Geschäftsmodell
Aehr Test Systems generiert Einnahmen durch den Verkauf seiner proprietären Test- und Burn-in-Systeme, WaferPak-Kontaktoren und zugehöriger Dienstleistungen. Das Geschäftsmodell konzentriert sich auf die Bereitstellung von Lösungen, die frühe Ausfälle in Chips erkennen und so die langfristige Zuverlässigkeit für kritische Anwendungen wie Elektrofahrzeuge und Rechenzentren sicherstellen. Die WaferPak-Kontaktoren stellen dabei eine wiederkehrende Einnahmequelle dar, da sie spezifisch für jedes Chipdesign sind. Das Unternehmen erweitert sein Angebot, um den Testanforderungen von KI-Prozessoren, Galliumnitrid-Leistungshalbleitern, Datenspeichergeräten, Siliziumphotonik und Flash-Speichern gerecht zu werden.
Hauptprodukte
Die Hauptprodukte umfassen die FOX-P™-Familien von Test- und Burn-in-Systemen (FOX-XP, FOX-NP, FOX-CP), FOX WaferPak™ Aligner, FOX WaferPak Contactor, FOX DiePak® Carrier und FOX DiePak Loader. Diese Systeme ermöglichen das Testen und Burn-in von Halbleiterbauelementen auf Wafer-Ebene, als vereinzelte Chips und in Gehäuseform. Das Unternehmen bietet auch die Sonoma™-Familie von Ultra-High-Power-Testlösungen für KI-Beschleuniger, GPUs und Hochleistungsrechner (HPC)-Prozessoren an.
Marktposition
Aehr Test Systems nimmt eine Nischenposition im Markt für Burn-in-Testsysteme ein, insbesondere mit seiner Wafer-Level-Burn-in (WLBI)-Technologie. Das Unternehmen ist ein kritischer Wegbereiter im Segment der hochzuverlässigen Halbleiterindustrie und kein breit aufgestellter Marktführer. Die Stärke liegt in der proprietären Technologie, die das gleichzeitige Testen von Tausenden von Geräten auf Wafer-Ebene ermöglicht, was Kosten und Reinraumfläche reduziert. Aehr ist gut positioniert in wachstumsstarken Märkten wie Leistungshalbleitern (Siliziumkarbid und Galliumnitrid) für Elektrofahrzeuge und KI-Prozessoren.
Finanzielle Highlights
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (endend am 28. November 2025) verzeichnete Aehr Test Systems einen Nettoumsatz von 9,9 Millionen US-Dollar, ein Rückgang gegenüber 13,5 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der GAAP-Nettoverlust betrug 3,2 Millionen US-Dollar oder 0,11 US-Dollar pro verwässerter Aktie. Der Non-GAAP-Nettoverlust lag bei 1,3 Millionen US-Dollar oder 0,04 US-Dollar pro verwässerter Aktie. Die Buchungen für das Quartal beliefen sich auf 6,2 Millionen US-Dollar, und der Auftragsbestand zum 28. November 2025 betrug 11,8 Millionen US-Dollar, mit einem effektiven Auftragsbestand von 18,3 Millionen US-Dollar einschließlich der Buchungen seit diesem Datum. Die liquiden Mittel beliefen sich zum 28. November 2025 auf 31,0 Millionen US-Dollar. Für das Geschäftsjahr 2025 betrug der Gesamtnettoumsatz 59,0 Millionen US-Dollar.
Aktuelle Entwicklungen
Aehr Test Systems hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 Fortschritte bei Wafer-Level-Burn-in (WLBI) und Packaged-Part-Burn-in (PPBI) erzielt. Das Unternehmen hat eine strategische Partnerschaft mit ISE Labs für fortschrittliche Wafer-Level-Test- und Burn-in-Dienste für Hochleistungsrechen- und KI-Anwendungen bekannt gegeben. Es wurden Aufträge im Wert von über 5,5 Millionen US-Dollar für die Sonoma Ultra-High-Power PPBI-Systeme im laufenden dritten Geschäftsquartal erhalten, unter anderem von einem Testdienstleister aus der Bay Area und KI-fokussierten Unternehmen. Aehr hat auch eine vollautomatisierte Version der Sonoma-Plattform für das Testen von KI-Geräten eingeführt. Das Unternehmen hat seine Prognose für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2026 wieder aufgenommen und erwartet einen Umsatz zwischen 25 und 30 Millionen US-Dollar, angetrieben durch die Nachfrage nach KI-Prozessor-Tests. Es wird erwartet, dass die Buchungen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres zwischen 60 und 80 Millionen US-Dollar liegen werden, was die Grundlage für ein starkes Geschäftsjahr 2027 legen könnte.