Wintersturm Fern legt US-Reiseverkehr lahm: Tausende Flugausfälle und Notstand

Wintersturm Fern legt US-Reiseverkehr lahm: Tausende Flugausfälle und Notstand

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Ein schwerer Wintersturm, offiziell als Wintersturm Fern bezeichnet, hat den Flugverkehr in den Vereinigten Staaten massiv beeinträchtigt und zu weitreichenden Notstandserklärungen geführt. Die Wetterlage, die zwischen dem 23. und 26. Januar 2026 erwartet wird, betrifft Millionen von Reisenden und Bürgern im ganzen Land.

Historischer Wintersturm Fern legt Reiseverkehr lahm

Der Wintersturm Fern wird als ein historisches Wetterereignis eingestuft und soll von den Southern Plains bis in den Nordosten der USA ziehen. Prognosen des National Weather Service (NWS) und der US-Regierung warnen vor starkem Schneefall, gefährlichem Eis, Eisregen und arktischen Temperaturen, die weite Teile des Landes erfassen werden. Über 230 Millionen Menschen sind von diesen extremen Bedingungen betroffen.

In einigen Gebieten werden über einen Fuß Schnee erwartet, während in Tennessee bis zu sechs Zoll Schnee innerhalb eines Tages fallen könnten – mehr als die saisonale Durchschnittsmenge. Die Straßenverhältnisse sind bereits kritisch: Bilder zeigen schneebedeckte Autobahnen nördlich von Dallas, Texas, sowie vereiste Straßen und Brücken in Mississippi, Alabama und Arkansas. Auch Nashville, Tennessee, ist von Schneefall betroffen.

Tausende Flugausfälle und weitreichende Reisebeschränkungen

Die Auswirkungen auf den Flugverkehr sind massiv. Laut FlightAware wurden über 9.500 Flüge in den USA aufgrund des Wintersturms gestrichen. Für Samstag wurden mehr als 4.000 Flüge annulliert, während die Zahl der Annullierungen für Sonntag auf über 9.400 anstieg – die höchste Anzahl an Flugstreichungen an einem einzigen Tag seit Beginn der COVID-19-Pandemie im März 2020. Insgesamt wurden über 14.000 Flüge über das Wochenende gestrichen.

Besonders betroffen sind große Drehkreuze wie der Dallas-Fort Worth International Airport (DFW), wo die meisten geplanten Flüge gestrichen wurden. Auch der Nashville International Airport verzeichnete mehr als die Hälfte seiner Flüge als annulliert. Weitere stark betroffene Flughäfen sind Charlotte Douglas International Airport, Oklahoma City (Will Rogers International Airport), Atlanta, New York, Chicago und Boston.

Führende Fluggesellschaften wie American Airlines (NASDAQ:AAL) und Delta Air Lines (NYSE:DAL) sind stark betroffen. American Airlines verzeichnete mit 1.399 die meisten Flugstreichungen, gefolgt von Delta mit 1.211 Annullierungen. Auch JetBlue Airways Corp. (NASDAQ:JBLU), United Airlines (NASDAQ:UAL) und Southwest melden erhebliche Verzögerungen und Ausfälle. Selbst internationale Fluggesellschaften wie Air India und Emirates haben Flüge in die betroffenen US-Städte gestrichen.

Die Airlines haben auf die Situation reagiert:

  • Delta Air Lines erklärte, Stornierungen an Flughäfen in Nordtexas, Oklahoma, Arkansas, Louisiana und Tennessee seien zur Sicherheit von Kunden und Personal notwendig. Das Unternehmen hat Reise-Waiver für den Osten der USA (einschließlich Boston, New York und Philadelphia) sowie für Teile der zentralen und südöstlichen US-Bundesstaaten herausgegeben.
  • American Airlines, deren Drehkreuz DFW ist, fügte am Freitag und Sonntag 17 zusätzliche Flüge hinzu, um Reisenden zu helfen. Zudem wurden am Samstag 17 weitere Flüge zwischen Charlotte Douglas und Chicago O'Hare angeboten. American Airlines bietet ebenfalls Reise-Waiver für Passagiere an, die bis zum 19. Januar Tickets für Flüge zwischen dem 23. und 25. Januar zu, durch oder von 34 US-Flughäfen gekauft haben.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA verfolgt den Fortschritt des Sturms aktiv. Reisenden wird dringend empfohlen, ihren Flugstatus auf den offiziellen Websites oder Apps der Fluggesellschaften zu überprüfen und nicht notwendige Reisen zu vermeiden.

Notstand in zahlreichen Bundesstaaten und Stromausfälle

Die weitreichenden Auswirkungen des Wintersturms haben zu Notstandserklärungen in zahlreichen Bundesstaaten geführt. Präsident Donald Trump rief den bundesweiten Notstand in mehreren Staaten aus, darunter South Carolina, Virginia und Tennessee, und forderte die Bürger über Truth Social auf, sicher und warm zu bleiben. Das Department of Homeland Security (DHS) berichtete, dass 17 Staaten und der District of Columbia den Wetter-Notstand erklärt haben. Aktuellen Berichten zufolge haben 21 Staaten und Washington, D.C. den Notstand ausgerufen, darunter Alabama, Arkansas, Delaware, Georgia, Kansas, Kentucky, Louisiana, Maryland, Mississippi, Missouri, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, South Carolina, Tennessee, Texas und Virginia.

Zehn Staaten haben zudem ihre Nationalgarden aktiviert, um bei den Notfallmaßnahmen zu unterstützen. DHS-Sekretärin Kristi Noem appellierte eindringlich an die Amerikaner, in den nächsten zwei Tagen die Straßen zu meiden. Auch Bürgermeister Zohran Mamdani von New York City forderte die New Yorker auf, unnötige Reisen zu vermeiden und zu Hause zu bleiben, da die Stadt die kältesten anhaltenden Temperaturen seit acht Jahren erleben werde.

Der Sturm hat auch zu erheblichen Stromausfällen geführt. Über 160.000 Kunden, hauptsächlich in Louisiana und Texas, waren am späten Samstag ohne Strom. Die weitreichende Eisbildung könnte zu weiteren Stromausfällen führen. Das US-Energieministerium erließ eine Notfallanordnung für den Electric Reliability Council of Texas (ERCOT), um Backup-Ressourcen einzusetzen und Blackouts zu verhindern. Versorgungscrews arbeiten intensiv an der Wiederherstellung der Stromversorgung, und über 200 Mitarbeiter aus Florida wurden vorsorglich in Georgia und South Carolina positioniert.

Auswirkungen auf die Wirtschaft und Vergleich zu früheren Stürmen

Das Timing des Wintersturms Fern während der Hauptreisezeiten verschärft die Auswirkungen auf Reisende und die Luftfahrtindustrie erheblich. Die massiven Flugausfälle und Reisebeschränkungen führen zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen für die betroffenen Unternehmen und zu Unannehmlichkeiten für Millionen von Menschen.

Dieser Sturm folgt nur wenige Wochen auf den Wintersturm Devin, der bereits während der Weihnachtszeit 2025 zu erheblichen Reiseunterbrechungen führte. Die Fluggesellschaften standen damals vor ähnlichen Herausforderungen, mit Tausenden von gestrichenen oder verspäteten Flügen. Die aktuelle Situation unterstreicht die Anfälligkeit der Infrastruktur und der Reisebranche gegenüber extremen Wetterereignissen.