Wintersturm in den USA: Arktische Kälte, Bomb Cyclone und weitreichende Folgen

Wintersturm in den USA: Arktische Kälte, Bomb Cyclone und weitreichende Folgen

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Ein massiver Zustrom arktischer Luft hat weite Teile der USA erfasst und zu einem heftigen Wintersturm mit starken Winden, Schneefall und eisigen Temperaturen geführt. Nach einem "Bomb Cyclone" im Mittleren Westen waren zehntausende Haushalte ohne Strom, während Reisebehinderungen und extreme Wetterphänomene das öffentliche Leben beeinträchtigten.

Heftiger Wintersturm trifft die USA

Ein Zustrom arktischer Luft brachte am Dienstag starke Winde, heftigen Schneefall und eisige Temperaturen in die Region der Großen Seen und den Nordosten der USA. Dies folgte auf einen "Bomb Cyclone", der am Vortag den Mittleren Westen überrollt und zehntausende Kunden ohne Strom zurückgelassen hatte. Der Nationale Wetterdienst prognostizierte, dass die eisigen Temperaturen bis in den Florida Panhandle reichen würden.

Der Sturm, der Teile der Plains und der Großen Seen traf, führte zu deutlich kälterer Luft, starken Winden und einer Mischung aus Schnee, Eis und Regen, was das Reisen gefährlich machte. Meteorologen stuften das System als "Bomb Cyclone" ein, da es sich schnell intensivierte und der Luftdruck rasch abfiel.

Weitreichende Stromausfälle und Reisebehinderungen

Am Dienstagmorgen waren landesweit über 115.000 (laut Hauptquelle) bzw. über 120.000 (laut Zusatzquelle 1) Kunden ohne Strom, wobei fast ein Drittel davon auf Michigan entfiel, so Poweroutage.us. Die extremen Wetterbedingungen führten zu erheblichen Reisebehinderungen. Kristen Schultz, die nach Alaska reisen wollte, benötigte am Dienstag vier Stunden, um den Flughafen von Minneapolis zu erreichen.

Sie riet Reisenden, ausreichend zusätzliche Zeit einzuplanen, um Stress zu vermeiden, falls die Dinge nicht reibungslos verlaufen. Gouverneurin Kathy Hochul aus New York warnte die Menschen in den betroffenen Gebieten, unnötige Reisen zu vermeiden, da in einigen Regionen weiterhin Whiteout-Bedingungen möglich waren.

Extreme Wetterphänomene und Sachschäden

In einigen Gebieten im Westen und Norden des Bundesstaates New York fielen am Montag über 30 Zentimeter Schnee, und die Gesamtmengen könnten diese Woche bis zu 91 Zentimeter (3 Fuß) erreichen. Starke Winde am Montag, darunter eine Böe von 130 km/h (81 mph) in Buffalo, New York, fällten Bäume und beschädigten Stromleitungen in der gesamten Region. Andrew Orrison, ein Meteorologe des Wetterdienstes, äußerte die Einschätzung: „Zu diesem Zeitpunkt scheint das Schlimmste überstanden zu sein, und wir erwarten eine Verbesserung der Bedingungen, insbesondere im Laufe des heutigen Tages.“

Videos in sozialen Medien zeigten Menschen, die unter den windigen Bedingungen Schwierigkeiten beim Gehen hatten, und einen Wasserweg in der Innenstadt von Buffalo, der mit Ästen und anderem Geröll verstopft war, das durch eine windbedingte Sturmflut aus dem Eriesee stammte. Diane Miller aus Lackawanna, südlich von Buffalo, wurde von einer Windböe von den Stufen des Hauses ihrer Tochter geweht und landete in Büschen, blieb aber unverletzt. Sie berichtete WKBW-TV: „Ich öffnete ihre Tür, und der Wind erfasste mich, und ich flog.“

Die heftigen Winde auf dem Eriesee drückten das Wasser zum östlichen Ende des Beckens nahe Buffalo, während der Wasserstand auf der westlichen Seite in Michigan sank und normalerweise untergetauchten Seeboden freilegte. Dabei wurden sogar das Wrack eines Autos und eines Schneemobils sichtbar. Kevin Aldrich, ein 33-jähriger Wartungsarbeiter aus Monroe, Michigan, zeigte sich überrascht, Überreste von Pfeilern aus den 1830er Jahren zu entdecken. Er sagte, dass diese Stellen normalerweise etwa 3,6 Meter (12 Fuß) tief seien und man dort normalerweise mit dem Boot fahren könne.

Arktische Kälte und Westküsten-Winde

Gefährliche Windchill-Temperaturen in Teilen von North Dakota und Minnesota sanken am Montag auf bis zu minus 34 Grad Celsius (minus 30 F). Im Nordosten von West Virginia wurden auf einem Berg nahe Dolly Sods seltene, nahezu hurrikanartige Winde registriert.

An der Westküste führten starke Santa-Ana-Winde mit vereinzelten Böen von über 112 km/h (70 mph) zum Umstürzen von Bäumen in Teilen Südkaliforniens, wo jüngste Stürme den Boden gesättigt hatten. Umgestürzte Stromleitungen zwangen am Montag zur mehrstündigen Sperrung einer Autobahn nördlich von Los Angeles. Obwohl die Windwarnungen am Abend abgelaufen waren, wurden bis Samstag weiterhin windige Bedingungen sowie Gewitter erwartet. Regen am Neujahrstag könnte die Rose Parade in Pasadena zum ersten Mal seit etwa zwei Jahrzehnten durchnässen.

Erwähnte Persönlichkeiten