Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb eines breiten Spektrums militärischer und ziviler Waffen sowie zugehöriger Ausrüstung. Kalaschnikow beliefert das russische Militär und Strafverfolgungsbehörden und exportiert in über 27 Länder. Das Unternehmen hat sich auch in nicht-waffenbezogene Bereiche wie Industrieprodukte, Fahrzeuge und sogar Bekleidung und Souvenirs diversifiziert.
Hauptprodukte
Sturmgewehre (AK-Serie, AK-12, AK-15, AK-19), Scharfschützengewehre (SVD, SVCh, SV-98), Maschinengewehre (RPK-Serie, RPL-7, RPL-20), Maschinenpistolen (PPK-20, PP-19), Pistolen (PLK, PYa, Makarov PM), Kampfflinten (Saiga-Serie, 18.5 KS-K), gelenkte Artilleriegeschosse, ferngesteuerte Waffenstationen, unbemannte Luft- und Bodenfahrzeuge, Militärroboter, Spezialboote, Jagd- und Sportwaffen, Industrieprodukte, Kfz-Kompressoren, Markenbekleidung und Accessoires.
Marktposition
Kalaschnikow produziert etwa 95 % aller Kleinwaffen in Russland und ist damit der größte Feuerwaffenhersteller des Landes. Es ist ein führender russischer Hersteller von automatischen und Scharfschützen-Kampfwaffen, gelenkter Artilleriemunition und einer breiten Palette hochpräziser Waffen. Das Unternehmen exportiert seine Produkte in mehr als 27 Länder weltweit.
Finanzielle Highlights
Im Jahr 2016 betrug der Umsatz 18.342.315.000 Russische Rubel, das Betriebsergebnis 4.121.654.000 Russische Rubel und der Nettoverlust -7.370.000 Russische Rubel. Die Bilanzsumme belief sich auf 22.500.181.000 Russische Rubel. Im Jahr 2022 verzeichnete das Unternehmen einen 20-Jahres-"Rekord" beim Absatz seiner legendären Sturmgewehre, wobei die Verkaufszahlen um 40 % stiegen. Im selben Jahr wurden 45 Beschaffungsverträge für Verteidigungsgüter und 24 Verträge im Rahmen der militärisch-technischen Zusammenarbeit erfüllt, die die größten in der Unternehmensgeschichte darstellten.
Aktuelle Entwicklungen
Im Februar 2018 reduzierte der staatliche Konzern Rostec seine Anteile am Kalaschnikow Konzern von 51 % auf 25 % plus eine Aktie, wobei private Investoren, einschließlich des damaligen Unternehmenschefs Alexej Kriworutschko, die Mehrheit der Anteile erwarben. Das Unternehmen hat seine Geschäftsfelder diversifiziert und ist in neue Marktsegmente wie Schiffbau, unbemannte Luft- und Bodenfahrzeuge sowie multifunktionale Spezialboote eingestiegen. Es produziert auch Kleidung und Messer und betreibt Souvenirläden. Im September 2025 gab der Konzern die Auslieferung der Nullserie des kompakten Sturmgewehrs AM-17 an einen nicht näher genannten behördlichen Kunden in Russland bekannt, wobei die Serienfertigung für 2025 angekündigt wurde. Im November 2024 meldete der Konzern den vorzeitigen Abschluss von Verträgen zur Lieferung wichtiger Kleinwaffen an die Truppen, darunter Scharfschützengewehre vom Typ Tschukawin SHF, modernisierte Sturmgewehre AK-12, Scharfschützengewehre SVDS und SV-98, Unterlaufgranatwerfer GP-34 sowie Maschinenpistolen PPK-20. Sanktionen der EU und der USA seit der Ukraine-Krise haben den Export in diese Märkte erschwert, was zu Bemühungen führte, neue Märkte zu erschließen und möglicherweise Sanktionen durch Privatisierung zu umgehen.