Warren kritisiert Private Credit: Blue Owl schränkt Rücknahmen ein

Warren kritisiert Private Credit: Blue Owl schränkt Rücknahmen ein

Aktualisiert:
3 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Senatorin Elizabeth Warren (D-Mass.) hat die Private-Credit-Branche scharf kritisiert, nachdem Blue Owl Capital Inc. (NYSE:OWL) die Rücknahme von Geldern in einem ihrer primären Retail-Fonds eingeschränkt hatte. Sie warnte eindringlich vor systemischen Risiken und forderte die Regierung zum Handeln auf, um die Ausbreitung einer möglichen Ansteckung auf die breitere Wirtschaft zu verhindern.

Scharfe Kritik an "schattigem" Private Credit

In einer deutlich formulierten Erklärung verglich die Senatorin und Ranking Member des Senatsausschusses für Banken, Wohnungsbau und Stadtentwicklung die Liquiditätsprobleme bei Blue Owl mit einem Schädlingsbefall, der oft auf tiefere, verborgene Probleme hindeutet. Warren äußerte sich besorgt über die Praktiken in der Private-Credit-Branche.

"Höre ich da eine Kakerlake?", fragte Warren. "Eine schattige Private-Credit-Firma blockiert plötzlich Anleger daran, ihr Geld abzuheben." Diese Äußerungen folgten auf einen turbulenten Tag für Blue Owl.

Das "Kakerlaken"-Problem

Die "Kakerlaken"-Metapher ist ein gängiges Wall-Street-Sprichwort, das besagt, dass ein sichtbares Problem oft viele weitere, verborgene Probleme in den Schatten verbirgt. Sie unterstreicht wachsende Befürchtungen, dass der 1,7 Billionen US-Dollar schwere Private-Credit-Markt unter dem Druck höherer Zinsen und der Exposition gegenüber angeschlagenen Sektoren wie Unternehmenssoftware zu bröckeln beginnt.

Blue Owl Capital Inc. hatte zuvor angekündigt, die vierteljährlichen Rücknahmen in ihrem 1,6 Milliarden US-Dollar schweren Blue Owl Capital Corporation II (OBDC II) Fonds dauerhaft durch eine neue "Return of Capital"-Strategie zu ersetzen. Daraufhin fiel der Aktienkurs des Unternehmens um bis zu 5,93 %.

Forderung nach staatlichem Eingreifen

Senatorin Warren forderte die aktuelle Regierung direkt zum Eingreifen auf, bevor sich die Ansteckung auf die breitere Wirtschaft ausbreitet. Sie betonte die Notwendigkeit, amerikanische Rentenkonten vor riskanten Investitionen zu schützen.

"Die Trump Administration muss aufwachen", drängte Warren. "Hören Sie auf, diese riskanten Investitionen in die Rentenkonten der Amerikaner zu drängen." Sie forderte zudem, die Kapitalanforderungen der Banken für Private-Credit-Engagements zu erhöhen, transparente Daten von diesen Firmen zu erzwingen und sofort einen Stresstest für den Markt durchzuführen. Diese Forderungen knüpfen an frühere Aufrufe der Senatorin im Dezember und Juli an, in denen sie Bankenregulierungsbehörden und den Financial Stability Oversight Council zum Handeln aufforderte.

Blue Owl verteidigt Liquiditätsstrategie

Craig Packer, CEO von Blue Owl, wies die Darstellung eines "Einfrierens" von Rücknahmen während einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen zurück. Er charakterisierte den Schritt als eine Beschleunigung der Liquidität und nicht als eine Blockade.

Packer erklärte, dass das Unternehmen 30 % des Aktionärskapitals zum Buchwert innerhalb der nächsten 45 Tage zurückführt. "Wir stoppen keine Rücknahmen, wir ändern lediglich die Methode, mit der wir Rücknahmen bereitstellen", sagte Packer den Analysten.

Auswirkungen auf den breiteren Markt

Trotz dieser Zusicherungen spürte der breitere Private-Equity-Sektor die Auswirkungen. Die Aktien von Branchengrößen wie Blackstone Inc. (NYSE:BX), Apollo Global Management (NYSE:APO) und Ares Management Corp. (NYSE:ARES) fielen, da Anleger sich fragten, ob Blue Owl ein Einzelfall ist oder, wie Warren andeutet, nur eine von vielen "Kakerlaken", die zum Vorschein kommen.

Erwähnte Persönlichkeiten