Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    227

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    207

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    193

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    171

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    151

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    135

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Kursziel

    127

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    S&p 500

    126

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    97

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    86

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    81

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Basispunkte

    72

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

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    Angebotsrisiken

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 30. Dezember 2025

    Angebotsrisiken im Finanzkontext beziehen sich auf die potenziellen negativen Auswirkungen von Störungen in der Lieferkette oder der Verfügbarkeit von Gütern und Dienstleistungen auf die finanzielle Stabilität und Rentabilität eines Unternehmens. Sie umfassen alle Eventualitäten, die die Beschaffung von Rohstoffen, Komponenten oder fertigen Produkten beeinträchtigen können, was zu erhöhten Kosten, Produktionsausfällen oder Umsatzeinbußen führt.

    Ausführliche Erklärung

    Angebotsrisiken sind ein integraler Bestandteil des umfassenderen Supply Chain Risikomanagements und können weitreichende finanzielle Konsequenzen für Unternehmen haben. Diese Risiken entstehen, wenn die Verfügbarkeit von angefragten Gütern oder Dienstleistungen plötzlich knapp, unzureichend oder verzögert wird. Solche Störungen können vielfältige Ursachen haben, darunter die finanzielle Instabilität oder Insolvenz von Lieferanten, Kapazitätsengpässe, Qualitätsprobleme bei Lieferungen, geopolitische Konflikte wie Handelskriege, Naturkatastrophen oder Cyberangriffe. Beispielsweise kann die Insolvenz eines Schlüssellieferanten zu erheblichen Verzögerungen oder Ausfällen in der Produktion führen, was wiederum die Fähigkeit eines Unternehmens beeinträchtigt, Kundenaufträge zu erfüllen und Umsätze zu generieren.

    Die finanziellen Auswirkungen von Angebotsrisiken sind erheblich. Kurzfristig können sie zu Produktionsunterbrechungen, verminderter Produktivität und der Unfähigkeit führen, die Kundennachfrage zu befriedigen. Langfristig können sich Angebotsstörungen negativ auf die finanzielle Performance, die Liquidität und sogar den Aktienkurs eines Unternehmens auswirken. Unternehmen müssen möglicherweise alternative Lieferanten zu höheren Preisen finden, was die Beschaffungskosten erhöht und die Gewinnmargen schmälert. Zudem können verspätete Lieferungen oder Qualitätsmängel zu Vertragsstrafen, Reputationsschäden und dem Verlust von Kunden führen.

    Ein proaktives Management von Angebotsrisiken ist entscheidend, um die finanzielle Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens zu gewährleisten. Strategien umfassen die Diversifizierung der Lieferantenbasis, um die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu reduzieren. Die Überwachung der finanziellen Gesundheit von Lieferanten durch Bonitätsprüfungen und die Analyse von Zahlungsverhalten kann helfen, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus können Unternehmen durch den Aufbau von Notfallplänen, die Verbesserung der Transparenz in der Lieferkette und den Einsatz von Technologien wie Supply Chain Finance (SCF) die Liquidität in der Lieferkette verbessern und Risiken mindern. SCF ermöglicht es Lieferanten, schneller bezahlt zu werden, während Käufer längere Zahlungsziele erhalten, was die finanzielle Stabilität beider Seiten fördert.

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