Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    279

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    236

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Volatilität

    216

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Zölle

    210

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Inflation

    193

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Federal Reserve

    178

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    154

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    146

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Nachbörslicher Handel

    109

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    101

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Bewertung

    92

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Künstliche Intelligenz

    89

    Künstliche Intelligenz (KI) im Finanzwesen bezeichnet den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie maschinelles Lernen und Algorithmen zur Analyse großer Datenmengen, Automatisierung von Aufgaben und Verbesserung der Entscheidungsfindung in Finanzdienstleistungen. Sie ermöglicht Finanzinstituten, menschliche Intelligenz und Entscheidungsprozesse nachzubilden, um komplexe Vorgänge effizienter zu bewältigen.

    Alle Begriffe

    American Depositary Receipts (ADRS)

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 25. März 2026

    American Depositary Receipts (ADRs) sind auf US-Dollar lautende, handelbare Wertpapiere, die von US-Depotbanken ausgegeben werden und Aktien eines ausländischen Unternehmens repräsentieren, um deren Handel an US-Finanzmärkten zu ermöglichen. Sie erlauben US-Investoren, in nicht-amerikanische Unternehmen zu investieren, ohne direkt an ausländischen Börsen handeln zu müssen.

    Ausführliche Erklärung

    ADRs wurden 1927 von J.P. Morgan eingeführt, um den Handel mit ausländischen Wertpapieren in den USA zu vereinfachen, insbesondere nachdem Gesetze britischen Unternehmen die direkte Börsennotierung im Ausland untersagten. Eine US-Depotbank (Depositary Bank) gibt ein ADR aus, das durch eine entsprechende Anzahl von Originalaktien gedeckt ist. Diese Originalaktien werden bei einer Verwahrstelle (Custodian Bank) im Heimatland des ausländischen Unternehmens hinterlegt. Ein einzelnes ADR kann dabei eine, mehrere oder einen Bruchteil einer Originalaktie repräsentieren, wobei das Verhältnis von der Depotbank festgelegt wird, um den Preis des ADRs an typische US-Aktienkurse anzupassen.

    Der Handel mit ADRs erfolgt in US-Dollar und über US-Abwicklungssysteme, was US-Investoren den Umgang mit Fremdwährungen, internationalen Depotführungen und ausländischen Regulierungen erspart. Dividenden werden ebenfalls in US-Dollar ausgezahlt, wobei die US-Depotbank die Umrechnung und Ausschüttung übernimmt. Dies vereinfacht die Investition in ausländische Unternehmen erheblich und ermöglicht es US-Anlegern, ihr Portfolio global zu diversifizieren. Für die ausländischen Unternehmen bieten ADRs einen einfacheren Zugang zum großen US-Kapitalmarkt und eine Steigerung der Liquidität ihrer Aktien.

    Es gibt verschiedene Arten von ADR-Programmen, die sich hauptsächlich in ihrem Regulierungsgrad und Handelsumfeld unterscheiden. Ungesponserte ADRs werden von einer Bank ohne direkte Beteiligung des ausländischen Unternehmens emittiert und hauptsächlich außerbörslich (OTC) gehandelt. Gesponserte ADRs hingegen entstehen in Zusammenarbeit mit dem ausländischen Unternehmen, das einen Vertrag mit der Depotbank schließt und einen Großteil der Kosten trägt. Innerhalb der gesponserten ADRs gibt es drei Level: Level I ADRs werden ebenfalls außerbörslich gehandelt und erfordern minimale Berichtspflichten. Level II ADRs sind an offiziellen US-Börsen wie der NYSE oder NASDAQ gelistet und unterliegen strengeren Transparenzanforderungen der US-Börsenaufsicht (SEC). Level III ADRs ermöglichen es ausländischen Unternehmen sogar, neues Kapital direkt von US-Investoren aufzunehmen, indem sie neue Aktien über den US-Markt ausgeben.

    Bekannte Beispiele für Unternehmen, die ADRs nutzen, sind die deutsche Siemens AG, die über ein ADR an US-Börsen gehandelt wird, oder auch große internationale Konzerne wie Novartis AG und AstraZeneca PLC. Die Preise von ADRs folgen in der Regel den Preisen der zugrunde liegenden ausländischen Aktien in deren Heimatmärkten. Obwohl ADRs viele Vorteile bieten, sollten Anleger auch potenzielle Risiken wie Währungs- und Liquiditätsrisiken sowie die spezifischen Gebühren der Depotbank berücksichtigen.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

    Unsere Inhalte werden automatisiert erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder veraltete Informationen enthalten. Eine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität wird nicht übernommen.

    Wir sind ein Nachrichten-Aggregator und Bildungsressource – kein Finanzdienstleister. Bei finanziellen Entscheidungen konsultieren Sie bitte qualifizierte Finanzberater. Jede Anlageentscheidung erfolgt ausschließlich auf eigenes Risiko.

    Affiliate-Hinweis

    Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Wenn Sie auf einen Affiliate-Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich für Sie nicht.