Wohnkosten in den USA: Warum Haushalte die 28%-Regel überschreiten

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Steigende Kosten machen es für Haushalte in den USA zunehmend schwierig, ihre monatlichen Wohnkosten bei 28 % oder weniger ihres Bruttoeinkommens zu halten. Finanzexperten empfehlen diese Obergrenze, doch viele Haushalte geben deutlich mehr aus, da Mieten, Hypotheken und Nebenkosten schneller steigen als die Löhne.

Steigende Wohnkosten in den USA: Eine Herausforderung für Haushalte

Die Wohnkosten in den Vereinigten Staaten sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Finanzexperten raten dazu, nicht mehr als 28 % des monatlichen Bruttoeinkommens für Wohnkosten auszugeben. Aktuelle Daten zeigen jedoch, dass viele Haushalte diese Empfehlung deutlich überschreiten.

Die mittleren monatlichen Wohnkosten für Hausbesitzer mit einer Hypothek erreichten 2024 $2.035. Für Mieter stieg die mittlere Bruttomiete auf $1.487. Diese Beträge entsprechen 43 % (Hausbesitzer) bzw. 31 % (Mieter) des mittleren Haushaltseinkommens und liegen damit beide über der empfohlenen 28 %-Grenze. Ein Haushalt, der vor Steuern $5.000 pro Monat ($60.000 pro Jahr) verdient, sollte demnach nicht mehr als $1.400 für Wohnkosten (Miete oder Hypothek, Grundsteuern, Versicherungen und Nebenkosten) aufwenden.

Die Entwicklung der durchschnittlichen Wohnkosten

Die Wohnkosten in den USA haben in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung gezeigt. Die mittleren monatlichen Kosten für Hausbesitzer mit einer Hypothek stiegen 2024 auf $2.035, gegenüber $1.960 (inflationsbereinigt) im Jahr 2023. Dies entspricht einem Anstieg von 3,8 % und übertrifft sogar den Anstieg von 3 % von 2022 ($1.902).

Hauptgründe für diesen Anstieg sind die gestiegenen Immobilienpreise. Von Januar 2019 bis Januar 2025 erhöhten sich die durchschnittlichen Kosten für den Kauf eines Hauses in den USA von $238.128 auf $365.824, ein Zuwachs von über $125.000. Auch die Versicherungskosten tragen dazu bei: Die mittleren jährlichen Kosten für die Gebäudeversicherung stiegen von 2023 auf 2024 um 5,3 %. Zudem erhöhen steigende Grundsteuern und Nebenkosten die monatlichen Wohnkosten.

Auch Mieter sind von dieser Entwicklung betroffen. Die mittlere Bruttomiete in den USA, die Nebenkosten und Heizkosten einschließt, stieg von 2023 auf 2024 um 2,7 % und erreichte $1.487. Der Anstieg der mittleren Nettomiete (ohne Nebenkosten und Heizkosten) übertraf sogar die Inflationsrate. Im September 2025 lag die durchschnittliche Miete für alle Schlafzimmer- und Immobilientypen in den USA bei $2.060.

Wohnkosten im Verhältnis zum Einkommen

Der starke Anstieg der Kosten für Miete und Wohneigentum in den letzten Jahren führt dazu, dass Wohnkosten einen immer größeren Anteil des durchschnittlichen Haushaltsbudgets beanspruchen. Die mittleren wöchentlichen Einkommen der Arbeitnehmer in den USA erreichten im zweiten Quartal 2025 $1.196, was etwa $4.784 pro Monat oder $62.192 pro Jahr entspricht.

Für jemanden, der dieses mittlere Einkommen erzielt, würden $2.035 für Wohnkosten 43 % des monatlichen Budgets ausmachen. Mieter, die eine mittlere Miete von $1.487 zahlen, würden 31 % ihres monatlichen Einkommens für Wohnkosten aufwenden. Beide Werte liegen deutlich über der von Finanzexperten empfohlenen Obergrenze von 28 %.