Geschäftsmodell
Modernas Geschäftsmodell basiert auf seiner umfassenden mRNA-Technologieplattform, die eine schnelle Forschung, Entwicklung und Herstellung von mRNA-basierten Medikamenten ermöglicht. Das Unternehmen generiert Einnahmen durch den Verkauf seiner Produkte, insbesondere des COVID-19-Impfstoffs, sowie durch Lizenzvereinbarungen, Regierungsverträge und seine wachsende Pipeline an mRNA-Therapien und -Impfstoffen. Es bestehen strategische Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen, Regierungsbehörden und Pharmaunternehmen.
Hauptprodukte
Zu den kommerziellen Produkten gehören der Moderna COVID-19-Impfstoff (Spikevax) und ein Impfstoff gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (Mresvia). Die Pipeline umfasst zudem Impfstoffe und Therapeutika gegen Influenza, HIV, Epstein-Barr-Virus, Nipah-Virus, Chikungunya, humanes Metapneumovirus, Varizella-Zoster-Virus, Zytomegalievirus (CMV) und personalisierte Krebsimpfstoffe.
Marktposition
Moderna gilt als Pionier in der mRNA-Medizin und steht an der Spitze einer neuen Medikamentenkategorie. Die mRNA-Technologieplattform des Unternehmens wird als hochmodern und anpassungsfähig angesehen, was schnelle Reaktionen auf Gesundheitsbedrohungen ermöglicht. Durch seinen COVID-19-Impfstoff erlangte Moderna weltweit erhebliche Bekanntheit und Marktanteile.
Finanzielle Highlights
Der Jahresumsatz von Moderna betrug 2022 19,263 Milliarden US-Dollar, sank jedoch 2023 auf 6,848 Milliarden US-Dollar und 2024 auf 3,236 Milliarden US-Dollar. Für die zwölf Monate bis zum 30. September 2025 belief sich der Umsatz auf 2,232 Milliarden US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 9,77 Milliarden US-Dollar (Stand: November 2025). Das Unternehmen verzeichnete einen Nettoverlust von -3,56 Milliarden US-Dollar und ein Ergebnis je Aktie von -9,11 US-Dollar (Stand: November 2025). Analysten erwarten für das dritte Quartal 2025 einen Verlust je Aktie von 2,15 US-Dollar.
Aktuelle Entwicklungen
Im November 2025 erklärte der CEO von Moderna, Stéphane Bancel, dass das Unternehmen nach einer schwierigen Phase die Wende geschafft habe und die nächsten drei Jahre vielversprechend seien. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Diversifizierung seines Produktportfolios über COVID-19 hinaus, mit vielversprechenden Programmen in den Bereichen Grippe, RSV, CMV und Onkologie. Eine Phase-III-Studie für den CMV-Impfstoff (mRNA-1647) erreichte ihren primären Wirksamkeitsendpunkt nicht, was zur Einstellung des klinischen Entwicklungsprogramms für kongenitales CMV führte. Moderna entwickelt über 40 mRNA-basierte Prüfpräparate in verschiedenen klinischen Studienphasen, unter anderem für Krebs. Im Jahr 2023 erwarb Moderna OriCiro Genomics und ging eine Vereinbarung mit der chinesischen Regierung zur Entwicklung von mRNA-Medikamenten für den exklusiven Einsatz in China ein. Zudem erhielt ein Krebsimpfstoffkandidat (mRNA-4157/V940) in Zusammenarbeit mit Merck den Breakthrough-Status von der FDA. Das Unternehmen sicherte sich eine Kreditlinie von 1,5 Milliarden US-Dollar. Moderna ist auch an der Entwicklung eines mRNA-basierten Impfstoffs gegen die Vogelgrippe H5N1 beteiligt und erhielt dafür einen Vertrag über 590 Millionen US-Dollar vom US-Gesundheitsministerium.