
Warren Buffetts Kinder: Keine "Succession"-Dramen bei der Milliarden-Erbschaft
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Die Kinder von Warren Buffett – Howard, Susan und Peter Buffett – sehen sich nicht in der Rolle von zerstrittenen Erben, wie man sie aus TV-Serien kennt. Stattdessen bereiten sie sich darauf vor, das immense Vermögen ihres Vaters in Milliardenhöhe gemeinsam und einvernehmlich zu verteilen, eine Aufgabe, die sie mit einer tief verwurzelten Bescheidenheit angehen.
Kontrast zu "Succession": Keine Familiendramen bei den Buffetts
Peter Buffett äußerte sich in einem CNBC-Interview, das Teil des Specials "Warren Buffett: A Life and Legacy" war, kritisch gegenüber der Vorstellung von Familiendramen um Reichtum. Er verglich die Erwartungen vieler Menschen mit Serien wie "Succession" oder "Dallas", betonte jedoch, dass seine Familie "keine derartigen Dramen" erlebe.
Howard Buffett ergänzte, dass sie "nichts erwartet" hätten, als sie aufwuchsen. Er sprach von einer "falschen Vorstellung", die viele von der Buffett-Familie hätten, und ist überzeugt, dass es "nicht schwer sein wird", sich bei der Verteilung des Vermögens zu einigen.
Die Mammutaufgabe: Buffetts Milliarden verteilen
Im Juni 2024 gab Warren Buffett bekannt, dass er praktisch alle seine rund 150 Milliarden US-Dollar schweren Berkshire Hathaway-Aktien in einen Trust überführen wird. Seine drei Kinder sollen die Aufgabe übernehmen, dieses Vermögen zu verteilen.
Die Geschwister, die bereits eigene Stiftungen leiten, müssen einstimmig über die Verteilung der Gelder entscheiden. Bereits im November kündigte Buffett an, seine Spenden zu beschleunigen, in der Hoffnung, dass seine Kinder, die mittlerweile in ihren 60ern und 70ern sind, den Großteil des Vermögens noch zu ihren Lebzeiten auszahlen können.
Howard Buffett sprach von der "immensen Größenordnung" der Summen und der Notwendigkeit, "Schecks" an Regierungen und Institutionen auszustellen, obwohl er "kein großer Fan" dieser Art von Philanthropie sei. Peter Buffett wiederum erwähnte den "enormen Druck", für eines der größten Vermögen der Geschichte verantwortlich zu sein, und scherzte, dass sein Vater ihm zustimmte ("Ich mache dir keine Vorwürfe"), als er ihm sagte, er wolle aussteigen.
Bescheidene Erziehung: Keine Spur von Verwöhntheit
Die Geschwister betonten, dass Warren Buffett in ihrer Kindheit weder reich noch berühmt war und ihnen stets Bescheidenheit und Sparsamkeit lehrte. Sie wuchsen nicht verwöhnt oder anspruchsvoll auf.
Susan Buffett erinnerte sich, dass sie öffentliche Schulen besuchten, in einer "normalen Nachbarschaft" lebten und mit dem Bus zur High School fuhren. Sie wusste nicht einmal genau, was ihr Vater beruflich machte; ihre Mutter sagte ihr, sie solle "Sicherheitsanalyst" schreiben, woraufhin Susan scherzte, sie dachte, er überprüfe "Einbruchmeldeanlagen".
Howard Buffett erzählte, dass sein Vater einen Volkswagen fuhr, als sie klein waren, und erst auf einen Cadillac umstieg, als er Geschäftspartner vom Flughafen abholen musste. "Es war nicht, weil er einen Cadillac wollte", so Howard, "es war ihm egal, welches Auto er fuhr." Er erinnerte sich auch daran, wie seine Mutter ihn in "Onkel Freddies altem, klapprigen Kombi" zu seinen außerschulischen Aktivitäten fuhr, was ihm peinlich war.
Die Kinder verdienten ihr Taschengeld mit Hausarbeiten wie dem Reinigen der Dachrinnen, Rasenmähen und Laub rechen. Warren Buffett wurde jedoch "ziemlich clever", indem er ihnen das Taschengeld in Dimes gab und dann einen Dime-Spielautomaten kaufte. "So bekam er den Großteil seines Taschengeldes zurück. Zumindest bei mir bekam er vieles davon zurück", witzelte Howard.