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    Finanzwissen aufbauen

    Wissensdatenbank

    Hier findest du einfache Erklärungen zu wichtigen Finanzbegriffen

    Beliebte Begriffe

    Künstliche Intelligenz (KI)

    255

    Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern, menschliches Denken und Lernen nachzuahmen. Sie können selbstständig Probleme lösen und aus Erfahrungen klüger werden.

    Marktkapitalisierung

    218

    Die Marktkapitalisierung ist der Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Aktien eines börsennotierten Unternehmens. Sie wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs mit der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien multipliziert wird.

    Zölle

    200

    Zölle sind staatliche Abgaben, die beim physischen Verbringen von Waren über eine Zollgrenze, typischerweise bei der Einfuhr, erhoben werden. Sie stellen eine Form der Steuer dar, die den Preis importierter Güter erhöht.

    Volatilität

    191

    Volatilität misst, wie stark und schnell sich der Preis einer Anlage ändert. Sie zeigt die Schwankungsbreite von Kursen um ihren Mittelwert an.

    Federal Reserve

    159

    Das Federal Reserve System, oft als Federal Reserve oder kurz Fed bezeichnet, ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde 1913 gegründet, um die Finanzstabilität zu gewährleisten und die Geldpolitik in den USA zu zentralisieren.

    Inflation

    150

    Inflation ist ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft über einen bestimmten Zeitraum. Dies führt zu einer Abnahme der Kaufkraft des Geldes, da für dieselbe Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen erworben werden können.

    S&p 500

    138

    Der S&P 500 (Standard & Poor's 500) ist ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Aktienindex, der die Wertentwicklung von 500 der größten börsennotierten Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Er gilt als eines der wichtigsten Barometer für die Gesundheit des US-Aktienmarktes und der Gesamtwirtschaft.

    Kursziel

    137

    Ein Kursziel ist der künftig erwartete Börsenkurs eines Wertpapiers, der auf dessen innerem Wert oder einem charttechnischen Trend basiert. Es stellt eine Prognose der zukünftigen Wertentwicklung einer Aktie dar, oft mit einem Zeithorizont von 1 bis 12 Monaten.

    Gewinn Pro Aktie (EPS)

    101

    Der Gewinn pro Aktie (EPS, englisch: Earnings Per Share) ist eine zentrale Finanzkennzahl, die den Anteil des Unternehmensgewinns angibt, der auf jede einzelne ausstehende Stammaktie entfällt. Er dient als Indikator für die Rentabilität eines Unternehmens und dessen Ertragskraft pro Anteilsschein.

    Nachbörslicher Handel

    97

    Nachbörslicher Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Öffnungszeiten einer Börse. Er ermöglicht es Marktteilnehmern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die nach offiziellem Handelsschluss veröffentlicht werden.

    Bewertung

    87

    Bewertung ist im Finanzbereich die Einschätzung des Geldwertes von Dingen wie Unternehmen, Aktien oder Immobilien. Es ist der Vorgang, einen Preis oder Wert für etwas festzulegen.

    Künstliche Intelligenz

    82

    Künstliche Intelligenz (KI) im Finanzwesen bezeichnet den Einsatz fortschrittlicher Technologien wie maschinelles Lernen und Algorithmen zur Analyse großer Datenmengen, Automatisierung von Aufgaben und Verbesserung der Entscheidungsfindung in Finanzdienstleistungen. Sie ermöglicht Finanzinstituten, menschliche Intelligenz und Entscheidungsprozesse nachzubilden, um komplexe Vorgänge effizienter zu bewältigen.

    Alle Begriffe

    Angeschlagenes Unternehmen

    1 Artikel

    Zuletzt aktualisiert: 8. März 2026

    Ein "angeschlagenes Unternehmen" (auch "Unternehmen in Schwierigkeiten" oder "Distressed Company") ist ein Unternehmen, das sich in einer wirtschaftlichen Schieflage befindet und dessen Fortbestand ohne tiefgreifende Maßnahmen gefährdet ist. Dies äußert sich typischerweise in finanziellen Schwierigkeiten wie Liquiditätsengpässen, sinkender Rentabilität oder Überschuldung.

    Ausführliche Erklärung

    Ein angeschlagenes Unternehmen weist Merkmale auf, die auf eine ernsthafte Bedrohung seiner Existenz hindeuten. Dazu gehören oft ein Rückgang von Umsätzen und Erträgen, Liquiditätsprobleme, hohe Außenstände, Forderungsausfälle und eine zunehmende Abhängigkeit von Fremdkapital. Die Ursachen für eine solche Krise sind vielfältig und können sowohl externer als auch interner Natur sein. Externe Faktoren umfassen beispielsweise Konjunkturschwankungen, Veränderungen des Marktes, verstärkten Wettbewerb, neue Technologien oder gesellschaftliche Krisen. Interne Ursachen können Managementfehler, mangelnde strategische Planung, falsche Investitionen, hohe Fixkosten, Probleme bei Einkauf und Produktion, Organisationsmängel oder eine repressive Unternehmenskultur sein. Oftmals ist es eine Kombination aus mehreren dieser Faktoren, die ein Unternehmen in Schwierigkeiten bringt.

    Die Entwicklung zu einem angeschlagenen Unternehmen verläuft in der Regel nicht plötzlich, sondern in verschiedenen Krisenphasen. Diese beginnen oft mit einer Stakeholder- oder Strategiekrise, gefolgt von Produkt- und Absatzkrisen, die schließlich in eine Ertrags- und Liquiditätskrise münden können. Eine Liquiditätskrise, bei der das Unternehmen seine fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann, ist ein akutes Warnsignal und kann zur Insolvenzantragspflicht führen. Gemäß beihilferechtlicher Definition gilt ein Unternehmen als in Schwierigkeiten, wenn beispielsweise mehr als die Hälfte des gezeichneten Stammkapitals durch aufgelaufene Verluste verloren gegangen ist oder es die Voraussetzungen für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erfüllt.

    Um eine drohende Insolvenz abzuwenden und das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, sind umfassende Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich. Diese können finanzielle Restrukturierungen (z.B. Schuldenmanagement, Kapitalzufuhr), operative Anpassungen (z.B. Kostensenkung, Prozessoptimierung) und strategische Neuausrichtungen (z.B. Anpassung des Geschäftsmodells, Erschließung neuer Märkte) umfassen. Ziel ist die Wiederherstellung der Rentabilität, die Reduzierung von Schulden und Kosten sowie die Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit. Oft wird hierfür externes Fachwissen in Form von Sanierungsberatern oder Turnaround-Managern hinzugezogen.

    Rechtlicher Hinweis

    Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen KEINE Finanzberatung, KEINE Anlageberatung gemäß § 63 WpHG und KEINE Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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