Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    349

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    299

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    281

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    247

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    230

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    207

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    196

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    180

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    171

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    124

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    119

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    113

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    90%-Problematik

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 29. April 2026

    Die "90%-Problematik" im Finanzbereich bezieht sich auf die weit verbreitete Beobachtung, dass ein Großteil der Privatanleger (oftmals 90%) an den Finanzmärkten keine Gewinne erzielt oder sogar Verluste erleidet. Dies wird primär auf psychologische Faktoren und Verhaltensweisen zurückgeführt, die rationale Anlageentscheidungen behindern.

    Ausführliche Erklärung

    Die "90%-Problematik" beleuchtet die Diskrepanz zwischen dem Potenzial der Finanzmärkte und dem tatsächlichen Anlageerfolg vieler individueller Investoren. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass Anleger sich häufig von Emotionen wie Gier und Angst leiten lassen, anstatt einer stringenten und disziplinierten Anlagestrategie zu folgen. Finanztherapeuten betonen, dass "Geld zu 90 Prozent aus Emotionen und zu 10 Prozent aus Logik" besteht, was das finanzielle Verhalten maßgeblich prägt und oft zu irrationalen Entscheidungen führt.

    Ein häufiger Fehler, der zur "90%-Problematik" beiträgt, ist das Fehlen eines klaren Handelssystems oder einer festen Anlagestrategie. Viele Privatanleger verlassen sich stattdessen auf kurzfristige "Tipps" oder versuchen, Marktbewegungen zu timen, was statistisch gesehen selten erfolgreich ist. Dies führt dazu, dass Verlustpositionen oft zu lange gehalten werden, in der Hoffnung auf eine Erholung, während Gewinne aus Angst vor einem Rückgang zu früh realisiert werden.

    Typische Verhaltensweisen, die den Anlageerfolg schmälern, umfassen den Dispositionseffekt (Gewinne zu früh realisieren, Verluste zu lange halten), den Herding-Effekt (dem Verhalten der Masse folgen) und eine übermäßige Selbstüberschätzung (Overconfidence Bias). Diese kognitiven Verzerrungen verhindern eine objektive Bewertung von Investments und führen zu suboptimalen Kauf- und Verkaufsentscheidungen, die den langfristigen Vermögensaufbau behindern.

    Die kumulativen Auswirkungen dieser psychologischen und verhaltensbedingten Fehler führen dazu, dass die Mehrheit der Privatanleger langfristig unterdurchschnittliche Renditen erzielt oder sogar Kapital verliert. Dies unterstreicht die Bedeutung eines systematischen, disziplinierten Ansatzes, der auf langfristigen Zielen, Risikomanagement und der Kontrolle emotionaler Impulse basiert, um der "90%-Problematik" entgegenzuwirken.

    Rechtlicher Hinweis

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    90%-Problematik

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 29. April 2026

    Definition

    Die "90%-Problematik" im Finanzbereich bezieht sich auf die weit verbreitete Beobachtung, dass ein Großteil der Privatanleger (oftmals 90%) an den Finanzmärkten keine Gewinne erzielt oder sogar Verluste erleidet. Dies wird primär auf psychologische Faktoren und Verhaltensweisen zurückgeführt, die rationale Anlageentscheidungen behindern.

    Detaillierte Erklärung

    Die "90%-Problematik" beleuchtet die Diskrepanz zwischen dem Potenzial der Finanzmärkte und dem tatsächlichen Anlageerfolg vieler individueller Investoren. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass Anleger sich häufig von Emotionen wie Gier und Angst leiten lassen, anstatt einer stringenten und disziplinierten Anlagestrategie zu folgen. Finanztherapeuten betonen, dass "Geld zu 90 Prozent aus Emotionen und zu 10 Prozent aus Logik" besteht, was das finanzielle Verhalten maßgeblich prägt und oft zu irrationalen Entscheidungen führt.

    Ein häufiger Fehler, der zur "90%-Problematik" beiträgt, ist das Fehlen eines klaren Handelssystems oder einer festen Anlagestrategie. Viele Privatanleger verlassen sich stattdessen auf kurzfristige "Tipps" oder versuchen, Marktbewegungen zu timen, was statistisch gesehen selten erfolgreich ist. Dies führt dazu, dass Verlustpositionen oft zu lange gehalten werden, in der Hoffnung auf eine Erholung, während Gewinne aus Angst vor einem Rückgang zu früh realisiert werden.

    Typische Verhaltensweisen, die den Anlageerfolg schmälern, umfassen den Dispositionseffekt (Gewinne zu früh realisieren, Verluste zu lange halten), den Herding-Effekt (dem Verhalten der Masse folgen) und eine übermäßige Selbstüberschätzung (Overconfidence Bias). Diese kognitiven Verzerrungen verhindern eine objektive Bewertung von Investments und führen zu suboptimalen Kauf- und Verkaufsentscheidungen, die den langfristigen Vermögensaufbau behindern.

    Die kumulativen Auswirkungen dieser psychologischen und verhaltensbedingten Fehler führen dazu, dass die Mehrheit der Privatanleger langfristig unterdurchschnittliche Renditen erzielt oder sogar Kapital verliert. Dies unterstreicht die Bedeutung eines systematischen, disziplinierten Ansatzes, der auf langfristigen Zielen, Risikomanagement und der Kontrolle emotionaler Impulse basiert, um der "90%-Problematik" entgegenzuwirken.

    Verwandte Begriffe

    Behavioral Finance
    Anlegerpsychologie
    Dispositionseffekt
    Herding-Effekt
    Overconfidence Bias