Zen-Mönch Toryo Ito: 30-Sekunden-Reset für gestresste Profis

Zen-Mönch Toryo Ito: 30-Sekunden-Reset für gestresste Profis

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In hochdruckgeprägten Karrieren sehnen sich viele Fachkräfte nach dem Feierabend, um endlich zur Ruhe zu kommen. Doch der japanische Zen-Mönch Toryo Ito, Vizeabt des ältesten Zen-Tempels in Kyoto, zeigt, dass ein Reset nicht bis zum Ende des Arbeitstages warten muss. Er bringt meditationsbasierte Praktiken in die Unternehmenswelt, um Mitarbeitern bei der Bewältigung ihres stressigen Berufsalltags zu helfen.

Ein Zen-Mönch für die Konzernwelt

Toryo Ito, 46 Jahre alt und in eine Linie von Zen-Mönchen hineingeboren, teilt seine Praxis bereits seit 2012 mit Unternehmen und deren Mitarbeitern. Seit 2021 ist er Direktor für Achtsamkeit beim japanischen Hautpflegeunternehmen Tatcha und leitet Meditations-Workshops bei Fortune-500-Unternehmen wie Meta und Sony. Er reist monatlich nach Tokio und bis zu zehnmal im Jahr ins Ausland, um seine alte Praxis mit einem modernen Ansatz weltweit zu verbreiten.

Stärke neu definiert: Zurück zum Kern

Ito beobachtet, dass Menschen, die im Geschäftsleben sehr erfolgreich sind, oft Macht und Durchsetzungskraft in den Vordergrund stellen. Er möchte ihr Verständnis von "Stärke" neu ausrichten. "Meine Definition von [Stärke] ist, wie man zu seinem Kern zurückfindet, wie man im täglichen Leben zu seinem Körper und Herzen zurückkehrt", erklärt er gegenüber Fortune. Die Unterstützung bei der Bewältigung von Hochstress-Jobs ist eine der häufigsten Anfragen, die er von seinen Schülern aus der Finanz- und Geschäftswelt erhält.

Die 30-Sekunden-Methode für sofortige Ruhe

Ito betont, dass man nicht bis zum Feierabend warten muss, um das Nervensystem zu beruhigen. Er teilt eine 30-Sekunden-Methode, um sich wieder mit sich selbst zu verbinden und ein Gefühl der Ruhe zu erlangen. "Wenn man so viele Informationen bekommt, [wird man] von vielen Entscheidungen besessen", so Ito. Es sei in Ordnung, dieses Gefühl zu erkennen, und er bietet einen Weg, dies früher zu bemerken und eine Technik zu entwickeln, um schnell zum Ursprung, zum eigenen Körper, zurückzukehren.

Achtsamkeit im Arbeitsalltag integrieren

Selbst inmitten eines hektischen Arbeitstages können Fachkräfte einen kurzen Schritt unternehmen, um zu ihrer Mitte zurückzukehren. Ito schlägt vor, alltägliche Handlungen in meditative Momente zu verwandeln. "Ich lehre sie oft, was man in der täglichen Routine tun kann, zum Beispiel Kaffee trinken oder einen Laptop öffnen", sagt Ito. "Bevor Sie Ihren Laptop öffnen, nehmen Sie sich einfach 30 Sekunden Zeit, um sorgfältig ein- und auszuatmen."

In diesen 30 Sekunden ist es wichtig, aufmerksam zu sein: Geräusche im Raum wahrnehmen, den Geruch in diesem Moment bemerken. Wenn man eine Tasse Kaffee trinkt, sollte man sich auf den Geschmack konzentrieren. Das Einbeziehen der Sinne fördert die Achtsamkeit selbst in den geschäftigsten Arbeitsumgebungen, reduziert Stress und schafft Raum für klares Denken. "Wenn Sie eine wichtige Nachricht an Ihren Kollegen senden, nehmen Sie sich einfach 30 Sekunden Zeit, um die Geräusche um sich herum zu hören, die Umgebung zu riechen", fährt er fort. "Ihre Gewohnheit, Ihre Arbeit, kann zu meditativer Zeit werden."

Das Ritual für stressige Meetings

Für einen der nervenaufreibendsten Momente im Arbeitsalltag – den Eintritt in ein stressiges Meeting – bietet Ito eine weitere Zen-Strategie. Das bewusste Konzentrieren auf die Schritte und das absichtliche Betreten des Raumes hilft, ein "persönliches Ritual" aufzubauen. "Wenn Sie den Konferenzraum betreten, öffnen Sie einfach die Tür", sagt er. "Stellen Sie Ihre Füße zusammen, dann gehen Sie zuerst mit dem linken Fuß, dann mit dem rechten Fuß. Tun Sie das immer, dann werden Sie jedes Mal die leichten Veränderungen bemerken... Sie haben eine starke Routine, die Ihnen diese Achtsamkeit verleiht."

Sollten Fachkräfte ihren Rhythmus verlieren oder eine Veränderung in ihrer Atmung bemerken, führt dies alles zurück zur Zen-Praxis des Bemerkens – und dazu, diese kleinen meditativen Gewohnheiten zu nutzen, um sich wieder mit dem Körper zu verbinden.

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