Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell von Dassault Aviation basiert auf der Entwicklung, Herstellung, dem Verkauf und der Unterstützung von Militärflugzeugen und Geschäftsreisejets, wobei eine duale zivil-militärische Expertise genutzt wird. Das Unternehmen generiert Einnahmen durch den Verkauf von Flugzeugen und Leasing sowie durch langfristige Verträge, insbesondere mit Regierungen für Verteidigungsprojekte. Ein erheblicher Teil des Umsatzes stammt aus dem Exportgeschäft. Zudem bietet Dassault Aviation Wartungs-, Reparatur- und Überholungsdienste (MRO) sowie Simulationswerkzeuge an.
Hauptprodukte
Zu den Hauptprodukten gehören Militärflugzeuge wie der Mehrzweckkampfjet Rafale und die Mirage-Serie, sowie Geschäftsreisejets der Falcon-Familie (z.B. Falcon 6X, Falcon 8X, Falcon 10X). Das Unternehmen entwickelt auch unbemannte Kampfdrohnen wie den nEUROn und bietet Spezialflugzeuge für maritime Überwachung, Aufklärung und medizinische Evakuierung an.
Marktposition
Dassault Aviation nimmt eine bedeutende Position im globalen Luft- und Raumfahrt- und Verteidigungssektor ein. Im Geschäftsreisejet-Segment hielt das Unternehmen 2023 einen Marktanteil von etwa 12% und konkurriert mit Herstellern wie Bombardier und Gulfstream. Bei Kampfflugzeugen ist Dassault Aviation als führender europäischer Kampfjet-Designer anerkannt, wobei der Rafale von 2020 bis 2024 einen globalen Marktanteil von etwa 11% bei Kampfflugzeugen sicherte. Das Unternehmen ist bestrebt, seinen Marktanteil bei Geschäftsreisejets bis 2025 auf 20% zu erhöhen.
Finanzielle Highlights
Im Jahr 2024 belief sich der bereinigte Nettoumsatz von Dassault Aviation auf 6,23 Milliarden Euro, gegenüber 4,801 Milliarden Euro im Jahr 2023. Der bereinigte Nettogewinn betrug 1,056 Milliarden Euro (13,5 Euro pro Aktie) im Jahr 2024, verglichen mit 886 Millionen Euro (11,0 Euro pro Aktie) im Jahr 2023. Der Auftragsbestand erreichte zum 31. Dezember 2024 einen Rekordwert von 43,2 Milliarden Euro, bestehend aus 299 Flugzeugen (164 Export-Rafale, 56 Rafale Frankreich und 79 Falcon). Die verfügbaren Barmittel beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf 8,4 Milliarden Euro.
Aktuelle Entwicklungen
Im Januar 2024 trat die dritte Tranche (18 Flugzeuge) des indonesischen Rafale-Vertrags in Kraft, wodurch sich der bestätigte Gesamtbestellwert auf 42 Kampfflugzeuge erhöhte. Im Juli 2023 wählte die indische Regierung den Rafale Marine für die indische Marine aus, mit einer potenziellen Bestellung von 26 Flugzeugen. Im Februar 2026 genehmigte Indien den Kauf von 114 Dassault Rafale Kampfflugzeugen im Wert von rund 30,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose für 2025 auf über 7 Milliarden Euro angehoben. Im Jahr 2024 wurde ein neues Werk in Cergy fertiggestellt, das das Vorgängerwerk in Argenteuil ersetzt und eine verbesserte Energieeffizienz aufweist. Dassault Aviation ist eine strategische Partnerschaft mit Harmattan AI eingegangen und hat deren Series B Finanzierungsrunde in Höhe von 200 Millionen US-Dollar angeführt, um die Integration von autonomer und KI-Technologie in Kampfflugsysteme zu beschleunigen.