Warren kritisiert Trumps Venezuela-Plan: Ölkonzerne besser informiert?

Warren kritisiert Trumps Venezuela-Plan: Ölkonzerne besser informiert?

Aktualisiert:
2 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Senatorin Elizabeth Warren (D-Mass.) hat die Behauptung aufgestellt, dass führende Ölkonzernmanager mehr Informationen über Präsident Donald Trumps Pläne für Venezuela besitzen als die amerikanische Öffentlichkeit. Diese Anschuldigungen kommen inmitten von Trumps Drohungen militärischer Maßnahmen und widersprüchlichen Aussagen über Treffen mit der Ölindustrie, während die Rohölpreise unter Druck geraten.

Warrens Vorwürfe: Geheime Pläne für Venezuela?

Nach einer Senatsanhörung am Mittwoch äußerte Senatorin Warren auf X die Vermutung, dass Ölkonzernmanager mehr über Trumps "geheimen Plan" zur "Führung" Venezuelas wüssten als die amerikanische Bevölkerung. Sie kommentierte die Situation mit den Worten: "Es ist schlimmer, als Sie dachten", ohne jedoch weitere Details zu Trumps Plänen oder dem Kenntnisstand der Ölmanager preiszugeben. Warren forderte daraufhin öffentliche Senatsanhörungen.

Trumps Äußerungen und militärische Drohungen

Zuvor in der Woche hatte Donald Trump erklärt, die Vereinigten Staaten würden Venezuela nach der Festnahme des Landespräsidenten Nicolás Maduro am Wochenende "führen". Er drohte zudem mit militärischen Maßnahmen, die "schlimmer als Maduro" wären, sollte die Interimsregierung Venezuelas unter Vizepräsidentin Delcy Rodriguez nicht mit seinen Bemühungen zur "Behebung" der Lage kooperieren. Trump behauptete zudem, er habe bereits vor und nach Maduros Festnahme Treffen mit "allen" US-Ölunternehmen abgehalten.

Dementi der Ölindustrie und kartellrechtliche Bedenken

Führende Ölmanager haben jedoch dementiert, Treffen mit der Trump-Administration vor oder nach den jüngsten Operationen gegen Venezuela abgehalten zu haben. Dies steht im Widerspruch zu Trumps eigenen Aussagen. Branchenvertreter äußerten zudem Bedenken hinsichtlich Gruppentreffen im Weißen Haus, da solche kollektiven Diskussionen über Investitions- und Produktionspläne unter Wettbewerbern kartellrechtliche Probleme aufwerfen könnten.

Bill Turenne, Sprecher der Chevron Corp. (NYSE:CVX), erklärte gegenüber ABC News, dass das Unternehmen "keine Vorabinformation über die jüngste Operation" gehabt habe. Er fügte hinzu, dass Führungskräfte von Chevron im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs regelmäßig mit Regierungs-, Regulierungs- und Joint-Venture-Partnern weltweit zusammenträfen, stets in voller Übereinstimmung mit allen relevanten Gesetzen und Vorschriften, einschließlich der US-Politik.

Auswirkungen auf die Energiemärkte

Obwohl Energieaktien auf Trumps jüngste Äußerungen hin zunächst zulegten, gerieten die Rohölpreise unter Druck. Der United States Oil Fund LP (NYSE:USO), der den Preis für leichtes, süßes Rohöl abbildet, verzeichnete in der vergangenen Woche einen Rückgang von 3,43 %.

Der Fonds weist in Benzingas Edge Stock Rankings eine schlechte Momentum-Bewertung auf, mit einem ungünstigen Preistrend sowohl kurz-, mittel- als auch langfristig.

Erwähnte Persönlichkeiten