Wendy's schließt bis zu 350 US-Filialen: Umsatzrückgang und Strategie

Wendy's schließt bis zu 350 US-Filialen: Umsatzrückgang und Strategie

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Die Fast-Food-Kette Wendy's steht in den USA vor einer umfassenden Restrukturierung. Das Unternehmen hat angekündigt, im ersten Halbjahr 2026 bis zu 350 US-Standorte zu schließen. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf rückläufige Umsätze und eine sinkende Profitabilität im heimischen Markt.

Hunderte Filialen vor der Schließung

Wendy's plant, zwischen 5% und 6% seiner rund 6.000 US-Filialen in der ersten Hälfte des Jahres 2026 zu schließen. Dies entspricht einer Spanne von etwa 300 bis 360 Restaurants. Bereits im November wurde ein Plan zur Schließung von Hunderten Standorten angekündigt, seitdem übertreffen Schließungen die Neueröffnungen. Die angekündigten Schließungen könnten landesweit rund 8.000 Mitarbeiter betreffen.

Diese Entwicklung folgt auf die Schließung mehrerer Hundert Standorte im vergangenen Jahr, die das Unternehmen als technologisch veraltet bezeichnete. Einige spezifische Schließungen, wie in Selma und Visalia im Central Valley, wurden bereits im Januar 2026 vollzogen.

Hintergrund: Sinkende Umsätze und Profitabilität

Die Entscheidung zur Schließung ist eine direkte Folge der schwachen Geschäftsentwicklung in den USA. Die systemweiten US-Umsätze fielen im Gesamtjahr 2025 um 5,2%, während die Umsätze vergleichbarer Restaurants im Jahresvergleich um 5,6% sanken. In jüngsten Quartalen fielen die US-Umsätze vergleichbarer Filialen um fast 5%, was auf weniger Kundenbesuche und eine Zurückhaltung der Verbraucher bei diskretionären Ausgaben hindeutet.

Gleichzeitig belasten steigende Arbeits- und Lebensmittelkosten die Margen im gesamten Fast-Food-Sektor. Auch der Wettbewerb hat sich verschärft, da Casual-Dining-Ketten wie Chili's Kunden mit aggressiven Wertangeboten anziehen und die Preisspanne zu Fast Food verringern. Wendy's, das sich historisch als leicht höherwertige Burger-Option positioniert hat, sieht sich hier einem erhöhten Druck ausgesetzt.

"Project Fresh": Wendys Turnaround-Plan

Als Reaktion auf diese Herausforderungen hat Wendy's den Turnaround-Plan "Project Fresh" ins Leben gerufen. Interims-CEO Ken Cook erklärte in einer Stellungnahme: "Wir führen 'Project Fresh' mit Dringlichkeit aus, um unsere Basis zu stärken und Wendy's für langfristigen Erfolg zu positionieren."

Die Schließung leistungsschwacher Standorte, oft in älteren Gebäuden oder schwächeren Handelsgebieten gelegen, soll Kapital für Reinvestitionen in die verbleibenden Restaurants freisetzen. Dazu gehören Ausrüstungs-Upgrades, digitale Menütafeln und Technologieverbesserungen zur Steigerung der Servicegeschwindigkeit und Effizienz. Cook betonte, dass diese Maßnahmen das System stärken und Franchise-Nehmern ermöglichen sollen, mehr Kapital und Ressourcen in ihre verbleibenden Restaurants zu investieren.

Internationale Expansion als Lichtblick

Im Gegensatz zu den Schwierigkeiten im Heimatmarkt verzeichnet Wendy's international ein starkes Wachstum. Die systemweiten internationalen Umsätze stiegen im Jahresvergleich um 8,1%, und die Umsätze vergleichbarer Restaurants legten um 1,3% zu. Dieses Wachstum steht im deutlichen Kontrast zu den rückläufigen Zahlen in den USA.

Aktienkurs unter Druck

Die Wall Street reagierte am Freitag gelassen auf den jüngsten Geschäftsbericht. Dennoch ist der Aktienkurs von Wendy's im Jahr 2026 bisher um etwa 8,5% gefallen und liegt fast 50% unter dem Wert des Vorjahres. Dies spiegelt die anhaltenden Herausforderungen und die Unsicherheit wider, die mit der Restrukturierung des US-Geschäfts verbunden sind.