Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    223

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    203

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    188

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    168

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    150

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

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    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    126

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    125

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    91

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    86

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    80

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    69

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

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    Agrarhilfen

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 11. Dezember 2025

    Agrarhilfen sind finanzielle Zuwendungen und Unterstützungsmaßnahmen, die Staaten oder supranationale Organisationen wie die Europäische Union der Landwirtschaft gewähren, um deren Einkommen zu stabilisieren, die Lebensmittelversorgung zu sichern und spezifische agrarpolitische Ziele zu erreichen. Sie dienen der Abfederung von Marktschwankungen und der Förderung nachhaltiger Praktiken.

    Ausführliche Erklärung

    Agrarhilfen, oft auch als Agrarsubventionen bezeichnet, stellen einen wesentlichen Bestandteil der Finanzpolitik vieler Länder und Wirtschaftsräume dar, insbesondere in der Europäischen Union durch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Die GAP ist einer der größten Haushaltsposten der EU und macht rund ein Drittel des Gesamtbudgets aus. Diese Hilfen werden aus dem EU-Haushalt finanziert und auf europäischer Ebene verwaltet, wobei die Mitgliedstaaten für die konkrete Umsetzung zuständig sind. In Deutschland fließen beispielsweise jährlich etwa 6 Milliarden Euro an Agrarsubventionen aus dem EU-Haushalt an landwirtschaftliche Betriebe, Verbände, Behörden und Unternehmen im Agrarbereich.

    Die Ausgestaltung der Agrarhilfen ist vielfältig und hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Ursprünglich zielten sie primär darauf ab, die Produktivität zu steigern und die Versorgung mit bezahlbaren Nahrungsmitteln sicherzustellen. Heute umfassen sie Direktzahlungen an Landwirte, die oft an die bewirtschaftete Fläche gekoppelt sind, sowie Förderungen für die ländliche Entwicklung und spezifische Marktmaßnahmen. Ein Großteil der EU-Agrarsubventionen, in Deutschland etwa 70 bis 78 Prozent, wird als pauschale Flächenprämie ausgezahlt, wovon insbesondere Betriebe mit großen Flächen profitieren.

    Neben den Direktzahlungen gibt es auch sogenannte "zweite Säule"-Maßnahmen, die auf die Förderung der ländlichen Entwicklung abzielen und Umwelt-, Klima- und Tierschutzleistungen honorieren sollen. Mit der GAP-Reform ab 2023 wurden beispielsweise "Öko-Regelungen" eingeführt, die zusätzliche Prämien für klima- und umweltbezogene Maßnahmen vorsehen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Diese sollen Landwirten Anreize bieten, nachhaltigere Praktiken zu implementieren, wie den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel oder die Anlage von Blühstreifen.

    Die Ziele von Agrarhilfen sind vielschichtig: Sie sollen landwirtschaftliche Einkommen stabilisieren, die Lebensmittelversorgung sichern, die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft erhalten und die nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen fördern. Allerdings stehen Agrarsubventionen auch in der Kritik, da sie den globalen Handel verzerren, Entwicklungsländer benachteiligen können und in der Vergangenheit oft große Betriebe bevorzugten, während ökologische und soziale Kriterien weniger berücksichtigt wurden. Die Transparenz der Subventionspraxis wird ebenfalls kritisiert, obwohl die EU die Veröffentlichung der Begünstigten vorschreibt, um die Nachvollziehbarkeit der Mittelverwendung zu erhöhen.

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