Geschäftsmodell
CoreWeave betreibt ein nutzungsbasiertes Mietmodell für seine GPU-Cloud-Dienste, bei dem Kunden nach Rechennutzung abgerechnet werden. Der Großteil der Einnahmen stammt aus langfristigen Verträgen mit Unternehmen (2-5 Jahre), was vorhersehbare, wiederkehrende Einnahmen sichert. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Bereitstellung skalierbarer und zuverlässiger GPU-beschleunigter Lösungen für rechenintensive Aufgaben wie KI, maschinelles Lernen und Hochleistungsrechnen.
Hauptprodukte
GPU Compute, CPU Compute, Storage Services, Networking Services, Managed Services, Virtual and Bare Metal Servers. Die Plattform bietet zudem einen Fleet Lifecycle Controller, Node Lifecycle Controller, Tensorizer und Observability. Dienstleistungen umfassen VFX und Rendering, KI-Modelltraining, KI-Inferenz und Missionskontrolle.
Marktposition
CoreWeave hat sich als Nischenanbieter im Cloud-Computing-Markt positioniert, der sich auf KI-Infrastruktur und Hochleistungsrechnen (HPC) spezialisiert hat, im Gegensatz zu den breiteren Angeboten von Generalisten wie AWS oder Google Cloud. Das Unternehmen betreibt eine GPU-first-Architektur, die für das Training und die Inferenz von generativen KI-Modellen optimiert ist. Es wird als "The Essential Cloud for AI" bezeichnet und ist ein wichtiger Anbieter von GPU-Infrastruktur, der mit großen Technologieanbietern wie Nvidia zusammenarbeitet.
Finanzielle Highlights
CoreWeave wurde im März 2025 an der Nasdaq unter dem Symbol "CRWV" öffentlich gelistet. Das Unternehmen verzeichnete 2024 einen Umsatz von 1,92 Milliarden US-Dollar, eine Steigerung von 736,64 % gegenüber dem Vorjahr. Die Verluste beliefen sich 2024 auf -937,77 Millionen US-Dollar. Im dritten Quartal 2025 meldete CoreWeave einen Rekordumsatz und einen Auftragsbestand von über 55 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomargen lagen 2024 bei etwa 74 %. Im Jahr 2024 wurde CoreWeave mit 23 Milliarden US-Dollar bewertet und hat über 12,7 Milliarden US-Dollar an Eigenkapital- und Fremdfinanzierung erhalten.
Aktuelle Entwicklungen
Im März 2025 unterzeichnete OpenAI einen Fünfjahresvertrag über rund 12 Milliarden US-Dollar mit CoreWeave für seine KI-Infrastrukturbedürfnisse und erwarb eine Beteiligung an CoreWeave durch eine Privatplatzierung von Aktien im Wert von 350 Millionen US-Dollar. Ebenfalls im März 2025 wurde die Übernahme des KI-Plattformentwicklers Weights & Biases für rund 1,7 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben. Im Februar 2025 war CoreWeave der erste Cloud-Anbieter, der Nvidia GB200 NVL72 Chips über Cloud Computing verfügbar machte. Im November 2025 kündigte CoreWeave eine "Zero Egress Migration" an, um Multi-Cloud-Entwicklung für KI-Workloads zu ermöglichen. Das Unternehmen erweiterte im November 2025 seine revolvierende Kreditfazilität auf 2,5 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung des Wachstums. CoreWeave hat im dritten Quartal 2025 einen bis zu 14,2 Milliarden US-Dollar schweren Mehrjahresvertrag mit Meta abgeschlossen.