WBD-Aktien im Wert von 114 Millionen US-Dollar verkauft, nachdem Paramount den Bieterkampf gewonnen hatte.

Kompensation für weitere WBD-Führungskräfte

Nicht nur David Zaslav, sondern auch andere Top-Führungskräfte von Warner Bros. Discovery sind für beträchtliche "Golden Parachute"-Zahlungen vorgesehen, falls die Übernahme durch Paramount Skydance zustande kommt:

  • Gunnar Wiedenfels, Chief Financial Officer (CFO) von WBD, könnte bis zu 120 Millionen US-Dollar erhalten.
  • Bruce Campbell, Chief Revenue Officer, stehen bis zu 121,5 Millionen US-Dollar zu.
  • Jean-Briac Perrette, CEO für Streaming und Games, könnte bis zu 142 Millionen US-Dollar erhalten.
  • Gerhard Zeiler, President of International, ist für bis zu 82,6 Millionen US-Dollar vorgesehen.

Auch diese Beträge sind Schätzungen, die auf Annahmen basieren und sich in der Realität unterscheiden können.

Der Bieterkampf und die Marktreaktionen

Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance beendet einen mehrjährigen, hochkarätigen Bieterkampf, an dem auch der Streaming-Gigant Netflix (NFLX) beteiligt war. Netflix hatte ein Angebot von rund 82,7 Milliarden US-Dollar zu 27,75 US-Dollar pro Aktie unterbreitet. Der Plan von Netflix sah vor, die Studios und das Streaming-Geschäft von Paramount zu erwerben und die linearen TV-Assets in ein separates börsennotiertes Unternehmen auszugliedern.

Die Ankündigung des Deals hatte unterschiedliche Auswirkungen auf die Aktienkurse der beteiligten Unternehmen:

  • Paramount-Aktien haben seit der Ankündigung des Deals alle Gewinne wieder abgegeben und notieren im Monatsverlauf mehr als 10 % im Minus.
  • Netflix-Aktien hingegen, die nach der Ankündigung des Rückzugs aus dem Bieterverfahren stiegen, verzeichneten im letzten Monat einen Zuwachs von rund 25 %.
  • Warner Bros. Discovery-Aktien verloren im gleichen Zeitraum etwa 4 %.

Finanzierung und Ausblick des Deals

Um die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance zu sichern, hat Larry Ellison, Gründer und Chief Technology Officer von Oracle und Vater von David Ellison (der Paramount leitet), persönlich eine Eigenkapitalfinanzierung von 47 Milliarden US-Dollar zugesichert. Dies diente als Absicherung für die Stakeholder von Warner Bros. Discovery, die Bedenken hinsichtlich der Kapitalisierung von Paramount geäußert hatten.

Der Deal umfasst zudem Schuldenzusagen in Höhe von 54 Milliarden US-Dollar von Bank of America, Citigroup und Apollo. Diese beinhalten 15 Milliarden US-Dollar zur Absicherung einer bestehenden Brückenfinanzierung von WBD und 39 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen neuen Schulden. Bestehende Paramount-Aktionäre erhalten die Möglichkeit, an einem Bezugsrechtsangebot von bis zu 3,25 Milliarden US-Dollar an Class B Paramount-Aktien zu einem Preis von 16,02 US-Dollar pro Aktie teilzunehmen. Ein Aktionärsvotum ist für das Frühjahr geplant, und der Abschluss der Fusion wird bis zum 30. September erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der Aufsichtsbehörden.

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