Waymo-Robotaxis: San Francisco Blackout legt autonome Flotte lahm – CPUC prüft

Waymo-Robotaxis: San Francisco Blackout legt autonome Flotte lahm – CPUC prüft

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Ein massiver Stromausfall in San Francisco am 20. Dezember 2025 führte dazu, dass zahlreiche Waymo-Robotaxis zum Stillstand kamen und den Verkehr blockierten. Die California Public Utilities Commission (CPUC) hat daraufhin eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet, der die Zuverlässigkeit autonomer Fahrsysteme unter extremen Bedingungen in Frage stellt. Waymo musste seinen Ride-Hailing-Dienst vorübergehend einstellen.

Stromausfall legt Waymo-Robotaxis lahm

Am Samstag, den 20. Dezember 2025, ereignete sich in San Francisco ein weitreichender Stromausfall, der durch einen Brand in einem Umspannwerk von Pacific Gas & Electric (PG&E) nahe der 8th und Mission Streets ausgelöst wurde. Dieser Vorfall betraf rund 130.000 PG&E-Kunden, was etwa einem Drittel der Stadt entspricht, und führte zum Ausfall von Ampeln sowie zu erheblichen Störungen im öffentlichen Nahverkehr.

Inmitten dieses Chaos kamen mehrere Waymo-Robotaxis, die von Alphabet betrieben werden, an Kreuzungen und auf belebten Straßen zum Stillstand. Videos in sozialen Medien zeigten Ansammlungen von bis zu fünf oder sechs Robotaxis, die mit eingeschalteten Warnblinkern den Verkehr blockierten und das Verkehrschaos verschärften. Waymo reagierte daraufhin mit der vorübergehenden Einstellung seines Ride-Hailing-Dienstes am Samstagabend, nahm den Betrieb jedoch am Sonntag, dem 21. Dezember, wieder auf.

Regulatorische Prüfung durch die CPUC

Die California Public Utilities Commission (CPUC), die zusammen mit dem California Department of Motor Vehicles die Genehmigungen für das Testen und den kommerziellen Einsatz von Robotaxis erteilt, hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Ein Sprecher der CPUC bestätigte am Montag gegenüber Business Insider, dass man sich des Vorfalls bewusst sei und die Einzelheiten prüfe, ohne weitere Details zu nennen.

Die regulatorische Prüfung unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich unvorhergesehener Situationen, die beim Einsatz autonomer Fahrzeuge auftreten können. Waymo hat sich bisher nicht direkt zu der Erklärung der Behörde geäußert.

Waymos Reaktion und technische Herausforderungen

Ein Sprecher von Waymo erklärte am Sonntag, der Stromausfall sei ein weitreichendes Ereignis gewesen, das in ganz San Francisco zu einem Verkehrsstillstand mit nicht funktionierenden Ampeln und Störungen im Transitverkehr geführt habe. Das Unternehmen betonte, dass der "Waymo Driver", das vollautonome Fahrsystem, darauf ausgelegt sei, nicht funktionierende Ampeln als Vier-Wege-Stopps zu behandeln.

Die schiere Größenordnung des Ausfalls führte jedoch dazu, dass die Fahrzeuge länger als üblich stationär blieben, um die Situation mit ihren Sensoren (Lidar, Radar, Kameras) zu bewerten. Diese Vorsicht sei ein eingebautes Sicherheitsmerkmal, um Kollisionen unter unsicheren Bedingungen zu vermeiden. Waymo versicherte, dass man sich verpflichtet fühle, die Technologie an den Verkehrsfluss bei solchen Ereignissen anzupassen und aus den Erfahrungen zu lernen.

Elon Musk, CEO von Tesla, kommentierte den Vorfall auf X und schrieb: "Tesla Robotaxis waren vom SF-Stromausfall unberührt." Es ist jedoch zu beachten, dass Tesla in San Francisco mit menschlichen Fahrern an Bord operiert.

Experten fordern bessere Notfallplanung

Der Vorfall hat eine Debatte über die Notfallbereitschaft autonomer Fahrsysteme ausgelöst. Philip Koopman, Professor Emeritus an der Carnegie Mellon University und Sicherheitsexperte für autonome Fahrzeuge, äußerte auf LinkedIn, das Versagen der Robotaxis in San Francisco sei "vollständig vorhersehbar" gewesen.

Matthew Wansley, Professor an der Cardozo School of Law, forderte, dass Notfallmanager und Robotaxi-Regulierungsbehörden nicht warten sollten, bis ein Notfall eintritt, um die Erfüllung der Verpflichtungen der Robotaxi-Unternehmen zu überprüfen. Er schlug vor, Simulationen zu verlangen, in denen Unternehmen testen, wie sie auf verschiedene Arten von Notfällen reagieren würden.

Kontext: Waymos Expansion und frühere Rückschläge

Waymo, eine Tochtergesellschaft von Alphabet, startete seinen autonomen Ride-Hailing-Dienst 2018 in Phoenix und hat ihn seitdem auf Städte wie Austin und Atlanta ausgeweitet, teilweise durch eine Partnerschaft mit Uber. In San Francisco sind Waymo-Fahrzeuge seit 2022 fahrerlos unterwegs, und seit letztem Jahr können Fahrten über die App öffentlich gebucht werden.

Die Einführung war jedoch nicht ohne Rückschläge. Im Mai rief Waymo die Software von über 1.200 Fahrzeugen zurück, nachdem einige in Barrieren wie Ketten oder Tore gefahren waren. Zudem berichtete Business Insider im letzten Monat, dass ein Waymo-Fahrzeug in San Francisco eine Katze getötet hatte, was zu negativen Reaktionen bei den Anwohnern führte.