Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    316

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    266

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    263

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Inflation

    233

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    221

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Federal Reserve

    193

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    180

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    168

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Straße Von Hormus

    145

    Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die als entscheidender maritimer Engpass für den globalen Energiehandel dient. Sie ist der primäre Seeweg für den Export eines erheblichen Teils des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases (LNG) aus den ölreichen Golfstaaten.

    Nachbörslicher Handel

    117

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    109

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    104

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Alle Begriffe

    Abfindungspakete

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 15. April 2026

    Abfindungspakete sind finanzielle und oft auch nicht-finanzielle Leistungen, die ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes gewährt. Sie dienen dazu, den Übergang für den ausscheidenden Mitarbeiter finanziell abzufedern und dem Unternehmen rechtliche Sicherheit zu bieten.

    Ausführliche Erklärung

    Abfindungspakete werden in der Regel bei einer Kündigung oder im Rahmen eines Aufhebungsvertrags angeboten, um eine einvernehmliche Trennung zu ermöglichen oder das Risiko einer Kündigungsschutzklage zu minimieren. Für Arbeitnehmer stellen sie eine wichtige finanzielle Unterstützung dar, die den Einkommensverlust während der Suche nach einer neuen Anstellung überbrücken soll. Unternehmen nutzen Abfindungspakete auch, um ihren Ruf als Arbeitgeber zu wahren und die finanziellen Auswirkungen von Entlassungen besser planen zu können.

    Ein typisches Abfindungspaket umfasst eine monetäre Abfindungssumme, deren Höhe oft von der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Bruttomonatsgehalt abhängt, wobei eine gängige Faustformel 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr vorsieht. Darüber hinaus können Abfindungspakete zusätzliche Leistungen wie die Fortsetzung von Krankenversicherungsleistungen, Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung (Outplacement-Dienste) oder die Möglichkeit, vom Unternehmen gestellte Ausrüstung zu behalten, beinhalten.

    In Deutschland besteht grundsätzlich kein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung. Ein Anspruch kann sich jedoch aus einem Sozialplan bei Betriebsänderungen, einem Tarifvertrag, einem gerichtlichen Vergleich im Rahmen einer Kündigungsschutzklage oder einer ausdrücklichen Vereinbarung im Aufhebungsvertrag ergeben. Auch bei einer betriebsbedingten Kündigung kann ein Anspruch nach § 1a Kündigungsschutzgesetz (KSchG) entstehen, wenn der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben eine Abfindung anbietet und der Arbeitnehmer keine Klage erhebt. Die genaue Höhe und der Umfang des Pakets sind oft Verhandlungssache.

    Finanziell sind Abfindungen in Deutschland grundsätzlich einkommensteuerpflichtig, aber sozialversicherungsfrei. Sie werden als außerordentliche Einkünfte behandelt, für die unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte Fünftelregelung angewendet werden kann. Diese Regelung mildert die Steuerprogression, indem die Abfindung rechnerisch auf fünf Jahre verteilt wird, um die Steuerlast zu reduzieren. Seit dem 1. Januar 2025 wird die Fünftelregelung nicht mehr direkt beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt, sondern muss im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung beantragt werden.

    Rechtlicher Hinweis

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    Abfindungspakete

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 15. April 2026

    Definition

    Abfindungspakete sind finanzielle und oft auch nicht-finanzielle Leistungen, die ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses als Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes gewährt. Sie dienen dazu, den Übergang für den ausscheidenden Mitarbeiter finanziell abzufedern und dem Unternehmen rechtliche Sicherheit zu bieten.

    Detaillierte Erklärung

    Abfindungspakete werden in der Regel bei einer Kündigung oder im Rahmen eines Aufhebungsvertrags angeboten, um eine einvernehmliche Trennung zu ermöglichen oder das Risiko einer Kündigungsschutzklage zu minimieren. Für Arbeitnehmer stellen sie eine wichtige finanzielle Unterstützung dar, die den Einkommensverlust während der Suche nach einer neuen Anstellung überbrücken soll. Unternehmen nutzen Abfindungspakete auch, um ihren Ruf als Arbeitgeber zu wahren und die finanziellen Auswirkungen von Entlassungen besser planen zu können.

    Ein typisches Abfindungspaket umfasst eine monetäre Abfindungssumme, deren Höhe oft von der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Bruttomonatsgehalt abhängt, wobei eine gängige Faustformel 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr vorsieht. Darüber hinaus können Abfindungspakete zusätzliche Leistungen wie die Fortsetzung von Krankenversicherungsleistungen, Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung (Outplacement-Dienste) oder die Möglichkeit, vom Unternehmen gestellte Ausrüstung zu behalten, beinhalten.

    In Deutschland besteht grundsätzlich kein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung. Ein Anspruch kann sich jedoch aus einem Sozialplan bei Betriebsänderungen, einem Tarifvertrag, einem gerichtlichen Vergleich im Rahmen einer Kündigungsschutzklage oder einer ausdrücklichen Vereinbarung im Aufhebungsvertrag ergeben. Auch bei einer betriebsbedingten Kündigung kann ein Anspruch nach § 1a Kündigungsschutzgesetz (KSchG) entstehen, wenn der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben eine Abfindung anbietet und der Arbeitnehmer keine Klage erhebt. Die genaue Höhe und der Umfang des Pakets sind oft Verhandlungssache.

    Finanziell sind Abfindungen in Deutschland grundsätzlich einkommensteuerpflichtig, aber sozialversicherungsfrei. Sie werden als außerordentliche Einkünfte behandelt, für die unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte Fünftelregelung angewendet werden kann. Diese Regelung mildert die Steuerprogression, indem die Abfindung rechnerisch auf fünf Jahre verteilt wird, um die Steuerlast zu reduzieren. Seit dem 1. Januar 2025 wird die Fünftelregelung nicht mehr direkt beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt, sondern muss im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung beantragt werden.

    Verwandte Begriffe

    Aufhebungsvertrag
    Kündigungsschutzklage
    Fünftelregelung
    Sozialplan
    Outplacement