Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Marktkapitalisierung

    142

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Künstliche Intelligenz (KI)

    129

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Volatilität

    108

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    106

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    S&p 500

    97

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Inflation

    86

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    Zölle

    76

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Kursziel

    76

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Basispunkte

    53

    Ein Basispunkt ist eine Maßeinheit in der Finanzwelt. Er beschreibt sehr kleine Veränderungen bei Prozentangaben und entspricht genau einem Hundertstel eines Prozentpunktes.

    Regierungsstillstand

    52

    Ein Regierungsstillstand (Government Shutdown) ist ein temporärer Verwaltungsstillstand, der eintritt, wenn die Legislative keine Gesetze zur Finanzierung der Exekutive verabschiedet, wodurch ein Großteil der staatlichen Aktivitäten und Dienstleistungen eingestellt wird. Dies geschieht typischerweise, wenn sich die politischen Parteien nicht auf einen Haushalt oder eine Übergangsfinanzierung einigen können, bevor die bestehenden Mittel auslaufen.

    Nachbörslicher Handel

    52

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    51

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Alle Begriffe

    Angebotsschocks

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2026

    Ein Angebotsschock ist eine plötzliche und unerwartete Veränderung des Angebots an Gütern oder Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft, die erhebliche Auswirkungen auf Preise, Produktionsmengen und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat. Er kann entweder positiv (Angebotsausweitung) oder negativ (Angebotsverknappung) sein und führt zu einer raschen Veränderung der Marktbedingungen.

    Ausführliche Erklärung

    Ein negativer Angebotsschock tritt auf, wenn die Produktionskosten steigen oder die Verfügbarkeit von Ressourcen sinkt, was zu einem Rückgang des Gesamtangebots führt. Dies verschiebt die aggregierte Angebotskurve nach links, was in der Regel zu einem höheren Preisniveau (Inflation) und einem geringeren Produktionsvolumen führt. Ein klassisches Beispiel hierfür sind die Ölpreiskrisen der 1970er Jahre, als eine Drosselung der Ölproduktion durch die OPEC zu einem starken Anstieg der Energiepreise und damit zu höheren Produktionskosten in nahezu allen Branchen führte. Weitere Ursachen können Naturkatastrophen, politische Krisen, Kriege, Arbeitskräftemangel oder regulatorische Änderungen sein, die Lieferketten unterbrechen oder die Produktion verteuern. Die COVID-19-Pandemie und der Krieg in der Ukraine sind jüngere Beispiele für negative Angebotsschocks, die zu Engpässen und Preissteigerungen führten.

    Umgekehrt führt ein positiver Angebotsschock zu einer Erhöhung des Angebots, oft durch sinkende Produktionskosten oder technologische Fortschritte. Dies verschiebt die aggregierte Angebotskurve nach rechts, was typischerweise zu niedrigeren Preisen und einem höheren realen Output führt. Ein Beispiel hierfür ist die industrielle Revolution, die durch neue Maschinen und Produktionsmethoden die Effizienz steigerte und die Produktionskosten senkte. Auch technologische Innovationen, wie die Entwicklung des Internets, können als positive Angebotsschocks wirken, indem sie die Verfügbarkeit von Informationen erhöhen und Kosten senken. Eine günstige Erntesaison, die zu überdurchschnittlich hohen Erträgen führt, kann ebenfalls einen positiven Angebotsschock darstellen, der die Preise für landwirtschaftliche Produkte senkt.

    Die Bekämpfung von Angebotsschocks ist komplex. Bei einem negativen Angebotsschock würde eine expansive Geldpolitik zwar das Realproduktionsniveau stabilisieren, aber die Inflation weiter anheizen. Eine kontraktive Geldpolitik hingegen würde die Inflation verringern, aber den Produktionsrückgang verstärken. Regierungen versuchen oft, durch angebotsseitige Politik, wie z.B. Kostensenkungsmaßnahmen oder Investitionen, auf solche Schocks zu reagieren, um negative Effekte abzumildern oder positive Effekte zu verstärken. Die Fähigkeit von Unternehmen, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen und Risiken im Zusammenhang mit Angebotsschocks einzuschätzen, ist für Investoren von großer Bedeutung.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

    Unsere Inhalte werden automatisiert erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder veraltete Informationen enthalten. Eine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität wird nicht übernommen.

    Wir sind ein Nachrichten-Aggregator und Bildungsressource – kein Finanzdienstleister. Bei finanziellen Entscheidungen konsultieren Sie bitte qualifizierte Finanzberater. Jede Anlageentscheidung erfolgt ausschließlich auf eigenes Risiko.

    Affiliate-Hinweis

    Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Wenn Sie auf einen Affiliate-Link klicken und über diesen Link einkaufen, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich für Sie nicht.