Warner Bros. Discovery lehnt Paramount-Angebot ab: Netflix-Deal bevorzugt

Warner Bros. Discovery lehnt Paramount-Angebot ab: Netflix-Deal bevorzugt

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Der Kampf um Warner Bros. Discovery (WBD) spitzt sich zu: Der WBD-Vorstand hat das feindliche Übernahmeangebot von Paramount Global in Höhe von 108,4 Milliarden US-Dollar endgültig abgelehnt. Stattdessen wird die Fusion mit Netflix, die sich auf die Streaming- und Studio-Assets konzentriert, als überlegen und im besten Interesse der Aktionäre betrachtet. Dies markiert einen entscheidenden Punkt im Ringen der Medienriesen um die Zukunft der Unterhaltungsbranche.

Kampf der Giganten um Warner Bros. Discovery

Netflix und Paramount Global liefern sich einen erbitterten Kampf um Teile oder das gesamte Medienunternehmen Warner Bros. Discovery (WBD). Paramount CEO David Ellison, unterstützt von den Milliarden seines Vaters Larry Ellison, strebt die Übernahme des gesamten Konzerns an. Seine Angebote wurden jedoch mehrfach abgelehnt. Netflix hingegen konzentriert sich auf den Erwerb der Streaming- und Studio-Assets von WBD.

Paramounts feindliches Angebot und die Ablehnung

Nachdem Netflix und Warner Bros. Discovery bereits am letzten Freitag ein 83 Milliarden US-Dollar schweres Abkommen für die Streaming- und Studio-Assets angekündigt hatten, legte Paramount Global in der Vorwoche ein feindliches All-Cash-Angebot von 108 Milliarden US-Dollar (später 108,4 Milliarden US-Dollar) für das gesamte Unternehmen vor. Dieses Angebot umfasste HBO, Warner Bros. Studios und CNN sowie weitere namhafte Marken. Der Vorstand von Warner Bros. Discovery empfahl am Mittwoch, dem 17. Dezember 2025, den Aktionären, dieses feindliche Angebot abzulehnen.

Gründe für die Ablehnung: Finanzierung und Risiken

Der WBD-Vorstand begründete seine Entscheidung mit unzureichenden Finanzierungszusagen seitens Paramount. In einem Schreiben an die Aktionäre wurde kritisiert, dass Paramount "konsequent die Warner Bros. Aktionäre in die Irre geführt" habe, indem es behauptete, das 30-Dollar-pro-Aktie-Barangebot sei vollständig garantiert oder abgesichert. Der Vorstand stellte klar, dass dies nicht der Fall sei und das Angebot "zahlreiche, erhebliche Risiken" berge.

Zudem wurde das Paramount-Angebot als "illusorisch" beschrieben, da es jederzeit vor Abschluss des Deals gekündigt oder geändert werden könnte, im Gegensatz zu einer bindenden Fusionsvereinbarung. Der Vorstand schrieb, dass das Paramount-Angebot "ein unhaltbares Maß an Risiko und potenziellem Nachteil für die WBD-Aktionäre" darstelle.

Netflix' Deal als "überlegen" eingestuft

Netflix Co-CEO Ted Sarandos äußerte sich bereits am Montag zuversichtlich, dass der Deal zustande kommen würde, und der WBD-Vorstand bestätigte dies. Der Vorstand betonte, dass die Fusionsvereinbarung mit Netflix überlegen sei und im besten Interesse der Aktionäre liege. Netflix bot zudem eine höhere Break-up-Fee von 5,8 Milliarden US-Dollar, verglichen mit Paramounts 5 Milliarden US-Dollar.

Die Rolle der Ellisons und politische Dimensionen

Larry Ellison, Mitbegründer von Oracle und einer der reichsten Menschen der Welt, sowie sein Sohn David Ellison übernahmen Paramount Global im Sommer. Ihr Ziel ist es, einen Hollywood-Giganten zu schaffen, der mit Netflix, Amazon, Apple und Disney konkurrieren kann. Die Ellisons hatten im Vorfeld starke Beziehungen zu Präsident Trump aufgebaut, dessen Regierung die Genehmigung einer solchen Übernahme durch Kartellbehörden prüfen müsste.

Larry Ellison ist ein Spender, informeller Berater und Freund des Präsidenten. David Ellison tätigte zudem wichtige Neueinstellungen in der Nachrichtenabteilung von CBS, um eine weniger konfrontative Haltung gegenüber Trump zu gewährleisten, darunter einen konservativen Ombudsmann und Bari Weiss als Chefredakteurin.

Marktreaktionen und Ausblick

Nach der Ablehnung des Paramount-Angebots fielen die Warner Bros. Discovery-Aktien im vorbörslichen Handel um 1,4 % auf 28,5 US-Dollar. Netflix-Aktien legten um 1,5 % zu, während Paramount um 1,8 % fiel. Der WBD-Vorstand ist der Ansicht, dass sowohl die Netflix- als auch die Paramount-Transaktion die notwendigen US-amerikanischen und ausländischen behördlichen Genehmigungen erhalten würden. Es bleibt abzuwarten, ob Paramount sein Angebot noch einmal überdenken wird.

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