
Zollrückerstattungen starten: UPS und FedEx sichern Gelder für Kunden
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Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA hat die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) einen Prozess zur Rückerstattung bestimmter Zölle eingeleitet. Große Lieferunternehmen wie UPS und FedEx haben bereits damit begonnen, Anträge auf Rückerstattung dieser Abgaben zu stellen, die unter dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) erhoben wurden. Es wird jedoch erwartet, dass es noch Monate dauern könnte, bis die Kunden von diesen Zollrückerstattungen profitieren.
Hintergrund der Zollrückerstattungen
Der Oberste Gerichtshof der USA hatte zuvor entschieden, dass einige Zölle verfassungswidrig waren. Diese Entscheidung betrifft spezifisch Abgaben, die unter dem International Emergency Emergency Powers Act (IEEPA) erhoben wurden. Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) hat daraufhin am Montag ein Verfahren zur Rückerstattung dieser Zölle eröffnet.
Es ist wichtig zu beachten, dass dieser Rückerstattungsprozess ausschließlich Zölle betrifft, die unter dem IEEPA erhoben wurden. Andere Zölle, wie jene gemäß Section 232 des Trade Expansion Act von 1962 oder Section 301, bleiben weiterhin in Kraft und sind von dieser Regelung nicht betroffen.
Der Rückerstattungsprozess im Detail
Die CBP hat ein spezielles Portal namens "Consolidated Administration and Processing of Entries" eingerichtet, über das Importeure von Datensätzen (importer of record) ihre Rückerstattungsanträge einreichen können. Die Bearbeitung dieser Anträge erfolgt in Phasen. Die erste Phase umfasst dabei ausschließlich Rückerstattungsanträge für Einträge, die die CBP innerhalb der letzten 80 Tage finalisiert hat.
Obwohl der Prozess nun angelaufen ist, wird es voraussichtlich noch einige Monate dauern, bis die Endverbraucher von den Zollrückerstattungen profitieren können. Die Komplexität des Verfahrens und die gestaffelte Bearbeitung tragen zu dieser Verzögerung bei.
UPS und FedEx leiten Rückerstattungen ein
Für die großen Lieferunternehmen UPS und FedEx könnte dieser Prozess eine erhebliche Auszahlung bedeuten, die letztendlich auch den Kunden zugutekommen soll. Beide Unternehmen haben bereits Schritte unternommen, um die Rückerstattungen für ihre Kunden zu sichern.
UPS erklärte diese Woche, dass es die Zollrückerstattungen von der CBP im Namen seiner Kunden beantragen und einholen wird, sofern das Unternehmen der "importer of record" war. Kunden müssen UPS in diesem Fall nicht kontaktieren. Das Unternehmen wies jedoch darauf hin, dass es bis zu drei Monate dauern könnte, bis die Rückerstattungen bei UPS eingehen, bevor sie an die Kunden weitergeleitet werden können. UPS betonte in einer Erklärung: "Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, Sendungen in Bewegung zu halten und sicherzustellen, dass unsere Kunden ihre Rechte in diesem komplexen Prozess vollumfänglich wahrnehmen können. Wir verfolgen die rechtlichen Entwicklungen genau und werden Updates bereitstellen, sobald diese verfügbar sind." Bislang hat UPS nur Leitlinien für die erste Phase der Zollrückerstattungen erhalten.
Auch FedEx bestätigte gegenüber CNBC, dass es begonnen hat, Anträge auf Zollrückerstattung bei der CBP einzureichen. FedEx beschrieb seinen Prozess als "unkompliziert": Sollte die CBP Rückerstattungen an FedEx leisten, wird das Unternehmen diese wiederum an die Spediteure und Verbraucher weitergeben, die diese Gebühren bezahlt haben. FedEx wird zudem die notwendigen Berichte erstellen, um die Rückerstattungen im Namen seiner Kunden zu sichern.
Auswirkungen und politische Kommentare
Die Einleitung des Rückerstattungsprozesses ist eine direkte Folge der gerichtlichen Entscheidung und könnte eine finanzielle Entlastung für Unternehmen und letztlich auch für Verbraucher bedeuten. Die genaue Höhe der Rückerstattungen und die Geschwindigkeit der Auszahlung bleiben jedoch abzuwarten.
In einem Kommentar äußerte sich der ehemalige Präsident Donald Trump am Dienstag in der CNBC-Sendung "Squawk Box" und erklärte, er werde sich an Unternehmen "erinnern", die keine Zollrückerstattungen beantragen. Diese Aussage unterstreicht die politische Dimension der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Handelspolitik.