Wohnkosten senken: Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit und Frührente

Wohnkosten senken: Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit und Frührente

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Der Traum von finanzieller Unabhängigkeit und Frührente, bekannt als FIRE (Financial Independence, Retire Early), wird von immer mehr Menschen verfolgt. Während die genauen Zahlen zu jährlichen Ausgaben, Nettovermögen und Sparquote für die meisten FIRE-Anhänger klar sind, variieren die Strategien, um die persönliche "FIRE-Zahl" zu erreichen. Insbesondere die Wohnkosten erweisen sich dabei als entscheidender Hebel.

Wohnkosten als Schlüssel zur finanziellen Unabhängigkeit

Es gibt keinen Einheitsweg zur Frührente. Viele Sparer konzentrieren sich jedoch auf die Reduzierung der "großen drei" Ausgaben: Wohnen, Transport und Lebensmittel. Das Kürzen dieser großen wiederkehrenden Kosten kann weitaus mehr Geld freisetzen, als der Verzicht auf täglichen Kaffee oder das Kündigen einiger Abonnements. Kristy Shen, eine frühe Rentnerin, betont, dass es bei FIRE nicht um Entbehrung, sondern um "Optimierung, nicht Minimierung" geht.

Hypothek abbezahlen für Seelenfrieden: Josette Chang und Alexander Nathanson

Josette Chang und Alexander Nathanson entschieden sich für einen unkonventionellen Weg, indem sie die Hypothek für ihre New Yorker Wohnung Jahre vorzeitig abbezahlten. Obwohl sie einen niedrigen Zinssatz von 3,1 % hatten und dies von vielen Finanzexperten als "gute Schuld" betrachtet würde, entschieden sie sich aus psychologischen Gründen für die Tilgung. Nathanson erklärte: "Es war eine Art psychologisches Gewicht, das wir loswerden konnten."

Die vorzeitige Tilgung reduzierte ihre Fixkosten erheblich und beschleunigte ihren Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Sie zahlen zwar weiterhin eine Genossenschaftsgebühr, aber ihre größte monatliche Ausgabe ist entfallen. Nathanson kommentierte: "Es ist keine kostenlose Wohnung, aber wir haben etwas geknackt." Chang verließ 2024 ihren Finanzjob, und Nathanson, ein Arzt, reduzierte seine Krankenhausstunden. Er arbeitet nun, weil er es möchte, nicht weil er muss, da das Paar über ausreichende Ersparnisse verfügt, um ihren Lebensstil zu finanzieren.

Mieten statt Kaufen für mehr Freiheit: Kristy Shen und Bryce Leung

Für Kristy Shen und Bryce Leung war der Traum vom Eigenheim in Toronto jahrelang präsent, doch die ständig steigenden Immobilienpreise machten ihn unerreichbar. Diese Frustration führte sie zur FIRE-Community und zu einer Neuausrichtung ihres Ziels: Statt Eigenheim strebten sie die Frührente an, und Mieten half ihnen dabei. Bryce Leung erklärte: "Ein Haus zu kaufen bedeutet, sich massiv zu verschulden, was einen stabilen Job für die nächsten 25 bis 30 Jahre erfordert, und das widersprach unseren Freiheitswerten."

Stattdessen blieben sie ein Jahrzehnt lang in einer bescheidenen Wohnung. Kristy Shen berichtete: "Wir haben unser Wohnen nicht aufgerüstet. Viele unserer Freunde kauften entweder Häuser oder zogen in eine Zwei- oder Dreizimmerwohnung. Wir blieben in einer Einzimmerwohnung über einem Reihenhaus, und unsere Miete blieb im Wesentlichen 10 Jahre lang gleich." Indem sie trotz steigender Einkommen eine Lebensstilinflation vermieden, konnten sie bis zu 70 % ihrer Einnahmen sparen. Nachdem sie 2015 ihre FIRE-Zahl erreicht hatten, kündigten Shen und Leung im Alter von 31 und 32 Jahren ihre Jobs und begannen, die Welt zu bereisen. Sie leben seitdem von ihrem Portfolio und haben auch Einnahmen aus ihren Bestsellern "Quit Like a Millionaire" und "Parent Like a Millionaire" erzielt, sind aber nicht darauf angewiesen, ihren Lebensstil zu finanzieren.

Downsizing im Ruhestand: Eine weitere Strategie zur Kostenreduktion

Neben den individuellen Ansätzen der Paare Chang/Nathanson und Shen/Leung bietet auch das Downsizing eine effektive Möglichkeit, die Wohnkosten zu senken, insbesondere im Ruhestand. Während kleine Einsparungen wie der Verzicht auf den täglichen Kaffee helfen, kann eine Verkleinerung des Wohnraums deutlich mehr Budget freisetzen. Ein kleineres Zuhause an einem Ort mit geringeren Lebenshaltungskosten kann im Ruhestand sinnvoll sein, sei es, weil das Familienheim zu groß geworden ist oder der Wunsch nach einem ebenerdigen Haus besteht.

Downsizing kann auf verschiedene Weisen zu erheblichen Einsparungen führen, potenziell sogar über 1.000 US-Dollar pro Monat:

  • Hypotheken- oder Mietreduktion: Der Wechsel von einer teureren zu einer günstigeren Immobilie senkt die monatlichen Zahlungen.
  • Geringere Grundsteuern: Da Grundsteuern auf dem geschätzten Wert einer Immobilie basieren, führt ein erschwinglicheres Zuhause zu niedrigeren Steuern, besonders in Gebieten mit niedrigeren Steuersätzen.
  • Kleinere Nebenkosten und Wartung: Ein kleineres Haus ist günstiger im Unterhalt, beispielsweise durch geringeren Energieverbrauch für Heizung.
  • Reduzierte Hausratversicherung: Prämien basieren in der Regel auf dem Wert des Hauses, sodass eine Wertminderung zu niedrigeren Prämien führen sollte.
  • Weniger Möbel: Ein großes Haus bietet mehr Platz für Möbel und Dekoration. Downsizing ermöglicht den Verkauf einiger dieser Gegenstände und vermeidet den Neukauf für das nächste Zuhause.

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