Waymo-Robotaxis in San Francisco: Stromausfall legt autonome Flotte lahm
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Ein Stromausfall in San Francisco führte am Samstag zur vorübergehenden Einstellung des Robotaxi-Dienstes von Waymo. Die autonomen Fahrzeuge des Alphabet-Unternehmens gerieten in Verwirrung und verursachten Verkehrsbehinderungen, während Waymo-Teams an einer Lösung arbeiteten.
Waymo-Dienst in San Francisco unterbrochen
Am vergangenen Samstag musste Waymo, ein führender Anbieter im Bereich des autonomen Fahrens, seinen Robotaxi-Dienst in San Francisco aufgrund eines großflächigen Stromausfalls einstellen. Auf sozialen Medien geteilte Aufnahmen zeigten mehrere Waymo-Fahrzeuge, die im Verkehr zum Stillstand kamen und Kreuzungen blockierten. Ein Video auf X (ehemals Twitter) zeigte mindestens fünf Waymos, die eine Kreuzung überfüllten und menschliche Fahrer zum Ausweichen zwangen.
Ein Sprecher von Waymo bestätigte gegenüber Business Insider die Aussetzung der Dienste in der betroffenen Region. Das Unternehmen arbeite eng mit den Stadtbehörden zusammen, um die Dienste schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Man bat um Geduld und versprach weitere Updates.
Ursache des Stromausfalls und Auswirkungen auf den Verkehr
Der Stromausfall betraf am Samstag rund 130.000 Kunden von Pacific Gas & Electric (PG&E). Laut einem X-Post des Unternehmens vom Sonntag verursachte ein Brand "erhebliche und umfangreiche" Schäden an einem Umspannwerk. PG&E-Mitarbeiter arbeiten daran, die Stromversorgung für 21.000 Einwohner von San Francisco wiederherzustellen. Die Störung der Waymo-Fahrzeuge trug zusätzlich zu den ohnehin schon schwierigen Verkehrsbedingungen bei.
Technologische Unterschiede und Wettbewerb
Der Vorfall rief auch Konkurrenten auf den Plan. Elon Musk, CEO von Tesla, kommentierte auf X, dass "Tesla Robotaxis vom SF-Stromausfall unbeeinflusst blieben". Dies unterstreicht die unterschiedlichen technologischen Ansätze der beiden Unternehmen im autonomen Fahrmarkt.
Waymo, eine Tochtergesellschaft von Alphabet Inc., setzt auf eine Kombination aus Lichtsensoren, Radar, Kameras und detaillierten, regelmäßig aktualisierten Karten. Plötzliche Änderungen in der Betriebsumgebung können die Navigationsfähigkeit dieser Fahrzeuge beeinträchtigen. Im Gegensatz dazu verlassen sich Tesla-Robotaxis auf Kameras und künstliche Intelligenz, um sich zurechtzufinden.
Herausforderungen für Waymo
Waymo startete seinen autonomen Ride-Hailing-Dienst 2018 im Großraum Phoenix und hat seine Dienste seitdem in weitere Städte wie Austin und Atlanta (in Partnerschaft mit Uber) ausgeweitet. Der Weg war jedoch nicht immer reibungslos. Im Mai musste Waymo die Software für über 1.200 Fahrzeuge zurückrufen, nachdem einige mit "Ketten oder Toren" kollidiert waren. Kürzlich sorgte ein Vorfall in San Francisco für Aufsehen, bei dem ein Waymo-Fahrzeug eine Katze tötete, was zu Empörung bei den Anwohnern führte. Diese Ereignisse zeigen die anhaltenden Herausforderungen bei der Integration autonomer Fahrzeuge in den städtischen Alltag.