
Waymo pausiert Robotaxis in SF: Sturzfluten und Stromausfälle fordern System
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Der Robotaxi-Dienst von Waymo, einer Tochtergesellschaft von Alphabet, hat seinen Betrieb in der San Francisco Bay Area vorübergehend eingestellt. Grund hierfür sind erwartete Stürme und eine Sturzflutwarnung des National Weather Service. Diese Entscheidung folgt auf eine Reihe von Herausforderungen, die das Unternehmen bei der Expansion seiner autonomen Fahrdienste bewältigen muss.
Erneute Dienstunterbrechung in San Francisco
Am Donnerstag wurde der Waymo-Robotaxi-Dienst in der San Francisco Bay Area aufgrund einer Sturzflutwarnung des National Weather Service pausiert. Eine Kundenbenachrichtigung in der fahrerlosen Ride-Hailing-App des Unternehmens informierte über die vorübergehende Einstellung des Dienstes. Der National Weather Service hat eine Hochwasserwarnung für die gesamte San Francisco Bay Area bis Freitag, 22 Uhr Ortszeit, verlängert.
Herausforderungen bei Stromausfällen
Die aktuelle Pause ist nicht die erste ihrer Art. Bereits am 20. Dezember musste Waymo seinen Dienst während eines Stromausfalls in San Francisco unterbrechen. Dieser Ausfall betraf Zehntausende von Menschen in der Region und führte dazu, dass einige der autonomen Fahrzeuge von Waymo mitten im Verkehr zum Stillstand kamen, was zu Staus und Verkehrschaos beitrug oder diese verursachte. Das Alphabet-eigene Unternehmen hatte Anfang dieser Woche angekündigt, seine Flotte zu aktualisieren, um bei Stromausfällen besser funktionieren zu können.
Regulatorische Fragen und öffentliche Skepsis
Waymo sah sich in der Vergangenheit zunehmender öffentlicher Kontrolle und Sicherheitsbedenken ausgesetzt, während es versucht, seinen Robotaxi-Dienst zu erweitern. Weder Waymo noch die California Public Utilities Commission (CPUC), die fahrerlose Ride-Hailing-Dienste im Bundesstaat reguliert, reagierten am Donnerstag während der Weihnachtsfeiertage sofort auf Anfragen zu den Dienstunterbrechungen oder möglichen regulatorischen Anforderungen.
Expertenmeinung zur Regulierung autonomer Fahrzeuge
Jeffrey Tumlin, der ehemalige CEO der San Francisco Municipal Transit Authority, äußerte gegenüber CNBC, dass Regulierungsbehörden und Robotaxi-Unternehmen wertvolle Lehren aus dem Chaos ziehen können, das bei den Waymo-Fahrzeugen während der PG&E-Stromausfälle der letzten Woche entstand. Er schlug vor, dass Regulierungsbehörden ein gestaffeltes System einführen könnten, das es autonomen Fahrzeugunternehmen ermöglicht, ihre Operationen schnell zu skalieren, vorausgesetzt, sie erfüllen spezifische Tests.
Tumlin betonte, dass eine dieser Prüfungen darin bestehen sollte, wie schnell ein Unternehmen seine autonomen Fahrzeuge sicher aus dem Verkehr ziehen kann, wenn sie auf verwirrende Situationen stoßen, wie eine Kreuzung ohne funktionierende Ampeln. Er fügte hinzu, dass Städte und Regulierungsbehörden mehr Daten von Robotaxi-Unternehmen über die geplante oder tatsächliche Leistung ihrer Fahrzeuge bei erwarteten Notfällen wie Stromausfällen, Überschwemmungen oder Erdbeben anfordern sollten.
Waymos Expansionspläne
Trotz der aktuellen Herausforderungen betreibt Waymo derzeit einen kommerziellen, fahrerlosen Dienst in fünf US-Märkten: Austin, der San Francisco Bay Area, Phoenix, Atlanta und Los Angeles. Dies ist eine Steigerung gegenüber drei Märkten Ende 2024. Das Unternehmen beabsichtigt, sein Dienstgebiet im Jahr 2026 erheblich innerhalb und außerhalb der USA zu erweitern, wie CNBC zuvor berichtete.