Wendy's schließt Hunderte US-Restaurants und setzt auf Wertangebote

Wendy's schließt Hunderte US-Restaurants und setzt auf Wertangebote

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Der Fast-Food-Riese Wendy's wird Hunderte seiner US-Restaurants schließen und sich stärker auf Wertangebote konzentrieren, um die stagnierenden Umsätze im heimischen Markt anzukurbeln. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans, der auf rückläufige Verkaufszahlen und veränderte Verbrauchergewohnheiten reagiert.

Umfassende Schließungen und Neuausrichtung

Wendy's plant, im ersten Halbjahr dieses Jahres zwischen 5 % und 6 % seiner 5.959 Restaurants in den USA zu schließen, was 298 bis 358 Standorten entspricht. Bereits im vierten Quartal 2025 wurden 28 Filialen geschlossen, und im Jahr 2024 waren es sogar 240 US-Standorte, da viele als veraltet galten.

Diese Schließungen zielen primär auf ältere oder unterdurchschnittlich performende Filialen ab, die Profitabilitätsziele oder moderne Kundenerwartungen nicht mehr erfüllen. Die Initiative ist Teil des im Oktober 2025 angekündigten Turnaround-Plans "Project Fresh", der darauf abzielt, "die Marke zu revitalisieren, das Wachstum neu zu entfachen und die Profitabilität zu beschleunigen".

Herausforderungen im vierten Quartal und Umsatzrückgang

Im vierten Quartal (Oktober bis Dezember) verzeichnete Wendy's einen Rückgang der flächenbereinigten Umsätze in den USA um 11,3 %. Global sanken die flächenbereinigten Umsätze um 10 %, was schlechter war als die von Analysten prognostizierten 8,5 %. Der Gesamtumsatz des Unternehmens fiel im vierten Quartal um 5,5 % auf 543 Millionen US-Dollar, lag damit aber über den Analystenprognosen von 537 Millionen US-Dollar.

Dieser Rückgang spiegelt eine breitere Turbulenz in der amerikanischen Quick-Service-Restaurantbranche wider. Steigende Arbeitskosten, Inflation und vorsichtige Konsumausgaben haben die Margen branchenweit unter Druck gesetzt. Verbraucher entscheiden sich zunehmend für Wertmenüs, Lieferplattformen oder kleinere Fast-Casual-Marken, während jüngere Konsumenten gesündere oder individuellere Optionen bevorzugen.

Strategische Neuausrichtung auf Wertangebote

Um Kunden zurückzugewinnen, verlagert Wendy's seinen Fokus auf Wertangebote, da viele Stammkunden weiterhin unter den höheren Lebenshaltungskosten leiden. Interims-CEO Ken Cook erklärte dazu: "Aus den Erfahrungen von 2025 bezüglich des Werts haben wir das Pendel zu weit in Richtung zeitlich begrenzter Preisaktionen statt alltäglicher Wertangebote ausschlagen lassen."

Im Januar führte Wendy's ein dauerhaftes Wertmenü namens "Biggie Deals" ein, das neue Anpassungsoptionen zu drei Preispunkten bietet: 4 US-Dollar, 6 US-Dollar und 8 US-Dollar. Dieser Schritt folgt dem Beispiel von Wettbewerbern wie McDonald's, die mit einem starken Fokus auf Wertangebote Erfolg hatten. McDonald's verzeichnete im vierten Quartal einen Anstieg der US-Umsätze um 6,8 %, den größten Sprung seit etwa zwei Jahren.

"Rebuilding Year" und Zukunftsaussichten

Ken Cook bezeichnete 2026 als ein "Rebuilding Year" für das in Dublin, Ohio, ansässige Unternehmen. Der Fokus liege darauf, "Relevanz wiederherzustellen und Vertrauen bei den Kunden durch disziplinierte Ausführung und Marketing neu aufzubauen". Geplant ist auch die Einführung neuer Produkte, darunter ein neues Hähnchensandwich und ein "cheesy bacon cheeseburger".

Die Restrukturierungsbemühungen umfassen Investitionen in digitale Bestellsysteme, modernisierte Drive-Through-Layouts und aufgefrischte Restaurantdesigns. Diese "Close-and-Replace"-Strategie, bei der ältere Standorte geschlossen und gleichzeitig neue in wachstumsstärkeren Gebieten eröffnet werden, wird von Branchenbeobachtern als gängig beschrieben. Wendy's erwartet, dass die globalen Systemumsätze in diesem Jahr stabil bleiben werden, nachdem sie im letzten Jahr um 3,5 % gesunken waren. Die Aktien des 57 Jahre alten Unternehmens stiegen am Freitag im Mittagshandel um fast 5 %.